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RZ-KOMMENTAR: Nicht ganz so lässig, Herr Köbler!

Der Flughafen Hahn ist nun wirklich kein Thema, das die CDU-Opposition im Landtag nicht auf die Tagesordnung setzen darf. Der Hunsrück-Fliegerhorst kämpft gegen die Pleite an. Die Landesregierung versucht fieberhaft, ihn finanziell zu entlasten.

Die EU-Wettbewerbsbehörde prüft, ob illegale Subventionen vorliegen. Nimmt das Unternehmen Flughafen Schaden, sind 3000 Arbeitsplätze direkt und mehr als 10 000 indirekt gefährdet. Da kann eine Opposition schon mal unruhig werden und mit ihr viele Bürger.

Doch vor allem Grünen-Fraktionschef Daniel Köbler erweckte im Parlament den Eindruck, als wäre die Debatte eine überflüssige Inszenierung der CDU-Opposition. Seine Rede trug er mit fast schon aufreizender Lässigkeit vor. Dabei haben die Grünen ihre eigene Hahn-Baustelle. Den so wichtigen Nachtflug sehen sie noch immer skeptisch. Und man wird den Eindruck nicht los, dass sie die finanzielle Rettung des Flughafens eher halbherzig betreiben.

Natürlich stinkt es den Grünen, wie wenig zukunftsfest die SPD ihr Renommierprojekt aufgestellt hat. Das soll nun Innenminister Roger Lewentz richten. Doch der braucht erst Klarheit aus Brüssel. Am Hahn bleibt die Lage also angespannt. Diese Entwicklung dürfte die Opposition noch öfter zum Thema machen. Womit? Mit Recht!

(Rhein-Zeitung vom 15.12.2012)