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Absturz der Passagierzahlen am Flughafen Frankfurt-Hahn im August 2016 - Negativtrend setzt sich stetig fort

Rückgang der Passagiere um 8,14 Prozent im August

Im August 2016 sind am Flughafen Frankfurt-Hahn die Passagierzahlen gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um mehr als 8 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Passagiere sank um 23.759 von 291.928 auf 268.169.


Rückgang im Lokalaufkommen von 9,79 Prozent im August

Beim Lokalaufkommen - Passagiere von Ryanair, Wizzair und Sunexpress - war der Rückgang der Passagierzahlen noch gravierender. Hier sank das Aufkommen sogar um fast 10 Prozent (9,79%). Die Passagierzahl in diesem Segment sank um 28.087.


Truppentransporte steigen um 87,26 Prozent im August

Nur bei den amerikanischen Truppentransporten hat der Flughafen Frankfurt-Hahn auch im August wieder deutlich zugelegt. Die Zahl der zwischengelandeten Gis stieg um 87,26% bzw. 4.328

Komplette Auswertung mit Diagrammen

Prognose der BI eingetroffen

In unserem Newsletter vom 28.06.2016 haben wir nachfolgende Prognose abgegeben:

"Aufgrund der laufenden Entwicklung gehen wir davon aus, dass sich spätestens im August die Anzahl der Gesamtpassagiere auf Jahresbasis ins Negative drehen wird."

Diese Prognose ist genauso eingetroffen. Im Stand vom 31.08.2016 ist die Gesamtzahl der Passagiere im Kalenderjahr 2016 erstmals, wenn auch nur geringfügig (201 Passagiere, 0,01%), gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ins Negative übergegangen.


Ausblick auf das Restjahr

Der seit April 2016 bei den Passagierzahlen festzustellende Trend ins Negative wird sich nach unserer Einschätzung mit höchster Wahrscheinlichkeit bis zum Jahresende fortsetzen.

Die Rückgänge bei den Passagierzahlen von Ryanair aufgrund deren Reduzierung des Flugangebotes wegen Streckenstreichungen werden im Lokalaufkommen weiterhin mit wahrscheinlichen monatlichen Rückgängen um die 10% zu Buche schlagen.

Diese Abnahmen könnten sich bei Fortsetzung des Trends bis Jahresende auf ca. 100.000 Passagiere beim Lokalaufkommen summieren, wobei die Einbußen wegen der Streckenstreichungen infolge der zum Winterflugplan ab Luxemburg angebotenen Flüge von Ryanair nach London-Stansted und Porto noch stärker ausfallen könnten.

Für einen gewissen Ausgleich werden sicherlich starke Zuwächse bei den Truppentransporten des US-Militärs sorgen. Die Kriegsgewinnler auf dem Hahn und bei den Eigentümern können hier nach unserer Einschätzung auf ein Plus von bis zu 20.000 Soldaten hoffen.

Umsatzeinbußen
Der Passagierrückgang im Lokalaufkommen dürfte die Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH umsatzmäßig jedoch deutlich mehr treffen, als es die Gesamtpassagierzahl vermuten läßt. Weniger lokales Aufkommen bedeutet neben weniger Erlöse beim Passagierentgelt auch weniger Einnahmen bei den Parkgebühren und weniger Umsatzabgaben der Einzelhändler. Hingegen fällt bei den gegenzurechnenden Steigerungen bei den Transitpassagieren lediglich Passagierentgelt an.


Von der Realität überholt: "Im Moment geht es aber darum zu halten, was wir haben, und dann vielleicht wieder zu wachsen mit neuen Zielen"

Dieses von Hahn-Geschäftsführer Markus Bunk noch vor kurzem in einem Interview genannte Ziel für die Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH dürfte angesichts der tatsächlichen Entwicklung und den Erfahrungen in der Vergangenheit ein Wunschtraum bleiben.




(Newsletter der BI Nachtflughafen Hahn vom )