NOTGEMEINSCHAFT DER FLUGHAFEN-ANLIEGER HAMBURG E.V.
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Steigt oder sinkt der Fluglärm?

Steigt oder sinkt der Fluglärm in Hamburg ?

Gerne behaupten die Anhänger des innerstädtischen Flughafens und seines Fluglärms, daß die Flugzeuge leiser würden und der Fluglärm abnehme. Dagegen stellen die Anwohner fest, daß die Störungen durch Fluglärm zunehmen.Wie sind die Fakten?

Wir haben Ihnen die offiziellen Dauerschallpegel für einige Hamburger und Holsteiner Wohngebiete zusammengestellt (Quelle: Fluglärnmschutzberichte 1997/8, Umweltbehörde, Bürgerschafts-Drs. 16/4112 - Anfrage des Abg. Hesse):

Meßstelle/Jahr 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 Veränderung 92/99
dB(A)
Langenhorn / Kortenkamp (7) 64,3 63,4 65,9 65,1 66,0 65,3 65,8 65,4 +1,1
Norderstedt
Grundschule Harkshörn (2)
50,8 50,9 53,1 52,5 53,3 52,4 51,8 53,1 +2,3
Quickborn Schule (3) 57,7 57,3 56,6 55,8 54,9 56,2 56,8 55,1 -2,6
Groß Borstel (Altenheim) (12) 61,4 60,8 61,6 61,2 61,0 59,8 59,6 59,3 -2,1
Poppenbüttel 56,5 57,0 56,0 56,0 56,4 57,3 58,0 +1,5
(93/99)

Die Behauptung, der Flughafen sei generell leiser geworden, ist also falsch. Insbesondere in den Wohngebieten ist die Belastung nachweislich gestiegen.

Tatsache ist, daß es Lärmreduzierungen durch neue Triebwerkstechnik gegeben hat. Aber diese treten praktisch nur beim Start auf. Das besondere Problem in Hamburg ist, daß alle Landewege im Tiefflug von teilweise weniger als 100 Metern über dicht besiedelte Wohngebiete führen. Im Verlauf der letzten 50 Jahre ist der Flughafen zudem immer stärker an die bestehenden Wohngebiete herangerückt.

Generell gilt, daß

Ein Problem ist zudem, daß für den Anflug auf Hamburg fast ausschließlich relativ lautes Fluggerät verwendet wird, das in den dicht besiedelten Einflugschneisen regelmäßig die zulässigen Spitzenschallpegel überschreitet. Die Daten sind der Broschüre "Luftfahrt und Umwelt" der ADV (Arbeitsgemeinschaft deutscher Verkehrsflughäfen) entnommen (umgerechnet von EPNdB in dB(A). Vergleichsmaßstab ist der lärmmedizinisch i.V. mit § 29b Luftverkehrsgesetz zulässige Spitzenschall ab 19:00 Uhr von 60 dB(A)).

Fluggerät Startpegel (dB(A)) Landepegel (dB(A)) Überschreitung bei Start um dB(A) Überschreitung bei Landung um dB(A) geeignet für Hamburg-Fuhlsbüttel?
Düsenantrieb
B 747-400 86 90,3 26 30,3 nein
B 777-200 80,3 86,4 20,3 26,3 nein
B 757-500 71,8 85,0 11,8 25,0 nein
B 737-500 71 84 11 24 nein
A 310-300 78,5 85,6 18,5 25,6 nein
A 321-100 72,4 82,4 12,4 22,4 nein
AVRO JR 85 71,3 84,3 11,3 24,3 nein
Fokker 100 70,4 80,1 10,4 20,1 nein
Canadair RJ 65,6 79,1 5,6 19,1 nein
Turboprop
ATR 42-300 69,6 83,8 9,6 23,8 nein
Boeing Dash 8-300 72,0 85,7 12,0 25,7 nein
Fokker 50 68,0 83,8 8,0 23,8 nein
Saab 2000 63,1 74,9 3,1 14,9 nein

Anmerkungen:

Startpegel: 6.500 Meter vom Startrollpunkt
Landepegel: 2.000 Meter von der Landebahnschwelle, 120 Meter hoch
Beide Bezugspunkte sind so weit vom Flughafen entfernt, daß in Hamburg allein in einer Richtung über 4.000 Menschen näher an der Landebahn wohnen und erheblich mehr Lärm ertragen müssen.

Es gibt also derzeit kein Fluggerät, das für Landeanflug auf Hamburg Fuhlsbüttel oder den Start ab 19:00 Uhr geeignet wäre. In der Zeit vor 19:00 Uhr sind die Saab 2000 und der Canadair Regionaljet bedingt geeignet, soweit die Häufigkeit der Flüge sich - insbesondere zum Schutz der zahlreichen Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten und Altersheime in engen Grenzen hält.


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