Zum Internationalen Tag für ein Nachtflugverbot fordert die Bundesvereinigung gegen Fluglärm einen verlässlichen Schutz der Nacht von 22 bis 6 Uhr. Nächtlicher Fluglärm ist ein relevantes Gesundheitsrisiko. Die BVF verlangt deshalb klare Nachtflugbeschränkungen, transparente Ausnahmen, wirksame lärmabhängige Entgelte und eine Verringerung vermeidbarer Flugbewegungen.
PRESSEMITTEILUNGEN
Luftverkehrsteuer sinkt: BVF kritisiert Kniefall vor der Luftfahrtlobby
Mit der Senkung der Luftverkehrsteuer zum 1. Juli kritisiert die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) den Verzicht auf bis zu 355 Millionen Euro jährliche Steuereinnahmen und die Schwächung eines wichtigen klimapolitischen Lenkungsinstruments. Nach Auffassung der BVF profitieren vor allem die Airlines, während ein Nutzen für die Flugreisenden oder die Allgemeinheit nicht erkennbar ist. Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz würden zugunsten der Luftverkehrslobby geschwächt.
BVF: Nordrhein-Westfalen braucht eine nachhaltige Luftverkehrspolitik statt weiterer Wachstumsprogramme
Anlässlich der Anhörung des Verkehrsausschusses des Landtags Nordrhein-Westfalen fordert die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) eine nachhaltige Luftverkehrspolitik statt weiterer Wachstumsprogramme. Nach Auffassung der BVF sind die vorhandenen Flughafenkapazitäten ausreichend. Zusätzliche Ausbauten seien weder verkehrspolitisch erforderlich noch mit Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz vereinbar. Stattdessen brauche NRW eine konsequente Verlagerung auf die Schiene und wirksamen Lärmschutz.
Ticketsteuer: Niederlande auf dem richtigen Weg
Die Niederlande reformieren ab 2027 ihre Flugticketsteuer und belasten insbesondere Langstreckenflüge deutlich stärker. Deutschland geht den entgegengesetzten Weg und senkt die Luftverkehrsteuer. Für die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) stärkt die niederländische Reform das Verursacherprinzip, während Deutschland die Umwelt- und Klimafolgen des Luftverkehrs weiter auf die Allgemeinheit verlagert. Die BVF fordert deshalb einen grundlegenden Kurswechsel.
BVF begrüßt Wahl von Rainer Teschner-Steinhardt zum Vorsitzenden der Fluglärmkommission BER
Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) begrüßt die Wahl von Rainer Teschner-Steinhardt zum Vorsitzenden der Fluglärmkommission für den Flughafen Berlin Brandenburg. Erstmals übernimmt damit ein Mitglied des geschäftsführenden BVF-Vorstands den Vorsitz einer der größten Fluglärmkommissionen Deutschlands. Die BVF wertet die Entscheidung als wichtiges Signal für eine starke Interessenvertretung der vom Luftverkehr betroffenen Bevölkerung und für den Fluglärmschutz.
Luftfahrtstrategie der Bundesregierung verfehlt Zukunftsaufgaben
BVF, Germanwatch und VCD kritisieren die neue Luftfahrtstrategie der Bundesregierung als unzureichend und legen gemeinsame Leitlinien für eine nachhaltige und zukunftsfähige Luftfahrt vor. Die Verbände fordern einen Handlungsplan für klimaneutrales Fliegen bis spätestens 2050, den Ausbau nachhaltiger Flugkraftstoffe, den Abbau klimaschädlicher Subventionen sowie einen besseren Schutz von Klima, Gesundheit und Lebensqualität der von Flugverkehr betroffenen Menschen.
BVF: Luftverkehrslobby fordert immer neue Privilegien
Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm kritisiert die Forderung der Luftverkehrswirtschaft nach weiteren Entlastungen scharf. Trotz steuerlicher Privilegien von mehr als 14 Milliarden Euro jährlich werden nach der beschlossenen Senkung der Luftverkehrsteuer bereits neue Vergünstigungen verlangt. BVF-Präsident Werner Kindsmüller bezeichnet diese Forderungen als „maßlos und frech“. Statt weiterer Subventionen brauche Deutschland eine Luftverkehrspolitik, die Klima-, Gesundheits- und Mobilitätsinteressen gleichrangig berücksichtigt.
Wirtschaftsministerium mit Luftfahrtstrategie auf Irrweg
Die geplante Luftfahrtstrategie der Bundesregierung setzt einseitig auf weiteres Wachstum des Luftverkehrs und blendet dessen Folgen für Klima, Umwelt und die von Fluglärm betroffenen Menschen weitgehend aus. Nach Auffassung von BVF, VCD und Germanwatch wird das Ziel eines klimaneutralen Luftverkehrs dem Wachstumsparadigma untergeordnet. Statt Vermeidung, Verlagerung auf die Schiene und nachhaltige Mobilitätskonzepte zu stärken, fehlt eine konsequente Einbettung des Luftverkehrs in eine zukunftsfähige Verkehrspolitik.
Bundesvereinigung gegen Fluglärm stellt Vorstand neu auf – klare strategische Ausrichtung für mehr Gesundheitsschutz
Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) hat auf ihrer Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main einen neuen Vorstand gewählt und die strategischen Schwerpunkte für die kommenden Jahre festgelegt. Im Mittelpunkt stehen ein wirksamer Schutz vor Fluglärm, die Stärkung des Gesundheitsschutzes sowie eine konsequente Vertretung der Interessen der von Fluglärm betroffenen Menschen. Die BVF will ihre fachliche und politische Arbeit auf Bundes- und Europaebene weiter ausbauen und ihre Stimme in Gesetzgebungs- und Beteiligungsverfahren stärken.
100 Jahre Lufthansa: Kein Grund zum Feiern – Gesundheitsschutz und Klimaverantwortung bleiben auf der Strecke
Zum 100-jährigen Bestehen der Lufthansa mahnt die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) eine kritische Bilanz an. Trotz technischer Fortschritte seien die Belastungen durch Fluglärm, Luftschadstoffe und klimaschädliche Emissionen weiterhin erheblich. Die BVF kritisiert, dass wirtschaftliche Interessen häufig Vorrang vor Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschutz erhalten. Statt Jubiläumsrhetorik brauche es eine Luftverkehrspolitik, die die Interessen der betroffenen Menschen ernst nimmt und die ökologischen Grenzen des Wachstums anerkennt.
Nachruf auf Carl Ahlgrimm
Mit großer Trauer nimmt die Bundesvereinigung gegen Fluglärm Abschied von Carl Ahlgrimm. Über Jahrzehnte prägte er die Arbeit der BVF mit fachlicher Kompetenz, Beharrlichkeit und großem persönlichem Engagement. Sein Einsatz für den Schutz der von Fluglärm betroffenen Menschen sowie für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Auswirkungen des Luftverkehrs machte ihn zu einer prägenden Persönlichkeit der Fluglärmschutzbewegung. Die BVF verliert einen geschätzten Wegbegleiter, dessen Wirken weit über die Verbandsarbeit hinaus Bestand haben wird.
Absenkung der Luftverkehrsteuer stoppen, Mittel für sozialen Zusammenhalt sowie Hochlauf Klimaneutralen Kerosins nutzen
Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) lehnt die geplante Absenkung der Luftverkehrsteuer ab. Statt milliardenschwere Entlastungen für die Luftverkehrsbranche zu schaffen, sollten die Einnahmen für gesellschaftlich wichtige Aufgaben eingesetzt werden – insbesondere für den sozialen Zusammenhalt sowie den Hochlauf klimaneutraler Flugkraftstoffe. Die BVF warnt vor neuen Fehlanreizen zugunsten zusätzlichen Flugverkehrs und fordert eine Luftverkehrspolitik, die Klima-, Gesundheits- und Umweltbelange konsequent berücksichtigt.
KOMMENTARE
Kommentare und Einschätzungen des Verbandes zu aktuellen Entwicklungen.
Internationaler Tag für ein Nachtflugverbot am 13.09.2026
Die Nacht ist keine Reserve für zusätzliche Flugbewegungen. Sie ist Erholungszeit der Menschen. Wer Gesundheitsschutz ernst nimmt, muss die gesamte Nacht schützen und darf sich nicht mit einer sechs- oder siebenstündigen Kernnacht zufriedengeben.

NRW braucht eine nachhaltige Luftverkehrspolitik
NRW ist überversorgt mit Flughäfen. Was fehlt, ist keine neue Wachstumsstrategie, sondern eine nachhaltige Luftverkehrskonzeption, die Wirtschaftlichkeit, Klimaschutz und den Schutz der Menschen gleichermaßen berücksichtigt.

EU-Konsultation zu Staatsbeihilfen im Luftverkehr
Dauerhafte Staatsbeihilfen für Regionalflughäfen verzerren den Wettbewerb, belasten die öffentlichen Haushalte und stehen einer nachhaltigen Verkehrspolitik sowie einer effizienten Mittelverwendung entgegen.

Zur Rede des Bundeskanzler am 11.06.2026
Die Bundesregierung feiert die Luftfahrt als Erfolgsbranche mit Rekordumsätzen und neuen Arbeitsplätzen. Wenn das stimmt, stellt sich eine einfache Frage: Warum müssen dann zusätzlich 355 Millionen Euro Steuergeld in die Branche fließen? Erfolgreiche Unternehmen brauchen Wettbewerb – keine Dauersubventionen.

Zur Absenkung der Luftverkehrsteuer
Bereits die Absenkung der Luftverkehrssteuer ist ein Fehler, die weitergehenden Forderungen und Drohungen der Lobbyisten der Luftverkehrswirtschaft sind maßlos und frech.

DIE BVF IN ZAHLEN
UNSERE THEMEN

Lärmschutz ist Umweltschutz
Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm e.V. setzt sich seit 1967 für den Schutz von Menschen, Umwelt und Lebensqualität ein. Fluglärm, Luftschadstoffe und die Folgen des Luftverkehrs beeinträchtigen Gesundheit, Natur und Klima gleichermaßen. Deshalb engagieren wir uns für wirksame Schutzmaßnahmen, transparente Entscheidungen und eine nachhaltige Verkehrspolitik. Gemeinsam mit unseren Mitgliedsverbänden vertreten wir die Interessen der Betroffenen gegenüber Politik, Behörden und Luftverkehrswirtschaft.

Wir fordern ein Nachtflugverbot
Der Schutz der Nachtruhe gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Fluglärmschutzes. Deshalb setzt sich die BVF für deutlich strengere Regelungen im Nachtflugverkehr und langfristig für umfassende Nachtflugverbote an Verkehrsflughäfen ein. Wissenschaftliche Studien belegen die gesundheitlichen Folgen nächtlicher Fluglärmereignisse. Wir vertreten die Interessen der Betroffenen in Fluglärmkommissionen, gegenüber Genehmigungsbehörden und auf Bundesebene und fordern wirksame Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung.

Minus 20% bis 2030!
Mit der Kampagne „Minus 20% bis 2030“ fordert die BVF eine spürbare Verringerung des Luftverkehrs in Deutschland. Ziel ist es, Fluglärm, Luftschadstoffe und klimaschädliche Emissionen wirksam zu reduzieren und die Belastungen für Mensch und Umwelt zu senken. Die Kampagne informiert über Hintergründe, wissenschaftliche Erkenntnisse und politische Handlungsoptionen. Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit, die Forderungen aktiv zu unterstützen und sich für eine nachhaltige Verkehrswende einzusetzen.








