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Bericht in der Financial Times vom 25.09.2001
Die Deutsche Lufthansa darf mit ihrer inländischen Konkurrentin
Eurowings fusionieren, muss dafür aber Strecken im inländischen
Luftverkehr abgeben und ihr Vielfliegerprogramm Miles & More für
die Wettbewerber öffnen.
Demnach soll der Mönchengladbacher Regionalanbieter European Air
Express (EAE) für neue Konkurrenz sorgen: Er bekommt auf Geheiß
der Behörde Strecken von Lufthansa und Eurowings. Diese sollen
zudem Start- und Landerechte in Düsseldorf, München oder Frankfurt
am Main abgeben, sofern Konkurrenten diese Strecken anbieten wollen.
Miles & More muss "für EAE und alle anderen im innerdeutschen
Luftverkehr jetzt oder künftig tätigen Wettbewerber"
geöffnet werden. Dies gelte grundsätzlich auch für die
schärfste Konkurrentin Deutsche BA, sagte ein Kartellamtssprecher.
Mit der Öffnung von Miles & More solle erreicht werden, dass
Passagiere trotz des Kundenbindungsprogrammes auch andere Fluggesellschaften
nutzen, sagte der Kartellamtssprecher weiter. Dabei bleibe es der British-Airways-Tochter
Deutsche BA (DBA) selbst vorbehalten, ob sie an Miles & More teilnehmen
wolle. Würde das Unternehmen zustimmen, könnten Fluggäste
künftig auch bei DBA-Flügen Meilen für Lufthansa-Flüge
sammeln - und umgekehrt.
Den Angaben zufolge übertragen Lufthansa und Eurowings zunächst
drei Strecken in Deutschland auf European Air Express: Mit dem nächsten
Winterflugplan soll EAE die Verbindungen Dortmund-München und Paderborn-München
aufnehmen, ab dem Sommerflugplan 2002 kommt dann Nürnberg-Berlin
hinzu. EAE will zudem weitere innerdeutsche Strecken bedienen und kauft
dazu fünf Flugzeuge von Eurowings. Drei Jahre lang dürfen
Lufthansa und Eurowings auf diesen Verbindungen nicht mehr Flüge
als bisher anbieten oder größere Flugzeuge einsetzen. Nach
Angaben des Kartellamtes hat die Lufthansa auf 67 der beinahe 90 innerdeutschen
Flugverbindungen keine Konkurrenz.
Die Lufthansa hält seit Januar 24,9 Prozent an Eurowings und hat
die Option, den Anteil binnen drei Jahren auf 49 Prozent aufzustocken.
Im März hatte das Kartellamt angekündigt, den Zusammenschluss
zu untersagen, wenn es nicht Änderungen beim Flugangebot gebe,
weil die Fusion sonst "zu einer erheblichen Schwächung des
Wettbewerbs führen würde". Die Dortmunder Eurowings hatte
vor dem Einstieg von Lufthansa unter anderem mit Air France zusammengearbeitet.
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