Ticketsteuer: Niederlande auf dem richtigen Weg

BVF: Verursacherprinzip im Luftverkehr auch in Deutschland stärken

Frankfurt am Main (25. Juni 2026) – Ab 2027 ändern die Niederlande ihre Flugticketsteuer grundlegend. Für Flüge über 5.500 Kilometer steigt die Abgabe auf mehr als 70 Euro pro Ticket – mehr als das Doppelte des heutigen Einheitssatzes von 29,40 Euro. Kurzstrecken bis 2000 Kilometer, vor allem innerhalb Europas, bleiben gleich teuer. Für mittlere Entfernungen wird eine neue Zwischenstufe eingeführt.

„Die Niederlande zeigen, dass das Verursacherprinzip auch im Luftverkehr umgesetzt werden kann. Deutschland entscheidet sich bewusst für den entgegengesetzten Weg und wälzt die Belastungen von Umwelt und Klima auf die Allgemeinheit ab. Die Kürzung der Luftverkehrssteuer ist eine krasse Fehlentscheidung, die nur die Rendite der Airlines sichern soll“, erklärt Werner Kindsmüller, Präsident der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF).

Angesichts des mit 8 Prozent hohen Anteils des Luftverkehrs an den klimaschädlichen Emissionen fordert die BVF einen grundlegenden Wechsel in der Luftverkehrspolitik.

„Die Bundesregierung muss den bisherigen Kurs ändern und auf eine nachhaltige und weniger klimaschädliche Politik einschwenken. Ein erster Schritt wäre, die Subventionen von heute 12 Mrd. € zu halbieren und bis 2030 zu streichen“, so Kindsmüller.

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