Schutzgemeinschaft Fluglärm
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Neue SGF-Website www.sgf-do-un.de
mit Infos seit 2006 online seit dem 07.05.2006.

Diese Website bleibt vorerst als
Archiv für die Infos von 1998 - 2005
bestehen.

Die unendliche Geschichte
vom Verkehrslandeplatz Dortmund-Wickede

oder auf „gut polemisch"  

Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?  

   1926   1936   ...
   60-er   1968   1969    1971    1974
   1983    1986    1988    1989
   1990    1991    1993    1995    1996    1997
  ...    2000    2001


1926


Die Flughafen Dortmund GmbH wird gegründet.

1936 Das Militär übernimmt die Anlage.
60-er Jahre

Auf einer Graspiste am südöstlichen Stadtrand Dortmunds, unweit der Unnaer Stadt- und Holzwickeder Gemeindegrenze entsteht auf Betreiben zweier Geschäftsleute ein kleiner Platz für Sportflieger.

Der Platz liegt inmitten alter und neuer Wohnbebauung. Die Entfernung zu den einzelnen Siedlungsteilen beträgt zwischen 200 m und 3 km.

Der Betrieb weitet sich aus.

Einzelne Bürger aus den benachbarten Wohnhäusern melden Protest an, sie fürchten eine Kommerzialisierung und Ausweitung des Betriebes.  

1968

Diese Bürger gründen die Bürgerinitiative "Schutzgemeinschaft Fluglärm".  

1969

Die Stadt Dortmund beantragt beim Regierungspräsidenten den Ausbau des Landeplatzes Dortmund mit einer 850 Meter Start- und Landebahn.

1971

Die Flughafen Dortmund GmbH, eine 100% Tochter der Stadt Dortmund, übernimmt das Gelände.

Die Bürgerinitiative befürchtet die Entwicklung zum Großflughafen, prognostiziert den Einsatz von Düsenmaschinen. Betreiber und Politiker dementieren.  

1974

Der Platz erhält seine erste betonierte Start- und Landebahn von 650 m Länge, zugelassen für Flugzeuge bis 3 t.  

1975

Der Regierungspräsidenten genehmigt den im Jahr 1969 beantragten Ausbau des Landeplatzes Dortmund mit einer 850 Meter Start- und Landebahn.  


1983


Eine zweite Start- und Landebahn wird in Betrieb genommen, 850 m lang, an beiden Enden zusätzlich mit je 100 m "Sicherheitsstreifen" versehen („Startbahn Ruhrgebiet").

Zugelassen sind Propellermaschinen bis 5,7 t. Eine Düsenmaschine verkehrt mit Sondergenehmigung im Touristikverkehr.

Der Metroliner, 5,7 t schwer mit bis zu 18 Sitzen, übernimmt den linienähnlichen Bedarfsverkehr. Ursprünglich als Frachtflugzeug konzipiert, wird er für diese Art Luftverkehr mit Genehmigung des Luftfahrtbundesamtes speziell für den Einsatz an Verkehrslandeplätzen und Regionalflughäfen eingesetzt.

Die 850 m lange Startbahn in Wickede reicht für diese Maschine nicht aus - kurzerhand wird der "Sicherheitsstreifen" von 100 m für den Startvorgang genehmigt.

Bürgerproteste werden immer lauter, Widersprüche und Klagen eingereicht. Die bei den Gerichten anhängenden Klagen werden verschleppt (Salami-Taktik). Bis sie entschieden werden, ist die nächste Ausbaustufe längst in Vorbereitung oder verwirklicht.  

1986

Verwaltungsvorlage an Rat der Stadt Dortmund:

  • Aufhebung 5,7 t
  • Beschränkung Betriebszeiten 7:00 - 21:30 Uhr.

In diesem Jahr wird der Schritt in die "Regionalflughafen"-Zukunft getan. Die in diesem Jahr ablaufende Betriebsgenehmigung (aus 1976) wird unbeschränkt verlängert.

Zugelassen sind Propellermaschinen bis 30 t und Düsenjets bis 20 t. Die Start-Landebahn mißt nun 1050 m, an jedem Ende schließen sich, mit gleicher Tragfähigkeit wie die Star- und Landebahnen, je eine 200 m lange "Stoppbahn" (für den Fall des Startabbruchs einer Maschine) an.

Regelmäßige Linienverbindungen werden eingerichtet. Anlieger erreichen vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen die "Aussetzung der Vollziehung" für den Weiterausbau des Flugplatzes.

  • 10.06.1986

Bezirksvertretung (BV) Aplerbeck lehnt die Verwaltungsvorlage an den Rat der Stadt Dortmund ab  

1988  
  • 22.09.1988

Grundsatzerklärung des Rates der Stadt Dortmund

  • Betriebszeiten von 7:00 - 21:30 Uhr
  • Lärmschutz
  • Routen einhalten
  • Landebahn 1050 m
  • Einschränkung Hobbyflüge
  • Wickede kein Regionalflughafen
  • 29.11.1988

SPD-Veranstaltung im Landeskrankenhaus zu Aplerbeck:

Oberbürgermeister Günter Samtlebe und SPD-Fraktionsvorsitzender Horst Zeidler sagen den Bürgern zu, daß es keinen weiteren Ausbau des Flugplatzes gibt.  

1989  
  • 16.03.1989

Ratsbeschluß:

Der Rat wendet sich ausdrücklich gegen die Ausdehnung der regulären Betriebszeiten für Linienflüge. Die im Aufsichtsrat der Flughafen Dortmund GmbH vertretenen Mitglieder setzen sich für die Beibehaltung der Betriebszeiten auf der Grundlage der vom Rat beschlossenen Beschränkungen ein. Danach sollen lediglich außergewöhnliche Anlässe zu Ausnahmeflügen in der Zeit von 6:00 - 7:00 Uhr oder von 21:30 - 22:00 Uhr führen.

  • 13.06.1989

BV Aplerbeck fordert den Rat auf, den Beschluß vom 22.09.1988 einzuhalten  


1990

  • 01.02.1990

Der Rat beschließt ein Gutachten zum Zusammenschluß von Stadtwerken und Flughafen erstellen zu lassen. Er will umfassende Kontrollen behalten.

  • 15.08.1990

Regierungserklärung von Johannes Rau (Ministerpräsident NRW):

Wir brauchen eine ökologische Verkehrspolitik, weil wir die Luftbelastung stärker senken müssen.  

1991  
  • 28.11.1991

Rat beschließt, den Verkehrslandeplatz mit 74% an die Stadtwerke zu veräußern  

1993  
  • 19.03.1993

Aufsichtsrat Flughafen beschließt Ausbau (8 Punkte)

Rat beschließt mit 13 Gegenstimmen den Ausbau der Start- und Landebahn auf 2000 m

  • 23.07.1993

Flughafen GmbH stellt Antrag auf Planfeststellung zum Ausbau auf 2000 m  

  • Juli 1993
Rat beschließt Betriebszeiten des Flughafens von 6 bis 22 Uhr
1995  
  • 08.12.1995

Aufsichtsrat Flughafen beschließt im Wege eines "Plangenehmigungsverfahrens" Start- und Landebahn auf 1450 m unter Einbeziehung der Startabbruchstrecken zu verlängern  

1996  
  • 12.04.1996

Flughafen GmbH beantragt Erweiterung der Start- und Landebahn auf 1450 m und Abfluggewicht 75 t  

1997  
  • März 1997

Aufsichtratsvorsitzender Flughafen GmbH Nunkesser legt Ausbaupläne für neues Abfertigungsterminal für 110 Mio. DM vor

  • 17.03.1997

Regierungspräsident (RP) Münster erteilt "Plangenehmigung" für Ausbau auf 1450 m und 55 t mit sofortigem Vollzug (kein Planfeststellungsverfahren)

  • Mai 1997

Eröffnung Planfeststellungsverfahren für Ausbau auf 2000 m Start- und Landebahn

  • Juni 1997

Aufsichtrat genehmigt statt 110 Mio DM 177 Mio DM für Abfertigungsterminal. Aufsichtsratvorsitzender Prüsse spricht offen von Charterflügen.

  • 26.06.1997

Rat beschließt Ausbau auf 2000 m Start- und Landebahn und Gebäudeerweiterungen.

1998  
  ....
1999  
  ....

2000

  • Januar 2000

Die Bezirksregierung Münster genehmigt im Rahmen des Planfeststellungsverfahren den weiteren Ausbau auf 2000 m.

  • 20.10.2000
Eröffnung des neuen Terminals (Kosten 190 Millionen DM).
  • 30.10.2000
Inbetriebnahme der neuen 2000 m Start- und Landebahn (Kosten 75 Millionen DM).

2001

  • April 2001

Die Flughafen GmbH, Dortmund, stellt bei der Stadt Dortmund einen Antrag auf „Ausweitung der Betriebserlaubnis" in der Zeit zwischen 22:00 und 6:00 Uhr (Nachtflüge), mehr...

  • Mai 2001
Anfang Mai zieht die Flughafen GmbH, Dortmund, den Antrag vorerst aufgrund des Drucks der Öffentlichkeit zurück

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Letztes Update: 09.05.2001