Unsere Leitlinien zum Schutz von Umwelt und Gesundheit

Hallo Deutschland!

BIGUM setzt bei seinen Aktivitäten Prioritäten.

Unsere Aufgabenliste:

Schutz von Umwelt und Gesundheit

Der Schutz unserer Umwelt, und dies schließt den Schutz der Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze ein, soll für uns absolute Prorität haben!

Der Schutz der Gesundheit soll in jedem Fall vorrangig vor „wirtschaftlichen Interessen“ und dem Schutz von Arbeitsplätzen stehen, soweit die Verfolgung wirtschaftlicher Interessen und der Erhalt von Arbeitsplätzen zulasten der Gesundheit von Umwelt und Bürgern geschieht.

Das aktuelle Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart zur Luftbelastung mit pathogenen Immissionen könnte mit seiner Gesundheits-Priorität hier Leitlinien gesetzt haben.

Gesundheitsgefahr Nachtfluglärm
Flugzeug im Nachtflug-Start
Bild: 99px.ru

Bis 2019 dürfen in Langenhagen rund um die Uhr Flugzeuge starten und landen. Ein Nachtflugverbot gilt für einige besonders laute Flugzeugtypen. Die Genehmigung ist, wie Birthe Vogt vom Wirtschaftsministerium in Hannover bereits im Jahr 2013 auf einem Bürgerforum betonte, eine rechtliche und keine politische Entscheidung. „Gesetzeswidrig sind Überschreitungen nur, wenn sie bemessen auf den Durchschnittswert der sechs verkehrsreichsten Monate öfter als sechsmal pro Nacht erfolgen. Dies sei in Langenhagen nicht der Fall. Ob das dieser Rechnung zugrunde liegende „Jansen-Kriterium“ noch Stand der Wissenschaft sei, müsse an anderer Stelle geklärt werden.“

In mehreren Verwaltungsgerichtsverfahren wurde die Betriebsgenehmigung für den Flughafen Hannover-Langenhagen mit der gutachterlich bestätigten fehlenden Gesundheitsgefährdung entsprechend dem sogenannten „Janssen-Kriterium“ bestätigt. BIGUM hat nach persönlicher Rücksprache mit dem Gutachter Janssen eine Fehlinterpretation seines Gutachtens durch die handelnden Verwaltungsgerichte durch teilweisen Falschvortrag des Gutachteninhalts der Beklagten Hannover-Flughafen-Gesellschaft und Niedersächsisches Wirtschaftsministerium festgestellt. Die Gutachten-Materie ist sehr komplex und für Laien unverständlich; es werden ungezählte mathematische Formeln zur Berechnung von durchschnittlichen Fluglärmereignissen angeführt um hieraus widerum eine mögliche Gesundheitsgefährdung zu bestätigen oder zu verneinen. Viele von Bürgern angestrengte Verfahren sind an schwierigen Verwaltungsgerichtsverfahren gescheitert oder wurden wegen Mängeln in Darlegung oder Begründung beispielsweise in der Revision abgelehnt.

Es würden also nur Juristen mit fundierten Kenntnissen im Verwaltungsrecht und der Fluglärmmaterie eine Option für die Bürger sein, die erteilte Betriebsgenehmigung wegen falscher Voraussetzungen im Genehmigungsverfahren für nichtig zu erklären. Dazu bedarf es jedoch erheblicher finanzieller Mittel, die zunächst von den gesundheitsgefährdeten Bürgern durch Beiträge oder Spenden selbst aufzubringen wären, um die benötigten juristischen Fachleute zu aquirieren!

Unterstützen sie BIGUM heute durch ihren finanziellen Beitrag: als Mitglied oder mit einer Spende!

Ein Nachtflugverbot von 22:00Uhr abends bis 06:00Uhr morgens zwecks Gesundheitsschutz  aller Bürger ist sowohl Ziel von BIGUM als auch der ReHaLärm – Region Hannover Arbeitsgruppe pathogener Lärm.

Verkehrslärm
Straße vollgestopft mit Autoverkehr
Bild: Umweltbundesamt – photoinsel / Fotolia.com

Neben dem Fluglärm sind viele Bürger auch durch Straßenverkehrslärm oder Schienenlärm erheblich in ihrer Gesundheit gefährdet.

Zu viel Schall – in Stärke und Dauer – kann nachhaltige gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Schäden hervorrufen. Schall wirkt auf den gesamten Organismus, indem er körperliche Stressreaktionen auslöst. Dies kann schon bei niedrigeren, nicht-gehörschädigenden Schallpegeln geschehen, zum Beispiel bei Verkehrslärm.

Zu den möglichen Langzeitfolgen chronischer Lärmbelastung gehören neben den Gehörschäden auch Änderungen bei biologischen Risikofaktoren (z. B. Blutfette, Blutzucker, Gerinnungsfaktoren). Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie arteriosklerotische Veränderungen („Arterienverkalkung”), Bluthochdruck und bestimmte Herzkrankheiten, einschließlich Herzinfarkt, können durch Lärm verursacht werden.

Lärm beeinträchtigt auch den Schlaf. Dies äußert sich in einer veränderten Schlafstruktur, vermehrten Aufwachreaktionen sowie einer stärkeren Ausscheidung von Stresshormonen und erhöhten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Weitere Informationen zum Thema des Bundesumweltamts finden sie hier.

Oft wird von den Kommunen eine Lärmbelastung angezweifelt. Hier hilft BIGUM mit einem selbst finanzierten Lärm-Messtellennetz in der Region Hannover und schafft damit belegbare Fakten mit den erhobenen Messwerten und die fundierte Basis für Gespräche mit Verwaltung und Politik. Die gemessenen Werte werden zeitnah im Internet für alle Bürger veröffentlicht.

Die Verkehrsplanung kann dem Verkehrslärm entgegenwirken.

Luftschadstoffe

Besonders im Hinblick auf den wachsenden Autoverkehr und dessen damit zunehmenden giftigen Immissionen aus Verbrennungsmotoren wie Feinstaub und verschiedene Giftgase ist der Gesetzgeber auf europäischer und auf nationaler Ebene bereits tätig geworden und hat Grenzwerte für bestimmte Immissionen bestimmt. Das Umweltbundesamt gibt uns auf seiner Site hierzu viele spezifische Informationen.

Luftschadstoffe verschmutzen die Luft nicht nur in ihrem Ursprungsland. Einige Luftverunreinigungen werden in der Atmosphäre über hunderte oder tausende Kilometer, manche sogar rund um den Globus transportiert. Die Verschutzung der polaren Gletscher durch Feinstaub der Industrienationen ist eine der Ursachen für deren rasantes Abschmelzen und der bereits eingetretenen Klimakatastrophe; wie es auch der anerkannte Naturfotograf und Wissenschaftler James Balog in seiner Oscar-nominierten Dokumentation Chasing Ice dokumentiert hat.

BIGUM-Messstationen für Luftschadstoffe
Die BIGUM-Mitgliederversammlung 2016 beschloss die Erweiterung des eigenen Lärm-Messstellennetzes um Messstellen für Luftschadstoffe. Geeignete Geräte werden derzeit konzeptioniert.
Feinstaub
Ein besonderes Problem hierbei scheint der Feinstaub zu sein, der überdies in verschiedenen Größen vorliegt. Die Gesundheitsrisiken sind erheblich. Ultrakleine Feinstäube mit Partikeln im Nano-Bereich können von körpereigenen Organen nicht abgehalten werden; diese dringen bis in das Lungengewebe und sogar in den Blutkreislauf ein. Diese gesundheitsgefährdenden Nano-Feinstäube werden auch von Strahlflugzeugen immitiert.
Feinstaub-Emittenten gemäß Bundesumweltamt

Feinstaub wird vor allem durch menschliches Handeln erzeugt: Primärer Feinstaub entsteht durch Emissionen aus Kraftfahrzeugen, Kraft- und Fernheizwerken, Öfen und Heizungen in Wohnhäusern, bei der Metall- und Stahlerzeugung oder auch beim Umschlagen von Schüttgütern. Er kann aber auch natürlichen Ursprungs sein (beispielsweise als Folge von Bodenerosion). In Ballungsgebieten ist der Straßenverkehr die dominierende Staubquelle. Dabei gelangt Feinstaub nicht nur aus Motoren – vorrangig aus Dieselmotoren – in die Luft, sondern auch durch Bremsen- und Reifenabrieb sowie durch die Aufwirbelung des Staubes von der Straßenoberfläche. Eine weitere wichtige Quelle ist die Landwirtschaft: Die Emissionen gasförmiger Vorläuferstoffe, insbesondere die Ammoniakemissionen aus der Tierhaltung, tragen zur sekundären Feinstaubbildung bei.

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