Appell an Verkehrsminister Wissing: Luftverkehr muss Beitrag zu Klimaschutz leisten – Vorstand der Bundesvereinigung gegen Fluglärm neu gewählt

Mit einem eindringlichen Appell an Bundesverkehrsminister Volker Wissing beendete der neu gewählte Präsident der Bundesvereinigung gegen Fluglärm e.V. (BVF), Werner Kindsmüller, die Mitgliederversammlung des Verbandes in Frankfurt am Main am 12. April 2024. „Statt taktischer Spielchen um nicht ernst gemeinte Fahrverbote für PKW sollte Verkehrsminister Wissing endlich die Privilegierung des Luftverkehrs in der Klimapolitik beenden.“

Konkret schlägt der Verband den Abbau der milliardenschweren und klimaschädlichen Subventionen des Luftverkehrs, den vollständigen Abbau aller Kurzstreckenflüge unter 600 km und die Reduzierung der Slots an den deutschen Verkehrsflughäfen bis 2030 um 20 Prozent vor. „Diese Maßnahmen wären ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz im Verkehrsbereich. Sie würden nur eine Minderheit treffen, da die große Mehrheit der Deutschen nicht, oder höchstens einmal im Jahr fliegt,“ erläutert Werner Kindsmüller.

Die Mitgliederversammlung wählte den bisherigen Vize-Präsidenten Werner Kindsmüller (Kaarst) als Nachfolger von Carl Ahlgrimm zum neuen Präsidenten. Helmar Pless (Essen) wurde als Vize-Präsident im Amt bestätigt. Als weitere Vizepräsidenten wurden Prof. Friedrich Thießen (Frankfurt) und Erwin Stufler (Mainz) gewählt. Das Amt der Schatzmeisterin bleibt bei Christine Jäckel (Bremen) und neuer Schriftführer ist Rainer Teschner-Steinhardt (Berlin).

Der erweiterte Vorstand besteht aus: Eckard Bock (Berlin), Wolfgang Born (Braunschweig), Dr.-Ing. Berthold Fuld (Bad Homburg), Ina Hauck (Frankfurt), Joy Hensel (Wiesbaden), Dr. Reinhard Kendlbacher (Freising), Mario Krüger (Dortmund), Prof. Oswald Rottmann (Freising), Wolfgang Schwämmlein (Mainz) und Michael Schwuchow (Blankenfelde-Mahlow).

Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm e.V. (BVF) ist die Dachorganisation der Kommunen und der Bürgerinitiativen an den deutschen Flughafenstandorten. Sie vertritt die Interessen der ca. 800.000 von Fluglärm Geschädigten.

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