Ihre umfangreichen Bauanträge rechtfertigt die EDMO GmbH im Wesentlichen dadurch, daß die wirtschaftliche Nutzbarkeit des Flughafens gesteigert werden müsse. Als Rechtfertigung dafür dient der seit Dezember 2002 stark erweiterte Nutzerkreis sowie der Hinweis auf neu zu schaffende Arbeitsplätze.
Der Bauantrag enthält keinerlei Angaben zur voraussichtlichen Entwicklung der Flugbewegungen und des Fluglärms. Um zu einer Abschätzung zu gelangen, haben wir daher einen Vergleich der Flughäfen in Oberpfaffenhofen und Augsburg angestellt. In unserer Graphik ist der Verkehrsflughafen Augsburg unten rechts maßstäblich eingeblendet.

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Beachtlich ist, daß auf dem Verkehrsflughafen Augsburg auf einer deutlich geringeren und einfach strukturierten Verkehrsfläche ein Flugbetrieb mit insgesamt knapp 80.000 Flugbewegungen pro Jahr abgewickelt werden kann (Zahlen Stand Jahr 2000). Sie können dies hier (pdf-Datei 377kB, siehe Grafik auf Seite 8) nachprüfen.
Basierend auf einem Konsens zwischen der Bevölkerung und dem Flugzeughersteller Fairchild-Dornier lag die Zahl der Flugbewegungen über Jahre hinweg bei ca. 20.000/Jahr. Die tatsächliche Kapazität des Sonderflughafens liegt weit höher. Wie das Beispiel Augsburg zeigt, wäre eine Auslastung mit 100.000 Bewegungen/Jahr ohne weiteres möglich - wohlgemerkt ohne jegliche Erweiterung der bebauten Fläche und der "Verkehrsflächen" (Rollbahnen, Stellplätze).
Die EDMO GmbH läßt in Ihrem Bauantrag keine Zweifel aufkommen, daß die Auslastung des Flughafens massiv gesteigert werden soll. Die geplanten Anlagen sollen "künftigen gewerblichen Nutzern" gerecht werden. Ein "wirtschaftlicher Betrieb" des Flughafens wird angestrebt. Diese Formulierungen lassen keinen anderen Schluß zu, als daß der Flughafen bis an seine, durch die beantragten Baumaßnahmen noch erweiterte, Kapazitätsgrenze ausgelastet werden soll. Wie oben ausgeführt, läuft dies auf 80.000 bis 100.000 Flugbewegungen pro Jahr hinaus (eine 4- bis 5-fache Erhöhung im Vergleich zum bisher gewohnten Maximum)!
Dies wäre nicht nur ein Desaster für die unmittelbaren Anlieger des Flughafens, es würde auch nachhaltige Auswirkungen auf das Fünfseenland in seiner Erholungsfunktion für die Bürger aus dem Landkreis und aus München haben.
Für die Richtigkeit der obigen Annahmen spricht noch ein weiteres Indiz. Nach Aussage der Betreibergesellschaft des Flughafens Fürstenfeldbruck ist ein wirtschaftlicher Flughafenbetrieb unterhalb von 60.000 Flugbewegungen pro Jahr nicht möglich.
Ein Beispiel zur Orientierung: Wenn an 300 Tagen im Jahr zwischen 8 und 18 Uhr alle 2 Minuten ein Flugzeug landet oder startet, so ergibt dies 90.000 Flugbewegungen.