Bundesvereinigung gegen Fluglärm stellt Vorstand neu auf – klare strategische Ausrichtung für mehr Gesundheitsschutz 

Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) hat auf ihrer Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main einen neuen Vorstand gewählt und damit die personellen Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Die Delegierten aus Kommunen, Bürgerinitiativen und Umweltverbänden bestätigten Werner Kindsmüller als Präsident der Bundesvereinigung. Zu Vizepräsidenten wurden Helmar Pless, Prof. Dr. Friedrich Thießen und Martin Mosel gewählt. Das Amt des Schatzmeisters übernimmt künftig Sebastian Bickel. Als Schriftführer wurde Rainer Teschner-Steinhardt bestätigt.

Präsident Werner Kindmüller auf der Mitgliederversammlung

Mit der Neuwahl verbindet die BVF eine klare strategische Ausrichtung. Im Mittelpunkt stehen der Schutz der Gesundheit der von Fluglärm betroffenen Menschen, die Begrenzung der Umwelt- und Klimafolgen des Luftverkehrs sowie die Stärkung von Bürgerrechten und Beteiligungsmöglichkeiten bei luftverkehrspolitischen Entscheidungen.

Die kommenden Jahre werden von grundlegenden politischen Weichenstellungen geprägt sein. Die Bundesregierung arbeitet an einer neuen Luftfahrtstrategie, gleichzeitig stehen Reformen des Luftverkehrsgesetzes sowie weitere Entscheidungen zu Fluglärm, Klimaschutz und Flughafenentwicklung auf der politischen Agenda. Die BVF wird diese Prozesse weiterhin kritisch und konstruktiv begleiten.

Aus Sicht der Bundesvereinigung reicht es nicht aus, den Luftverkehr allein unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten. Gesundheitsschutz, Lebensqualität, Umwelt- und Klimaverträglichkeit müssen gleichrangige Ziele einer modernen Luftverkehrspolitik sein. Fluglärm, Schadstoffbelastungen und nächtliche Flugbewegungen betreffen Millionen Menschen in Deutschland und dürfen bei politischen Entscheidungen nicht länger nachrangig behandelt werden.

Als anerkannte Umweltvereinigung vertritt die BVF seit fast sechs Jahrzehnten die Interessen der vom Luftverkehr betroffenen Menschen auf Bundes-, Landes- und europäischer Ebene. Zu ihren Aufgaben gehören die Mitarbeit in Fluglärmkommissionen, die Beteiligung an Gesetzgebungsverfahren, die fachliche Begleitung luftverkehrspolitischer Entwicklungen sowie die Information der Öffentlichkeit über die Auswirkungen des Luftverkehrs auf Gesundheit, Umwelt und Klima.  

„Wir stehen vor einer Phase grundlegender Weichenstellungen in der Luftverkehrspolitik“, erklärt Präsident Werner Kindsmüller. „Die anstehenden gesetzlichen und politischen Prozesse entscheiden darüber, ob der Schutz der Gesundheit der Betroffenen endlich den Stellenwert erhält, der ihm zusteht. Als Bundesvereinigung werden wir unsere fachliche Kompetenz gezielt einbringen und unsere Positionen klar und geschlossen vertreten. Es geht darum, die bestehenden Defizite im Fluglärmschutz nicht länger hinzunehmen, sondern konkrete Verbesserungen durchzusetzen – verlässlich, nachvollziehbar und im Interesse der betroffenen Bevölkerung.“ 

Die Mitgliederversammlung bekräftigte den Anspruch der Bundesvereinigung, auch künftig eine starke und unabhängige Stimme der vom Luftverkehr betroffenen Menschen zu sein und ihre Anliegen gegenüber Politik, Behörden und Luftverkehrswirtschaft wirksam zu vertreten.

Inhaltlich vertieft die BVF ihre Arbeit insbesondere im Bereich des Gesundheitsschutzes, bei der Reduktion von Schadstoffen sowie im Umgang mit neuen Luftverkehrsformen. Parallel wird die Organisation durch stärkere Vernetzung, Qualifizierung und Einbindung ihrer Mitglieder weiterentwickelt. 

Die vollständige Pressemitteilung der Bundesvereinigung gegen Fluglärm zur Neuwahl des Vorstands.

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