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Lärmschutz am Flughafen Dortmund

Die Anwohner in unmittelbarer Nähe des Flughafens haben einen Anspruch auf Lärmschutz. Hauptsächlich durch den Einbau von Fenstern.
 
  • Damit die Anwohner zufrieden sind
    Werner Swierkowski, Flughafen GmbH
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 20.10.2000 von Bernd Schwingboth,
    Flughafen-„Jubel"-Beilage zur Eröffnung des neuen Terminals

siehe auch Übersicht Lärm und Lärmschutz
 


Damit die Anwohner zufrieden sind

Werner Swierkowski, Flughafen GmbH

 
Bericht
in den Ruhr Nachrichten vom 20.10.2000 von Bernd Schwingboth,
Flughafen-„Jubel"-Beilage zur Eröffnung des neuen Terminals

Mit der Genehmigung der 2000-Meter-Bahn verfügte die Bezirksregierung Münster ein sogenanntes Tagesschutzgebiet. Dieses beinhaltet eine Zone rund um den Flughafen, in der ein Dauerschallpegel von mehr als 62 dB(A) erreicht wird. In dieser Zone liegen rund 120 Anwesen beziehungsweise Gebäude. Hier soll durch passiven Lärmschutz - also spezielle Fenster - der Schallpegel unter 55 db(A) gesenkt werden. Die Kosten dafür übernimmt die Flughafen GmbH.

Werner Swierkowski, seit 26 Jahren Angestellter des Flughafens und nun als kaufmännischer Prokurist für dieses Projekt verantwortlich, liegt vor allem daran, die Auflagen der Bezirksregierung so zu erfüllen, dass die Anwohner zufrieden sind.

„Erstmalig wurden hier 62 und nicht wie bisher üblich 75 dB(A) als Grenzwert festgesetzt, wodurch die Zone natürlich erheblich vergrößert wurde. Die Flughafen GmbH wird dagegen aber nicht klagen, denn das würde die Lärmschutzmaßnahmen für die Anwohner über Jahre verzögern."

Außerdem werde der Flughafen nicht nur die anfallenden Kosten mit 130 DM pro Quadratmeter Aufenthaltsraum bezuschussen, sondern die tatsächlichen Gesamtkosten für den passiven Lärmschutz übernehmen. Um diese Kosten zu ermitteln, habe man Experten vom Münchener Flughafen angeheuert. Swierkowski:

„Beim Bau des neuen Flughafens der bayerischen Metropole mussten 5000 Häuser mit passivem Lärmschutz ausgerüstet werden. Dieser Job wurde für die Anwohner so zufriedenstellend erledigt, dass es nicht zu einem einzigen Gerichtsverfahren kam. Dieses Team haben wir jetzt verpflichtet, um auch hier in Dortmund die Auflagen im Sinne der Anwohner zu erfüllen."

Die Münchener Experten waren vor Ort, haben sich die Häuser angesehen, haben sich von den hiesigen Handwerkern Preisberechnungen machen lassen und sind zu dem Ergebnis gekkommen: Das kostet rund 4 Millionen DM. Rechnerisch bedeutet das pro Anwesen bzw. Haus gut 30.000DM. Werner Swierkowski:

„Jeder bekommt neue Fenster entsprechend dem bisherigen Standard. Wer goldene hatte, goldene. Wer Holz hatte, bekommt wieder Holz bezahlt - aber natürlich neue Fenster."

Betroffene können jederzeit mit Unterstützung rechnen

Alle betroffenen Eigentümer sind im Sommer angeschrieben und ausführlich informiert worden. Ein Teil der mitgeschickten Anträge sind bereits zurück gekommen. Auf Wunsch können die Betroffenen mit jeder Unterstützung und Beratung durch die Mitarbeiter des Flughafens rechnen. Selbstverständlich können auch Eigenleistungen erbracht und so etwas Geld verdient werden.

Auch was den Zeitpunkt des Einbaus betreffe, sei man sehr flexibel.

„Wenn jemand für das nächste oder übernächste Jahr eine größere Renovierung geplant hat, werden wir natürlich nicht verlangen, dass er vorher noch in die alten Räume die neuen Fenster setzt. Das wäre ja Blödsinn",

erklärt Swierkowski. Über all diese Dinge könne man sprechen. Und selbst wenn jemand seine Fenster erst in vier oder fünf Jahren haben wolle, gelte:

„Wenn die Rechnung da ist, gibt es sofort Geld, wird die Sache erledigt."

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siehe auch Übersicht Lärm und Lärmschutz

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Letztes Update: 16.09.2001