Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm Erfurt e.V.

Startseite Schutzgemeinschaft

Unser Verein

einiges zu Erfurt und Thüringen

Rechtliche Probleme

öffentliche Darstellungen

Bundesvereinigung gegen Fluglärm e.V.

E-Mail an SGErf@aol.com

Impressum


Hier einiges zu Thüringen und Erfurt

Dom und Severikirche im Zentrum von Erfurt
Dom und Severikirche in Erfurt, vom Domplatz gesehen
Thüringen
Erfurt
Wirtschaft und Verkehr
Flughafenausbau

=> Flughafen hat  auf falsche Zahlen basierend staatliche Förderung in Millionenhöhe erschwindelt? <=
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Thüringen ist ein kleines mitteldeutsches Land. Es umfasst 16 251 km² mit ca. 2,6 Millionen Einwohnern.

Einige Sehenswürdigkeiten:
- die Wartburg bei Eisenach - Wirkungsbereich von Martin Luther, J.Bach, der heiligen Elisabeth
- Kyffhäuserdenkmal und Barbarossahöhle (Deutsche Geschichte !) bei Bad Frankenhausen
- Marienglashöhle bei Friedrichroda 
- Feengrotten bei Saalfeld
- die Drei Gleichen (Burgen an der A4) bei Erfurt
- Klassiker- und Kulturstadt Weimar (u.a. Wirken von J.W.Goethe)

- Museen etc. zu den Schlachten mit den Napoleonischen Truppen (besonders Jena - Auerstedt) 

Nähere Informationen erhalten Sie auch auch hier: http://www.thueringen.de

Zurück
 
 
 
 
 
 
 
 



 
 

Übersicht Erfurt
Erfurt ist die Landeshauptstadt von Thüringen, liegt nördlich vom Thüringer Wald  zwischen A4 und A71 am kleinen Fluss namens Gera. Die Reformen (z.B. Gebietsreform) und die wirtschaftlichen Veränderungen seit der Wende (friedliche Revolution) 1989/1990 haben in Erfurt Spuren hinterlassen.
Bedingt durch Abwanderungen (Arbeitsplätze, höheres Einkommen in den alten Bundesländern...) und stark zurückgegangene Geburtenentwicklung ging die Einwohnerzahl trotz Eingemeindung von umliegenden Ortschaften deutlich zurück und liegt knapp unter 200 000.
Große Erfolge zeigen sich im Bereich des Umweltschutzes, was besonders die verringerte Schadstoffbelastung der Luft und ein Rückgang des Wintersmogs seit der Wende zeigen.
Erfurt ist gut zu erreichen über die Autobahnen A4 und A71 oder mit der Eisenbahn (Trasse von Frankfurt über Eisenach in Richtung Halle / Leipzig oder Jena, Gera, bzw. Nord- Süd- Trasse aus Richtung Göttingen / Mühlhausen / Nordhausen / Sangerhausen über Erfurt nach Suhl / Meiningen / Schweinfurt / Würzburg).
Erfurt hat einen recht gut erhaltenen Altstadtkern mit Sehenswürdigkeiten wie Dom und Severikirche, Petersberg mit wieder hergerichteten Festungsanlagen, Rathaus, Krämerbrücke, Wirkungsstätte von Martin Luther wie Augustinerkloster usw.
Für nähere Informationen ist die Adresse  http://www.erfurt.de  empfehlenswert.

Zurück
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 

Wirtschaft und Verkehr

Durch Thüringen verlaufen die Autobahnen A4 und A9. Im Bau befindet sich die A71 von Oberfranken (Bayern) über Erfurt in Richtung Nordthüringen. Die A71 ist bereits von Oberfranken bis Erfurt durchgängig befahrbar. Es gibt 2 bedeutende Flughäfen: der Internationale Verkehrsflughafen Erfurt und der Verkehrsflughafen bei Altenburg. Außerdem wurde der Flughafen bei Eisenach wesentlich aufgewertet. Weiterhin ist Thüringen durch 2 bedeutende Eisenbahntrassen erschlossen: Die Trasse von München über Ostthüringen (Saalfeld, Jena) in Richtung Leipzig und Berlin und die Strecke von Frankfurt über Eisenach, Erfurt, Weimar nach Gera / Chemnitz bzw. nach Halle / Leipzig / Berlin.
Besonders für die Gebiete um Suhl / Ilmenau und Sömmerda ist die neue Autobahn A71 von Bedeutung.
Auch die Thüringer Wirtschaft war durch die Sozialistische Planwirtschaft bis 1990 geprägt. Große Teile der Industrie aus DDR - Zeiten existieren nicht mehr oder sind stark reduziert worden. (besonders Mikroelektronik, Robotron-Optima Büromaschinen (Computer und Schreibmaschinen...), Maschinenbau, Textilindustrie) Mit großen Anstrengungen und durch engagierten Einsatz von Investoren kann sich Thüringen unter den 5 neuen Bundesländern in positiver Weise sehen lassen.

Die Traum von Politikern von blühenden Landschaften im Osten Deutschlands ist bisher nicht aufgegangen, was auch die hohen Arbeitslosenzahlen und die wesentlich niedrigere Kaufkraft als im alten Bundesgebiet bezeugen. Potentielle Investoren haben mit der Öffnung des Ostblocks und der Internationalen Vernetzung oftmals gleich weiter im Osten investiert, wo die Arbeitskosten noch niedriger sind. "Autos können keine Autos kaufen" sagte einst ein Bekannter Mensch. Bleibt abzuwarten, ob die sinkende Kaufkraft in Zentraleuropa durch steigende Kaufkraft in Ost bzw. Fernost bzw. sinkende Preise durch Weitergabe der sinkenden Kosten von Unternehmen an die Endverbraucher kompensiert werden kann.
Weitere Informationen zu Thüringen kann man hier erhalten: http://www.Thüringen.de

Zurück
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Entwicklung des Flughafens

Der Flughafen Erfurt befand sich 1990 in einem desolaten Zustand und entsprach nicht den nationalen und internationalen Anforderungen. Für die DDR war er wegen permanenter Knappheit an Treibstoffen (obwohl das russische Erdöl in Valutamark - ähnlich der DM - bezahlt werden musste, wurde nicht genügend geliefert) und wegen seiner Nähe zu Westdeutschland (Gefahr der "Republikflucht" von Bürgern) ein weniger interessanter Flughafen. Nur ca. 10000 Passagiere nutzten 1990 den Erfurter Flughafen. Laut Einigungsvertrag wurde er 1990 in die Liste der deutschen internationalen Verkehrsflughäfen aufgenommen. Er ist nur durch eine Landstraße verkehrstechnisch erschlossen. Die in Ost - Westrichtung verlaufende Start- und Landebahn sorgt dafür, dass ein Großteil der Flugzeuge direkt über das nur 3,5km entfernt liegende Stadtzentrum von Erfurt an- oder abfliegen müssen. 

Es bestand die Möglichkeit, den Flughafen z.B. für Kleinflugzeuge zu belassen und einen neuen Flughafen mit besserer Erschließung oder aber eine neue Landebahn mit anderer Ausrichtung zu bauen, was für eine starke Entlastung Erfurts von Fluglärm gesorgt hätte. Eine Notwendigkeit und eine erreichbare Wirtschaftlichkeit sind bei der relativ geringen Bevölkerungsdichte im Umfeld von Erfurt und die Nähe anderer größerer Flughäfen (Leipzig, Nürnberg, Kassel) anzuzweifeln. Nach Beendigung der Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen am Erfurter Flughafen ist fast nichts mehr alt, die Kosten erreichen wohl die Dimension einer vergleichbaren Neuanlage. Nur durch die enormen Zuschüsse des Landes Thüringen  war der Ausbau finanzierbar. Das Land hält 95% der Anteile des Flughafens - die Zuschüsse für den Ausbau  betragen mehrere 100 Mio.DM. Diese Tatsache ist für uns Fluglärmbetroffene und Steuerzahler nicht nachvollziehbar, da die Siedlungsnähe (nur ca.300m Abstand zu Rollfeld und Startbahnende!) dem Expansionsbestreben des Flughafens immer Probleme bereiten wird. Weitere Probleme sind die geografische Lage, die weitere Ausbaumaßnahmen erschweren. (starke Geländeabfälle an den Startbahnenden). Hauptmotor für den Ausbau war wahrscheinlich die Vorstellung, dass eine Landeshauptstadt unbedingt einen internationalen Flughafen haben muss und die allgemein verbreitete Aussage, dass ein Flugplatz viele Arbeitsplätze schafft. Leider wurden in Erfurt und Umgebung nach der Wende wesentlich mehr Arbeitsplätze vernichtet, als durch den Flughafen neu geschaffen. Lohnintensive Arbeit wird in Billiglohngebiete verlagert. Der Transport über Luftfracht wird durch Wettbewerbsvorteile gefördert -  wie z.B. Befreiung von der Mineralölsteuer. 

Der Nachholbedarf bezüglich Tourismus und enormer finanzieller Aufwand  sorgten für stark steigende Passagierzahlen. 1999 lag das Passagieraufkommen bei ca. 407 000 Fluggästen, davon ca. 53 500 im Linien- und ca. 311 170 im Charterverkehr, der Rest privat bzw. geschäftlich.

Der Flughafen wurde anfangs in stets kleinen Maßnahmen (Salamitaktik) erweitert und verbessert, wobei die betroffenen Anwohner nur schleierhaft informiert wurden. Von der betroffenen Bevölkerung war kaum Ärger zu erwarten, da anfangs noch eine DDR - Mentalität vorherrschte (Angst vor Streit mit Regierenden und wegen der Politik "Wer gegen Flughäfen ist, ist gegen Arbeitsplätze..."). 

Die Erweiterungsmaßnahmen führten schließlich zum Planfeststellungsbeschluss zur Erweiterung des Internationalen Verkehrsflughafens Erfurt. 

Gegenstand der Erweiterung ist eine Verlängerung der Startbahn auf 2,6 km, neue Abfertigungsanlagen - eine Kapazitätserhöhung auf über 800 000 Passagiere, das Schaffen von wesentlich besseren Voraussetzungen für Frachtflug und die Installation besserer Flugleiteinrichtungen. 

Anfangs wollte die Stadt Erfurt gegen den Beschluss klagen, doch ca. 2 Wochen vor Ende der Klagefrist stellte man fest, dass man nicht klageberechtigt war.

In den verbleibenden 2 Wochen schafften wir es ca. 150 stark betroffene Bürger in einer Klägergemeinschaft zu vereinen. Ziel waren Nachbesserungen des Planfeststellungsbeschlusses, besonders im Bereich Schallschutz.

Der nach der Wende Anfang der 90er Jahre eingesetzte Geschäftsführer des Erfurter Flughafens geriet Anfang 2006 unter öffentliche Druck und gab seinen Posten auf.

Ihm wurde vorgeworfen, er habe mit falsch gemeldeten Fluggastzahlen und Flugbewegungszahlen den weiteren Ausbau des Flughafens mittels hoher Fördermittel durch das Land Thüringen erst ermöglicht.

Interessant ist zu wissen, dass der damalige Geschäftsführer des Internationalen Verkehrsflughafens Erfurt, Herr Ballentin, die Bürgerinitiative gegen den Ausbau des Flughafens Kassel - Calden mit seinen Aussagen öffentlich unterstützte. Weitere Vorwürfe gegen den Ex - Flughafenchef sind Mobbing und ständige Drohungen z.B. bezüglich Auslagerung von Arbeiten, Personalabbau usw.

Zurück