Geschichte des Widerstandes gegen den Fluglärm

 1963 bis 1971       1976 bis 1981      1987 bis 1991       1996      2005  
         


Schon kurz nach der Inbetriebnahme des Flugplatzes Wittmundhafen wurden im Umfeld Beschwerden über die Lärmbelästigung laut. Zur Durchsetzung ihrer Interessen schlossen sich die Bürger zusammen.

1963 bis 1971

Die Aktionsgemeinschaft gegen Düsenjägerlärm Ardorf/Middels
(Zahnarzt Rose, Ardorf - Molkereidirektor Knippert, Ardorf – Rektor Schöne, Middels)

Die Aktionsgemeinschaft erreicht einige Zugeständnisse des Verteidigungsministeriums:

16.09.71 Anläßlich einer gut besuchten öffentlichen Ratssitzung in der Schule Middels wird deutlich, dass der Lärm weiterhin unerträglich und die Gefährdung durch den Flugbetrieb beängstigend ist.

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1976 bis 1981

Die Aktionsgemeinschaft Lärmschutz Middels (Harm Rahmann / Gerhard Bünting) wird in Sachen Lärmschutz tätig.

  Bis 1981 werden die meisten Fenster von Wohngebäuden – allerdings nur in der Lärmschutzzone I – auf Kosten des Bundes ausgetauscht.

  Die Wohnhäuser außerhalb der Lärmschutzzone I bleiben ungeschützt, auch wenn sie nur wenige Meter jenseits der theoretisch ermittelten Grenzlinie liegen. Benachbarte Gebäude werden somit ungleich behandelt, was zu einer starken Verärgerung in der Bevölkerung geführt hat.

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1987 bis 1991

Es wird bekannt, dass der Flugplatz Wittmundhafen für die COB-Forces der USA ausgebaut und um 124 bis 220 ha erweitert werden soll. Anwohner der Ortschaften Ardorf und Middels fürchten vermehrten Fluglärm und ein Heranrücken des Flugplatzes an die Ortschaften. Eine Bürgerinitiative gegen Fluglärm und Flugplatzausbau wird gegründet. Es finden monatlich 2 Versammlungen statt. Kontakte zu Politikern und Fachleuten werden aufgenommen und Informationsveranstaltungen, Demonstrationen und Aktionen organisiert.

Am 4.06.1989 findet eine Demo mit Baumpflanzaktion auf dem geplanten Erweiterungsgelände statt. Fesselballons in 30 bis 100 m Höhe in Middels und Ardorf und in ganz Ostfriesland unterstützen die Aktion.

Die Gesellschaft „Osterfeld“ wird zum Zwecke des Landerwerbs von Gegnern des Flugplatzausbaues gegründet, sie kauft am 15.03.1990 einen Acker von 1,8 ha, der 225 m tief in die Ausbaufläche hineinragt. Die Ausbauplanung verzögert sich.

1991 wird angesichts der neuen politischen Gesamtlage der Ausbauplan aufgegeben. Die BI beendet ihre Aktivitäten. Die Osterfeldgesellschaft besteht bis heute.

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1996

Neugründung der Bürgerinitiative gegen Fluglärm Middels als Nachfolgerin der seit 1963 tätigen Aktionsgemeinschaft gegen Düsenlärm Ardorf/Middels.
Anerkennung der Gemeinnützigkeit. 

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2005

Inzwischen kommen die mehr als 300 Mitglieder aus allen Teilen Ost-Frieslands, überwiegend aber aus den Landkreisen Aurich und Wittmund. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, wurde die Bürgerinitiative 2005 umbenannt in Bürgerinitiative gegen Fluglärm Aurich - Wittmund.

 

 

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