Die Forderungen des BDL werden immer dreister: Trotz Steuerprivilegien und jüngster Entlastungen verlangt die Luftverkehrslobby weitere Vergünstigungen. „Während das Deutschlandticket teurer wird und über Sozialkürzungen gestritten wird, sollen Airlines erneut Steuergeschenke erhalten“, kritisiert BVF-Präsident Werner Kindsmüller. Den nahezu halbierten innerdeutschen Flugverkehr bezeichnet die BVF als gute Nachricht für Umwelt und Klima. Neue Subventionen wären ein verkehrspolitischer Irrweg.
Martin Mosel
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Aktuelle Pressemeldungen
Luftfahrt muss Wachstumskurs verlassen
Die BVF weist die Forderungen des BDL nach weiteren Entlastungen entschieden zurück. „Maßstab sind die ökologischen Belastungsgrenzen und der Schutz der Menschen – nicht die Wachstumswünsche der Branche“, erklärt BVF-Präsident Werner Kindsmüller. Der Luftverkehr hängt nahezu vollständig am fossilen Tropf. Die BVF fordert einen verbindlichen Transformationspfad, der Klima- und Gesundheitsbelastungen mindert und Nachtruhe bewahrt. „Die Gesellschaft schuldet der Luftfahrt keine Wachstumsgarantie.“
Neue T&E-Studie: Frankfurt und München sprengen ihre Paris-kompatiblen CO₂-Budgets
Eine neue Studie von Transport & Environment zeigt: Die Flughäfen Frankfurt und München überschreiten ihre Paris-kompatiblen CO₂-Budgets deutlich. Trotz nachhaltiger Flugkraftstoffe und effizienterer Flugzeuge reichen technische Fortschritte allein nicht aus. Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) fordert deshalb einen Kurswechsel: Verkehrswachstum begrenzen, Flughafenkapazitäten an Klimazielen ausrichten und klimafreundliche Alternativen stärken.
Internationaler Tag gegen Nachtflüge: BVF fordert geschützte Nacht von 22 bis 6 Uhr
Zum Internationalen Tag für ein Nachtflugverbot fordert die Bundesvereinigung gegen Fluglärm einen verlässlichen Schutz der Nacht von 22 bis 6 Uhr. Nächtlicher Fluglärm ist ein relevantes Gesundheitsrisiko. Die BVF verlangt deshalb klare Nachtflugbeschränkungen, transparente Ausnahmen, wirksame lärmabhängige Entgelte und eine Verringerung vermeidbarer Flugbewegungen.
Luftverkehrsteuer sinkt: BVF kritisiert Kniefall vor der Luftfahrtlobby
Mit der Senkung der Luftverkehrsteuer zum 1. Juli kritisiert die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) den Verzicht auf bis zu 355 Millionen Euro jährliche Steuereinnahmen und die Schwächung eines wichtigen klimapolitischen Lenkungsinstruments. Nach Auffassung der BVF profitieren vor allem die Airlines, während ein Nutzen für die Flugreisenden oder die Allgemeinheit nicht erkennbar ist. Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz würden zugunsten der Luftverkehrslobby geschwächt.
BVF: Nordrhein-Westfalen braucht eine nachhaltige Luftverkehrspolitik statt weiterer Wachstumsprogramme
Anlässlich der Anhörung des Verkehrsausschusses des Landtags Nordrhein-Westfalen fordert die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) eine nachhaltige Luftverkehrspolitik statt weiterer Wachstumsprogramme. Nach Auffassung der BVF sind die vorhandenen Flughafenkapazitäten ausreichend. Zusätzliche Ausbauten seien weder verkehrspolitisch erforderlich noch mit Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz vereinbar. Stattdessen brauche NRW eine konsequente Verlagerung auf die Schiene und wirksamen Lärmschutz.
