Schutzgemeinschaft Fluglärm
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Neue SGF-Website www.sgf-do-un.de
mit Infos seit 2006 online seit dem 07.05.2006.

Diese Website bleibt vorerst als
Archiv für die Infos von 1998 - 2005
bestehen.

siehe auch Aufnahmeantrag
 

Einladung

zur öffentlichen Jahreshauptversammlung
am 27. April 2005 um 19.30 Uhr
im evangelischen Gemeindehaus,
Ruinenstr. 37 (Nähe Hallenbad), Dortmund-Aplerbeck

Wir sind Gäste der evangelischen Kirchengemeinde.

Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Geschäftsbericht
  3. Kassenbericht
  4. Entlastung des Vorstandes
  5. Wahl der Kassenprüfer
  6. Aktuelle Informationen und Aussprache

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Informationen - Hintergründe - Zahlen

Nach 3 Jahrzehnten ununterbrochener Expansionspolitik gönnt die Flughafen Dortmund GmbH uns eine Atempause:

Erstmals in der 30-jährigen Geschichte sind keine akuten Pläne bekannt, etwa hinsichtlich einer Betriebszeitenausweitung. Dennoch sind wir skeptisch, denn die Salami ist längst nicht aufgeschnitten…

Danken möchten wir an dieser Stelle all denjenigen, die im Herbst vergangenen Jahres im Dortmunder Kommunalwahlkampf unsere Arbeit aktiv unterstützt haben. Rund 10.000 Info-Blätter mit den Musterbriefen zur Kandidatenbefragung sind schwerpunktmäßig in den südlichen Stadtteilen verteilt worden. Einige Hundert Bürger/innen haben sich der Mühe unterzogen und per Briefpost oder E-Mail ihre Fragen versandt. Mit dem erfreulichen Ergebnis, dass sich alle angeschriebenen Kandidat/innen gegen eventuell weitere Ausbauabsichten und Betriebszeiten-Erweiterungen ausgesprochen haben. Auch verankert die geschlossene Vereinbarung zwischen SPD und GRÜNEN diese beiden Punkte. Wörtlich heißt es:

"SPD und GRÜNE stellen sicher, dass es in dieser Wahlperiode am Dortmunder Flughafen weder zu einer Ausweitung der Betriebszeiten noch zu einem Ausbau der Start- und Landebahn kommen wird."

Zwar wissen wir aus leidvoller Erfahrung, dass im Dortmunder Rathaus politische Zusagen hinsichtlich einer restriktiven Flughafenpolitik allenfalls Bestand bis nach der nächsten Wahl haben, dennoch lassen die folgenden Fakten die Hoffnung auf eine Expansionspause zu:

  • Der gigantische und pompöse Ausbau hat die Flughafengesellschaft und damit die Dortmunder Stadtwerke in arge (finanzielle) Bedrängnis gebracht. Klettern doch die Defizite in schwindelerregende Höhen, so von 18, 2 Mio. in 2003 auf 28,5 Mio. € in 2004. Tendenz weiter steigend! Der Stadt und ihren Bürger/innen entgehen dringend benötigte Steuereinnahmen.

    Aber damit nicht genug: die Stadtwerke haben die Preise der Energieversorgung und für Wasser erhöht, so dass wiederum die privaten und gewerblichen Haushalte belastet werden. Ein Teufelskreis, der auf absehbare Zeit nicht zu durchbrechen ist. Denn selbst die Aquirierung neuer Gesellschaften und Linien durch das spezielle Förderprogramm NERES* bringt zwar mehr Flugverkehr, steigert aber das Defizit, weil die Gebühren nicht kostendeckend sind.

    Zu *NERES schreibt die Flughafen GmbH auf ihrer Internet-Seite unter anderem.:

    "Der Flughafen fördert die Aufnahme des Linienflugbetriebes mit Hin- und Rückflügen auf einer neuen Verbindung sowie den Ausbau einer in dieser Form bedienten bestehenden Verbindung durch zusätzlich Umläufe. Die geförderte Maßnahme ist zwischen dem 1. Juli 2004 und dem 31. Dezember 2008 vorzunehmen. … Der Mindestladefaktor ist ein durchschnittlicher Ladefaktor für die auf einer geförderten Ver-bindung eingesetzen Flugzeuge von mindestens 75 %." … Die Flugzeuge werden in Sitzplatzkategorien eingeteilt und mit auch zeitlich gestaffelten Entgelten pro abgefertigtem Passagier gelockt:

    Z.B.:

    • Kategorie 1 (mind. 140 Sitzplätze) vom 01.07.04 - 30.06.05 = 5,00 €, vom 01.07.05 - 30.06.06 = 6,75 €, vom 01.07. 08 - 30.06.09 = 7,50 €
    • Kategorie 3 (mind. 70 Sitzplätze) in diesen Zeiträumen 11,--, bzw. 11,75 bzw. 12,25 €.
    • Kategorie 5 (weniger als 40 Plätze)* wird durchgehend mit 25 € belegt.
      (* Diese Kategorie wird z.Zt. von der Fa. Walter im Geschäftsreiseverkehr bedient.)

    Dieser Vergleich zeigt, dass die Zielrichtung die Anwerbung von großen Touristikfliegern ist!

  • Die als Ausbaubegründung propagierten Arbeitsmarkteffekte - wissenschaftlich widerlegt durch das Wuppertal Institut und von uns immer bezweifelt - sind ausgeblieben. Im Gegenteil: die Firma "eurowings" ist in der "Lufthansa" auf- und von Dortmund fortgegangen, so wie die Billigflieger-Tochter "Germanwings" nach Köln. Die Werft ist geschlossen, sie wird allenfalls stundenweise vermietet. Ein Teil der Büroräume steht leer. Auch die Flughafen GmbH fährt ein striktes Sparprogramm - beim Personal. Auf ihrer aktuellen Internetseite bietet sie gerade einmal 1 Ausbildungsplatz ab September an!
  • Die Hoffnungen Vieler auf einen Arbeitsplatz am Flughafen sind zerplatzt wie Seifen-blasen.
  • Die Arbeitsplatz-Argumente, als Effekthascherei enttarnt, sind fortan für eine politische Diskussion über weitere Ausbaumaßnahmen untauglich.
  • Die (von der Stadt) aufgekauften Privatgrundstücke an der Chaussee sollten als "flughafenbezogene" Gewerbeflächen vermarktet werden: Fehlanzeige.
  • Auch das Frachtzentrum erfüllt nicht die Erwartungen."Erfolgsmeldungen" in der Presse von enormen prozentualen Zuwächsen verschleiern die rückläufige Tendenz: nämlich 5.267 t in 2003 gegenüber 5.518 t in 2001 (s. Internetseite Flughafen).
  • Neue Fluggesellschaften und -ziele kommen und gehen schneller als Düsenjets fliegen können. Billgfluglinien - über Jahre in Abrede gestellt - sind die letzten Strohhalme. Manfred Kossack, der "neue" Flughafen-Chef und Hoffnungsträger von Stadtwerke-Boss Harald Heinze, ist zum Erfolg verdammt - seiner eigenen Karriere wegen. Wie sonst ist es zu erklären, dass man Billigflieger zu Dumping-Preisen (s. oben) anlockt, welche die Emissionen steigern und das Defizit weiter in die Höhe treiben. Flugverkehr um jeden Preis - in doppelsinniger Bedeutung!
  • Auch die Nachbar-Flughäfen Paderborn/Lippstadt und Münster/Osnabrück - beide ohne Billigfluglinien - kämpfen um Passagiere. Für den Internationalen Flughafen Münster ist der Planfeststellungsbeschluss ergangen, der eine Verlängerung der Bahn von derzeit 2.200 auf 3.600 m vorsieht. Wann gebaut wird, ist ungewiss - es fehlt das Geld. In Paderborn will man die Bahn um 400 m verlängern, um den Jets bei ihren Flügen z.B. nach Ägypten einen teuren Tank-Zwischenstopp zu ersparen. Auch der Flugplatz Mönchengladbach soll ausgebaut werden und Düsseldorf entlasten!

Der Flughafen-Wahn mit seinen ökologischen und finanziellen Folgen für die Bürger/ innen ist Folge der u.E. verfehlten NRW-Luftverkehrskonzeption. Wir wollen mit einer karikierenden Postkartenaktion im Landtagswahlkampf (vor dem 22. Mai) auf die Folgen für Dortmund aufmerksam machen. Verteiler/innen gesucht!

Die Flugpläne der NRW-Flughäfen können Sie vergleichen unter:
WDR III - TV - Videotexttafeln 560 bis 569 (Dortmund: 568 und 569).

Die seit 30 Jahren geforderte und im letzten Jahr wieder aktuell diskutierte "Novellierung des Fluglärmgesetzes" ruht wieder. Wieder einmal konnten sich Umweltminister und Umweltbundesamt sowie die Umweltschutzverbände (BUND, VCD, Bundesvereinigung gegen Fluglärm u.a.) gegen die wirtschaftlichen Interessen der Flughafenlobby mit den Ministern Clement und Stolpe als Unterstützer nicht durchsetzen. Die "Bundesvereinigung gegen Fluglärm" hat mit einer "Rote-Karten-Aktion" (an der wir uns mit 12.000 Stück beteiligten) die Forderungen der Betroffenen artikuliert. Darüber hinaus hat sie bei der Anhörung in Godesberg vor dem Verkehrsausschuss des Bundestages ihre Sachbeiträge geleistet. Auch wir haben mit einer Stellungnahme "Die besondere Bedeutung der Novellierung … für die Betroffenen am Flughafenstandort Dortmund-Wickede" unseren Beitrag in der Diskussion geleistet.

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Vereins-Internes

Erstmals haben wir auf Anregung des "druckwerks", das seit fast 20 Jahren zufriedenstellend unsere Druckaufträge abwickelt, für den Versand dieser Einladung die Dienste der Behindertenhilfe "Gottessegen e.V." in Anspruch genommen. Eine Maßnahme, die uns entlastet und einen sinnvollen Beitrag zum Gemeinwohl darstellt.

"Mitarbeiter/innen dringend gesucht!"

könnten wir inserieren und würden uns wahrscheinlich vor Bewerbungen nicht retten können - wenn die Arbeit bezahlt würde!

Wir arbeiten seit vielen Jahren ehrenamtlich und sind im Rentenalter. Zumindest muss langfristig ein Vorstands-Wechsel eingeleitet werden. Der gegenwärtige Zeitpunkt ohne akuten Handlungszwang ist geeignet, sich in die Thematik ohne Zeitdruck einzuarbeiten. Die Arbeit ist spannend und macht - bei allem Ärger über die List und Tücken von Politikern und anderen - auch Spaß. Findet sie doch in einem Netzwerk von gleichgelagerten Problemen des Umweltschutzes mit Gleichgesinnten statt. Neugierig geworden? Ein Telefonat klärt evtl. Fragen!

Einen Einstieg bietet auch die Arbeit für die Internet-Präsentation unseres Vereins! Zunächst geht es darum, aktuelle (Zeitungs-) Nachrichten für ´s Internet aufzuarbeiten!

Mit dem neuen Kalenderjahr wird auch der Beitrag fällig:

  • Euro 20,-- für Einzel-,
  • Euro 30,-- für Familien-/Partner-Mitgliedschaften

Aus Kostengründen haben wir das Postscheck-Konto aufgegeben!

Also bitte nur noch auf das Konto bei der Sparkasse Unna einzahlen:
Kto.-Nr. 300 300 1 - BLZ 443 500 60

Viele haben es getan, manche konnten sich bisher noch nicht entschließen. Darum nochmals:

Sie erleichtern unsere Arbeit, vermeiden kostenträchtige Mahnungen, wenn Sie eine Abbuchungsermächtigung erteilen. Die Abbuchung erfolgt im Mai / Juni eines jeden Jahres!

siehe Aufnahmeantrag
 

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Letztes Update: 22.03.2005