Die Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) hat in Frankfurt am Main ihren Vorstand neu gewählt und die strategische Ausrichtung für die kommenden Jahre festgelegt.
Zum Präsidenten wurde Werner Kindsmüller (Kaarst) mit hoher Zustimmung erneut gewählt. Als Vizepräsidenten bestätigte die Versammlung Helmar Pless (Essen) und Friedrich Thießen Frankfurt a. Main). Neu in das Präsidium gewählt wurde Martin Mosel aus Hamburg. Der Vorstand wird ergänzt durch Schatzmeister, Schriftführer sowie weitere Beisitzerinnen und Beisitzer.

Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm vertritt die Vereine, Kommunen und Bürgerinitiativen an Flughafenstandorten in Deutschland.
Mit der Wahl stellt die BVF die Weichen für eine handlungsfähige und sichtbare Interessenvertretung in einer zunehmend konfliktgeladenen luftverkehrspolitischen Debatte.
„Wir stehen vor einer Phase grundlegender Weichenstellungen in der Luftverkehrspolitik“, erklärt Präsident Werner Kindsmüller. „Die anstehenden gesetzlichen und politischen Prozesse entscheiden darüber, ob der Schutz der Gesundheit der Betroffenen endlich den Stellenwert erhält, der ihm zusteht. Als Bundesvereinigung werden wir unsere fachliche Kompetenz gezielt einbringen und unsere Positionen klar und geschlossen vertreten. Es geht darum, die bestehenden Defizite im Fluglärmschutz nicht länger hinzunehmen, sondern konkrete Verbesserungen durchzusetzen – verlässlich, nachvollziehbar und im Interesse der betroffenen Bevölkerung.“

Die BVF will ihre Rolle als bundesweite Interessenvertretung der durch Fluglärm betroffenen Menschen weiter stärken und politisch klarer positionieren. Im Mittelpunkt steht die Verbesserung des gesetzlichen Schutzniveaus sowie die aktive Begleitung anstehender Gesetzgebungs- und Regulierungsprozesse auf nationaler und europäischer Ebene.
Zugleich soll die öffentliche Sichtbarkeit erhöht werden. Bestehende Kampagnenansätze werden weiterentwickelt, um zentrale Anliegen gebündelt und adressatengerecht zu kommunizieren. Themen wie Verkehrssteuerung, verlässliche Ruhezeiten und eine verursachergerechte Ausgestaltung des Luftverkehrs rücken dabei stärker in den Fokus.
Inhaltlich vertieft die BVF ihre Arbeit insbesondere im Bereich des Gesundheitsschutzes, bei der Reduktion von Schadstoffen sowie im Umgang mit neuen Luftverkehrsformen. Parallel wird die Organisation durch stärkere Vernetzung, Qualifizierung und Einbindung ihrer Mitglieder weiterentwickelt.
