Absenkung der Luftverkehrsteuer stoppen, Mittel für sozialen Zusammenhalt sowie Hochlauf Klimaneutralen Kerosins nutzen

Verbände fordern Stopp der Senkung der Luftverkehrsteuer
BVF, Germanwatch und VCD kritisieren negative Folgen einer teuren Subvention

Berlin (30. März 2026). In einem Offenen Brief an Bundeskanzler Merz, Finanzminister Klingbeil und die Spitzen der Regierungsfraktionen fordern die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF), Germanwatch und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) den Stopp der von der Regierung geplanten Senkung der Luftverkehrsteuer. Diese soll am Mittwoch vom Kabinett verabschiedet werden. Die drei Verbände kritisieren vor allem, dass die Maßnahme den Haushalt in angespannter Lage noch stärker belaste – nach Medienberichten war auch die Gegenfinanzierung zumindest bis Ende letzter Woche noch völlig unklar. Zudem sei sie ungerecht, da gut zwei Drittel der Deutschen gar nicht oder kaum fliegen – das Steuergeschenk verringere aber die Möglichkeit von Entlastungen für alle Bürger:innen, beispielsweise über die bisher nicht umgesetzte Senkung der Stromsteuer. Überdies würde mit der geplanten Senkung die Privilegierung des mit Abstand klimaschädlichsten Verkehrsträgers noch weiter gestärkt.

Die Verbände fordern stattdessen eine zukunftsorientierte Luftverkehrspolitik, die auf tragfähige Finanzierungsinstrumente für den Hochlauf klimaneutraler Treibstoffe setzt.

Brief an Bundeskanzler Merz

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