Isernhagen: Anwohner planen Initiative gegen Fluglärm

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Die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet am 1. August 2017 aus unserer Nachbarschaftsgemeinde Isernhagen wie folgt:

von Antje Bismark

Bild von Antje Bismark: Karl-Heinz (links) und Doris Figiel sowie Günther Kapahnke
Eine neue Bürgerinitiative gegen Fluglärm wollen Karl-Heinz (links) und Doris Figiel sowie Günther Kapahnke gründen.

1000 Unterschriften wollen die Altwarmbüchener Doris und Karl-Heinz Figiel sowie Günther Kapahnke aus Isernhagen N.B. sammeln – und damit erreichen, dass sich Rat und Verwaltung für neue Flugrouten einsetzen. Dazu planen sie auch die Gründung einer Bürgerinitiative gegen Fluglärm.

„Wir leben seit 1982 in Altwarmbüchen“, sagt Doris Figiel, doch die jetzige Situation habe sie noch nie erlebt. „Seit etwa neun Monaten beeinträchtigen die Flugzeuge unser Leben massiv.“ Ihr Mann führt die deutliche Zunahme des Fluglärms darauf zurück, dass die Piloten jetzt neue Routen nutzten. Früher seien diese weiter nördlich verlaufen, nun sei Altwarmbüchen betroffen. Vor allem die Starts der Maschinen seien nun sehr stark zu hören. „Das geht mitunter schon kurz nach Mitternacht los und dauert den ganzen Tag an“, sagt Karl-Heinz Figiel.

Nach der jüngsten Kritik des Grünen-Politikers Siegfried Lemke plant das Ehepaar nun mit anderen Isernhagenern, eine Bürgerinitiative (BI) gegen Fluglärm zu gründen. Zu den Akteuren gehört auch Günther Kapahnke, der zudem auf den wachsenden Straßenlärm hinweist: „Bei uns in Isernhagen N.B. ist ein Kreisel geplant, das wird die Situation noch verschärfen.“

Gegen die Lärmbelastung will sich die Gruppe nun wehren, hat deshalb bereits ein Gespräch mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Rainer Fredermann und Bürgermeister Arpad Bogya geführt. „Wir wollen uns für die Menschen in allen Ortsteilen Isernhagens einsetzen und hoffen, dass viele von ihnen sich uns anschließen“, sagt Doris Figiel. Nach den Gesprächen steht zumindest das erste Ziel fest: Möglichst viele Unterstützerunterschriften sollen her, damit die Gemeinde Isernhagen über neue Flugrouten verhandelt. Mit dem Sammeln beginnt die Initiative noch in dieser Woche.

Parallel dazu wollen Figiels und Kapahnke die Protokolle der Fluglärmkommission einsehen. Sie setzen zudem auf Aktive, die im Bereich der Tonkuhle in Altwarmbüchen eine private Messstation installieren wollen. Es gehe auch darum, die Frage zu klären, ob die zulässigen Lärmwerte in neuen Baugebieten wie der Wietzeaue überschritten werden. „Dann muss sich die Gemeinde fragen lassen, weshalb sie solches Bauland ausgewiesen hat“, sagt Karl-Heinz Figiel. Nicht alle Isernhagener teilen die Einschätzung von Figiels und Kapahnke: Bei der rollenden HAZ-Redaktion in der vergangenen Woche meldete sich auch Siegfried Wischmann aus Altwarmbüchen, der keine Belastung durch Fluglärm feststellen kann.

Interessierte erreichen die BI-Gründer per E-Mail an gkapahnke@t-online.de oder Figiels unter Telefon (0511) 619385.

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