Klimaziele unter Druck: Frankfurt und München sprengen ihre Paris-kompatiblen CO₂-Budgets
Eine neue Studie von Transport & Environment untersucht die Klimawirkung der Wachstums- und Ausbaupläne von 20 großen europäischen Flughäfen. Das Ergebnis ist deutlich: Selbst unter Berücksichtigung effizienterer Flugzeuge und des zunehmenden Einsatzes nachhaltiger Flugkraftstoffe überschreiten alle untersuchten Flughäfen die ihnen zugerechneten Paris-kompatiblen CO₂-Budgets. Für Deutschland stehen Frankfurt und München im Mittelpunkt – gemeinsam verursachen sie rund 70 Prozent der deutschen CO₂-Emissionen aus abgehenden Flügen.
Die Debatte über die Zukunft des Luftverkehrs folgt seit Jahren einem Versprechen: Mehr Passagiere und mehr Flüge sollen möglich sein, während gleichzeitig die CO₂-Emissionen sinken. Effizientere Flugzeuge und nachhaltige Flugkraftstoffe – Sustainable Aviation Fuels (SAF) – sollen diesen Spagat ermöglichen.
Eine am 15. September veröffentlichte Studie von Transport & Environment (T&E) stellt diese Annahme grundsätzlich infrage.
T&E hat die Entwicklung von 20 großen Flughäfen in zehn europäischen Ländern untersucht und deren erwartete Emissionen mit einem Paris-kompatiblen CO₂-Budget verglichen. Dabei werden sowohl die erwarteten Effizienzfortschritte der Flugzeugflotten als auch der zunehmende Einsatz von SAF berücksichtigt.
Trotzdem überschreiten sämtliche untersuchten Flughäfen nach der Modellierung ihr jeweiliges Budget. Je nach Flughafen liegen die kumulierten Emissionen bis 2050 beim Zwei- bis Dreifachen des verfügbaren Budgets.






