Bundesvereinigung gegen Fluglärm e.V.
Vereinigung von Städten, Gemeinden und Schutzvereinen gegen die schädlichen Auswirkungen des Luftverkehrs - gegründet 1967

Fluglärm wird häufig unterschätzt, weil meistens die gesundheitlichen Folgen erst nach vielen Jahren erkennbar werden. Um so wichtiger ist es, rechtzeitig das Mögliche zu tun und alle Beteiligten gut zu informieren - mehr zu Daten und Fakten - hier -

Aktuelles zum Thema Fluglärm

Pressemitteilung der BVF anlässlich des Tages gegen Lärm

Anlässlich des internationalen Tages gegen Lärm erklärt Carl Ahlgrimm, Präsident der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF):
„Das rund 12 Jahre alte Fluglärmgesetz bedarf einer dringenden Novellierung, um den Schallschutz an den Flughäfen zu verbessern. Künftig muss es zu einer Gleichbehandlung von bestehenden Flughäfen mit Ausbauflughäfen kommen. Wichtig sind auch die Erweiterung der Ansprüche auf baulichen Schallschutz für Kitas, Krankenhäuser und Schulen sowie der Wegfall der Schlechterstellung bei Gebäuden, die früher bereits baulichen Schallschutz erhalten haben. Mit Sorge sehen wir, dass der Fluglärmbericht der Bundesregierung zur Evaluierung des Fluglärmgesetzes neue Schutzzonengrenzwerte von weiteren Gutachten abhängig macht. Dies darf nicht als Vorwand benutzt werden, eine Novellierung des Fluglärmgesetzes in dieser Legislaturperiode zu unterlassen.”

Download der Pressemitteilung vom 23.04.2019 - PDF -

Mitgliederversammlung und Fortbildungsveranstaltung in Frankfurt/Main

Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm organisierte auch 2019 wieder eine weitere Folge aus der Seminarreihe „Fluglärmbekämpfung”. Nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung, bei der der langjährige Präsident Helmut Breidenbach aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat und Carl Ahlgrimm als neuer Präsident gewählt wurde, befasste man sich kritisch mit dem Bericht der Bundesregierung zur Evaluierung des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm an den Deutschen Bundestag, der seit Januar 2019 vorliegt.

Weitere Informationen, Tagesordnung und Download der Präsentationen - (interner Link) -

Pressemitteilung der BVF zum Wechsel an der Spitze der BVF

Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung gegen Fluglärm e.V. (BVF) am 06.04.2019 in Frankfurt a.M. hat der langjährige Präsident und 1. Vorsitzende der BVF – Helmut Breidenbach – sein Amt, das er seit dem Jahr 2005 ausübte, aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Zu seinem Nachfolger wurde der 62-jährige Diplom-Verwaltungswirt Carl Ahlgrimm aus Ludwigsfelde einstimmig gewählt. Als eine der dringlichsten Aufgaben sieht Ahlgrimm an, die Politik beim Wort zu nehmen. „Wer im Koalitionsvertrag zusagt, die Fluglärmkommissionen in ihrer Arbeit zu unterstützen, muss den Worten auch Taten folgen lassen – und zwar in der laufenden Legislaturperiode, für die der Koalitionsvertrag abgeschlossen wurde...“

Download der Pressemitteilung vom 06.04.2019 - PDF -

Pressemitteilung der BVF zur Veröffentlichung der Protokolle der Fluglärmkommission für den Flughafen Düsseldorf

Seit dem 22.2.2019 sind Protokolle der Fluglärmkommission für den Flughafen Düsseldorf erstmalig öffentlich im Internet abrufbar. Hier der Link zum Protokoll der 104. Sitzung der Fluglärmkommission Düsseldorf - PDF - . Die beiden Vertreter der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF), Helmar Pless und Christoph Lange, sehen in der Veröffentlichung der Protokolle eine Aufwertung der Fluglärmkommission. Zudem werden durch die höhere Transparenz zu hohe Erwartungen an das Gremium auf ein realistisches Maß gebracht.

Download der Pressemitteilung vom 22.02.2019 - PDF -

Pressemitteilung der BVF und ADF zum Kabinettsbeschluss der Bundesregierung zum Fluglärmbericht

Das Kabinett der Bundesregierung hat am 16. Januar 2019 einen Bericht zur Überprüfung des Fluglärmschutzgesetzes, das regulär nach 10 Jahren evaluiert werden musste, beschlossen. Mit den aktuellen Vorhaben der Bundesregierung ist kein relevantes Vorankommen beim Schutz vor Fluglärm verbunden, weil die wichtigen Aussagen zum aktiven Schallschutz, die im Entwurf noch enthalten waren, wieder herausgenommen wurden. Den vollen Wortlaut der Pressemitteilung der BVF und der ADF, sowie den Bericht der Bundesregierung zur Evaluierung des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm kann hier heruntergeladen werden:
Erster Bericht der Bundesregierung zur Evaluierung des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm (Fluglärmgesetz) - PDF -

Download der Pressemitteilung vom 16.01.2019 - PDF -

Pressemitteilung der BVF zum Beschluss der FLK Düsseldorf zur Veröffentlichung der Protokolle

Auf Antrag der beiden Vertreter der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF), Helmar Pless und Christoph Lange, in der Fluglärmkommission (FLK) für den Flughafen Düsseldorf hat die Fluglärmkommission mit großer Mehrheit beschlossen, dass die Niederschriften der Sitzungen der Fluglärmkommission künftig in anonymisierter Form im Internet veröffentlicht werden. Der dazugehörige Antrag der beiden Vertreter der Bundesvereinigung gegen Fluglärm kann hier heruntergeladen werden:
Antrag in der Fluglärmkommission zur Veröffentlichung der Protokolle - PDF -

Download der Pressemitteilung vom 30.11.2018 - PDF -

Neue Leitlinien der WHO für Lärmbelastung veröffentlicht

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 10. Oktober 2018 neue Leitlinien für Umgebungslärm veröffentlicht. Ziel der Leitlinien ist es, der Politik in Europa klare Empfehlungen für den Schutz der Gesundheit abzugeben. Für Fluglärm empfiehlt die WHO, dass der Dauerschallpegel (Lden) am Tag auf weniger als 45 dB und in der Nacht auf weniger als 40 dB (Lnight) reduziert werden sollte, weil Fluglärm oberhalb dieser Werte mit schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen bzw. mit negativen Auswirkungen auf den Schlaf verbunden ist. Nähere Informationen, inklusive einer Zusammenfassung auf deutsch, finden Sie nachfolgend:

Weitere Infos auf den Seiten der WHO - (externer Link) -

Pressemitteilung der BVF zum Luftfahrt-Gipfel

Beim Luftfahrt-Gipfel ist eine wesentliche Frage ausgeblendet worden: Fliegen ist aufgrund steuerlicher Fehlanreize zu billig. Der gewerbliche Luftverkehr ist befreit von der Mineralölsteuer, der Ökosteuer und der Mehrwertsteuer auf internationale Tickets. Busse und Bahnen zahlen diese Steuern. Daher wird das Bekenntnis der Bundesregierung, sich für eine Verlagerung von Kurzstrecken-Flugverkehr auf die Schiene einzusetzen, vermutlich ein Lippenbekenntnis bleiben. Das Dokument mit den Ergebnissen des Luftfahrtgipfels können Sie hier herunterladen:
Gemeinsame Erklärung zu den Ergebnissen des Luftfahrtgipfels - PDF -

Download der Pressemitteilung vom 05.10.2018 - PDF -

Entscheidung des Bundesrates über Bundesratsinitiative zum aktiven Lärmschutz

Am 21.9.2018 entscheidet das Plenum des Bundesrates über den Antrag der drei Bundesländer Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen für ein Gesetz zum besseren Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm (Bundesratsdrucksache 550/15). Die Vorsitzenden der Bundesvereinigung gegen Fluglärm und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fluglärmkommissionen haben alle Ministerpräsidenten angeschrieben und um Unterstützung für diese Bundesratsinitiative geworben. Das Schreiben von BVF und ADF finden Sie hier zum Herunterladen.

Schreiben von BVF und ADF an die Ministerpräsidenten - PDF -

Pressemitteilung der BVF zum Start der Anhörung im Planfeststellungsverfahren Flughafen Köln/Bonn

Scharfe Kritik übt Helmut Breidenbach, Präsident der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF), am nach seiner Einschätzung unrechtmäßigen Ausbau des Flughafens über fast zwei Jahrzehnte, der durch eine Augen-zu-Politik des NRW-Verkehrsministeriums gedeckt wurde. Der Flughafen Köln/Bonn ist nie planfestgestellt worden und erlangte nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Rahmen von Beschleunigungsgesetzen automatisch nur eine sog. „fiktive Planfeststellung“. Seitdem wurde er umfangreich luft-, wie auch landseitig ausgebaut. Neben neuen Abstellflächen und Rollwegen entstanden u.a. ein neues Terminal, mehrere Frachthallen, Parkhäuser und sonstige Bauten, die die Kapazität deutlich steigerten. Dies alles, so Breidenbach, scheibchenweise und am Rande der Legalität mit vielen sog. „Negativtestaten“ (heißt: unbedeutender Ausbau), um eine Planfeststellung und Umweltverträglichkeitsprüfungen zu umgehen.

Download der Pressemitteilung vom 17.09.2018 - PDF -

Pressemitteilung der BVF und ADF zur politische Aktion vor dem Reichstag und Anhörung des Parlamentskreises

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fluglärmkommissionen (ADF), Thomas Jühe, und der Präsident der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF), Helmut Breidenbach, drängen vor und im Bundestag auf einen verbesserten Schutz vor Fluglärm. Aktueller Anlass für die Aktionen ist die anstehende Überprüfung des Fluglärmschutzgesetzes, das nach 10 Jahren zu evaluieren ist. Das Fluglärmschutzgesetz regelt derzeit lediglich Bauverbote und baulichen Schallschutz an Häusern. Die BVF-Stellungnahme zum BMU-Entwurf eines Fluglärmberichtes der Bundesregierung und die Präsentation des Vizepräsidenten der BVF, Helmar Pless, können Sie hier herunterladen:
BVF-Stellungnahme zum BMU-Entwurf eines Fluglärmberichtes der Bundesregierung - PDF -
Forderungen der Bundesvereinigung gegen Fluglärm zum Fluglärmschutz (Langfassung) - PDF -

Download der Pressemitteilung vom 12.09.2018 - PDF -

Politische Aktion vor dem Reichstag am 12.09.2018

BVF-Stellungnahme zum BMU-Entwurf eines Fluglärmberichtes der Bundesregierung

Die hier vorliegende Stellungnahme der BVF zum Entwurf des Berichts nach § 2 Absatz 3 Fluglärmgesetz (Az. IG I 3 - 50113/7) wurde am 18. Mai 2018 an das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) versandt. Die BVF teilt nicht die positive Würdigung des Fluglärmgesetzes aus dem Jahr 2007 als fortschrittliches Gesetz im Berichtsentwurf vom 04.04.2018 des Bundesumweltministeriums. Das Gesetz orientiert sich mehr an den Interessen der Luftverkehrswirtschaft als an den Interessen der Lärmbetroffenen. In der mehrjährigen Auseinandersetzung mit mehreren Gesetzentwürfen wurden die Ansprüche an den Lärmschutz aufgrund des Drucks der Luftverkehrslobby immer weiter heruntergeschraubt.

Aus Sicht der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) müssen beide Gesetze zum Schutz vor Fluglärm, das Luftverkehrsgesetz sowie das Fluglärmgesetz und dessen untergesetzlichen Regelwerke, grundlegend reformiert werden. Die BVF unterstützt ausdrücklich die Forderung des Umweltbundesamtes (Fluglärmbericht 2017) nach einem übergeordneten Konzept, welches auch andere rechtliche Rahmenbedingungen, wie beispielsweise das Luftverkehrsgesetz, in einen umfassenden Schutz vor Fluglärm mit einbezieht.

BVF-Stellungnahme zum BMU-Entwurf eines Fluglärmberichtes der Bundesregierung - PDF -

UBA veröffentlicht Gutachten des Öko-Institutes zur Evaluation des Fluglärmschutzgesetzes

Das Umweltbundesamt hat aktuell das vom Öko-Institut erstellte Gutachten zur Evaluation des Fluglärmschutzgesetzes unter dem Titel „Weiterentwicklung der rechtlichen Regelungen zum Schutz vor Fluglärm“ veröffentlicht (siehe Link).

UBA-Texte: Weiterentwicklung rechtliche Regelungen zum Schutz vor Fluglärm - PDF -

Pressemitteilung der BVF zur Wahl des neuen Vorstandes

Am 21.4.2018 hat die Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) in Frankfurt am Main ihren neuen Vorstand gewählt. Helmut Breidenbach aus Potsdam wurde in seinem Amt als Präsident bestätigt. Wiedergewählt wurden auch die drei Vizepräsidenten Dr. Berthold Fuld aus Bad Homburg, Rainer Teschner-Steinhardt aus Berlin und Helmar Pless aus Essen. Dem geschäftsführenden Vorstand gehören außerdem weiterhin Christine Jäckel aus Bremen als Schatzmeisterin und Ina Hauck aus Frankfurt am Main als Pressesprecherin an. In den erweiterten Vorstand neu gewählt wurde Carl Ahlgrimm aus Großbeeren. Wolfgang Born aus Braunschweig, Prof. Dr. Wolf Carius aus Eichwalde, Wolfgang Hoffmann aus Köln, Georg Kölbl aus Neufahrn, Matthias Möller-Meinecke aus Frankfurt am Main, Klaus Rehnig aus Frankfurt am Main, Karsten Schulze aus Hallbergmoos, Wolfgang Schwämmlein aus Mainz und Dirk Treber aus Mörfelden-Walldorf wurden als Beisitzer wieder gewählt.

Download der Pressemitteilung vom 24.04.2018 - PDF -

Öffentliche Konsultation zu Gebühren für die Nutzung von Flughafeninfrastrukturen

Die Kommission der EU führt aktuell eine Konsultation zur Richtlinie über Flughafenentgelte durch, an der sich jeder Bürger beteiligen kann. Die BVF regt an, sich mit folgenden Punkten einzubringen:

  • Flughäfen sollen eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital erwirtschaften.
  • Lärmzuschläge sollen erhoben werden, mit denen wirksame Anreize zum Einsatz lärmarmer Flugzeuge und Flugverfahren geschaffen werden.
  • Mit Zuschlägen für Nachtflüge sollen wirksame Anreize zur Verlagerung von Nachtflügen in den Tag geschaffen werden. Eine Subventionierung des Nachtflugs aus dem Tagflug sollte als unzulässig erklärt werden.
  • Rabattprogramme für die Einrichtung neuer Flugverbindungen sollen untersagt werden.
  • Eine Subventionierung des Fracht- und Umsteigeverkehrs aus dem Lokalverkehr soll untersagt werden.
  • Alle Entgelte eines Flughafens - insbesondere auch die für Bodenverkehrsdienste - sollten einer Genehmigung bedürfen.
  • Die Kosten sollten transparent ermittelt und kommuniziert werden.
  • Keine Bevorzugung einzelner Fluggesellschaften darf erfolgen.

Die BVF wird sich als im Transparenzregister registrierter Verband auch an der Konsultation beteiligen.

EU-Kommission: Öffentliche Konsultation zu Gebühren für die Nutzung von Flughafeninfrastrukturen - (externer Link) -