Luftverkehrsteuer sinkt: BVF kritisiert Kniefall vor der Luftfahrtlobby

Werner Kindsmüller: „Umwelt- und Klimaschutz werden geopfert – ohne erkennbaren Nutzen.“

Frankfurt am Main, 30. Juni 2026 – Mit der zum 1. Juli in Kraft tretenden Senkung der Luftverkehrsteuer setzen Bundesregierung und Bundestag nach Auffassung der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) ein fatales Signal. Statt das Verursacherprinzip im Luftverkehr zu stärken, werden ein wichtiges klimapolitisches Lenkungsinstrument geschwächt und erhebliche Steuereinnahmen aufgegeben. Äußerungen aus der Branche bestätigen die Befürchtung, dass die Steuerentlastung nicht bei den Flugreisenden ankommen. Für die BVF bestätigt sich damit der Eindruck, dass die Bundesregierung offenkundig noch Geld hat, für ein unsinniges Geschenk an die Airlines.

Werner Kindsmüller, Präsident der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF):

„Ab dem 1. Juli gilt die abgesenkte Luftverkehrsteuer. Die Bundesregierung verzichtet auf bis zu 355 Millionen Euro Steuereinnahmen jährlich und schwächt gleichzeitig ein wichtiges Lenkungsinstrument für mehr Klima- und Umweltschutz. Das ist ein Geschenk an eine Branche, die bereits heute erhebliche steuerliche Privilegien genießt. Besonders entlarvend ist, dass die Luftfahrtverbände die Steuersenkung schon vor ihrem Inkrafttreten als unzureichend bezeichnen und weitere Subventionen verlangen. Das zeigt: Es ging nie um die versprochene Entlastung der Reisenden, sondern um immer neue Vergünstigungen für die Luftverkehrswirtschaft. Die Bundesregierung ist der Luftfahrtlobby auf den Leim gegangen. Geschwächt werden das Verursacherprinzip, der Klima- und Gesundheitsschutz – ohne dass ein erkennbarer Nutzen für die Allgemeinheit nachgewiesen ist.“

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