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Fusion Lufthansa/Eurowings

Seit längerem braucht Eurowings starke Partner. Seit Anfang 2001 ist die Lufthansa mit 24,9% an der Eurowings Luftverkehrs AG (Dortmund/Nürnberg) beteiligt. Lufthansa hat sich die Option auf den Erwerb von weiteren 24,1 % der Aktien (also auf 49%) binnen drei Jahren gesichert. Dem Zusammenschluss mit Lufthansa legte die Bundeskartellbehörde etliche Steine in den Weg.

Lufthansa und Eurowings kooperieren 39 inländischen und europäischen Strecken.

siehe auch Eurowings

Die folgenden Informationen sind chronologisch geordnet, die aktuellsten finden Sie ganz oben.
 

siehe auch

  • Klein, aber fein stellt sich Airline dem Wettbewerb
    Ab 28. Oktober fliegt die EAE täglich von Dortmund nach München
    Bericht in der WAZ vom 17.10.2001
     

 
  • Lufthansa fliegt auf Eurowings
    Unter Auflagen darf die Lufthansa ihren Anteil an Eurowings aufstocken
    Bericht im Kölner Stadt-Anzeiger vom 25.09.2001
     

Aktuelles September 2001

  • Lufthansa/Eurowings: Kartellamt segnet Fusion unter Auflagen ab
    Bericht in der Financial Times vom 25.09.2001
     

Aktuelles September 2001

  • Kartellamt lässt die Lufthansa auf Fusionskurs
    Bericht in der WAZ vom 25.09.2001
     

Aktuelles September 2001


Lufthansa fliegt auf Eurowings

Unter Auflagen darf die Lufthansa ihren Anteil an Eurowings aufstocken
 

 
Bericht im
Kölner Stadt-Anzeiger vom 25.09.2001

Bonn / Frankfurt - Die Lufthansa, die seit Jahresbeginn 24,9 Prozent an Eurowings hält, kann diesen Anteil nun auf 49 Prozent erhöhen. Das teilte das Bundeskartellamt am Montag in Bonn mit. Lufthansa und Eurowings übertragen allerdings einen Teil ihrer innerdeutschen Flüge auf die European Air Express (EAE) in Mönchengladbach. Die EAE werde zudem weitere Verbindungen in Deutschland anbieten und fünf Flugzeuge von Eurowings kaufen, berichtete Kartellamtspräsident Ulf Böge. Mit diesen Auflagen würden die Voraussetzungen für potenziellen Wettbewerb verbessert. Lufthansa und Eurowings, die auf 39 inländischen und europäischen Strecken kooperieren, begrüßten den Beschluss.

Die Auflagen der Wettbewerbshüter sehen vor, dass die EAE mit Beginn des Winterflugplanes 2001 / 2002 auf den Strecken Dortmund-München und Paderborn-München und mit Beginn des Sommerflugplanes 2002 auf der Route Nürnberg-Berlin mit täglich drei Flügen den Liniendienst aufnimmt. Lufthansa und Eurowings werden ihr Angebot auf diesen Strecken entsprechend verringern. Die Lufthansa wird außerdem verpflichtet, ihr Bonus-Programm „Miles & More“ für die EAE und alle anderen im innerdeutschen Luftverkehr tätigen Wettbewerber zu öffnen.

Eurowings und Lufthansa zeigten sich über die Entscheidung des Bundeskartellamts zufrieden.

„Wir begrüßen, dass das Bundeskartellamt den Zusammenschluss nicht untersagt hat“,

sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Der Konzern hatte sich bisher dagegen ausgesprochen, andere Fluglinien in sein Vielflieger-Programm „Miles & More“ einzubeziehen. Eurowings-Chef Friedrich-Wilhelm Weitholz erklärte, eine negative Entscheidung hätte für den Bestand der Gesellschaft und die 1700 Beschäftigten fatale Folgen gehabt.

Eurowings beförderte eigenen Angaben zufolge im Geschäftsjahr 2000 rund 3,2 Millionen Passagiere. Die Kooperation mit der Lufthansa ist für Eurowings nach früheren Angaben die einzige Möglichkeit, die geplante Expansion zu finanzieren. Die Gesellschaft hat ein Investitionsprogramm von zwei Milliarden DM aufgelegt und plant unter anderem, ihre Flotte von bislang 42 Flugzeugen aufzustocken. Der Reisekonzern Thomas Cook will sich nach eigenen Angaben mit 49 Prozent an der Charterflug-Tochter der Eurowings AG beteiligen.

Die EAE wurde 1998 gegründet und beförderte im Geschäftsjahr 2000 nach eigenen Angaben 51 500 Passagiere. Sie unterhält zwei Turboprop-Maschinen. Die Mönchengladbacher Gesellschaft bedient bisher die Strecken Mönchengladbach-München und Mönchengladbach-London. Mehrheitseigner der EAE mit ihren 80 Mitarbeitern ist die Vibro-Gruppe, die vor gut zwei Jahren die Allkauf-Supermärkte an den Handelskonzern Metro verkauft und das einstige Allkauf-Fluggeschäft in der EAE gebündelt hatte.

(rtr, afp, dpa, ap)

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Lufthansa/Eurowings:
Kartellamt segnet Fusion unter Auflagen ab

 
Bericht in der
Financial Times vom 25.09.2001

Die Deutsche Lufthansa darf mit ihrer inländischen Konkurrentin Eurowings fusionieren, muss dafür aber Strecken im inländischen Luftverkehr abgeben und ihr Vielfliegerprogramm Miles & More für die Wettbewerber öffnen.

Demnach soll der Mönchengladbacher Regionalanbieter European Air Express (EAE) für neue Konkurrenz sorgen: Er bekommt auf Geheiß der Behörde Strecken von Lufthansa und Eurowings. Diese sollen zudem Start- und Landerechte in Düsseldorf, München oder Frankfurt am Main abgeben, sofern Konkurrenten diese Strecken anbieten wollen.

Miles & More muss "für EAE und alle anderen im innerdeutschen Luftverkehr jetzt oder künftig tätigen Wettbewerber" geöffnet werden. Dies gelte grundsätzlich auch für die schärfste Konkurrentin Deutsche BA, sagte ein Kartellamtssprecher. Mit der Öffnung von Miles & More solle erreicht werden, dass Passagiere trotz des Kundenbindungsprogrammes auch andere Fluggesellschaften nutzen, sagte der Kartellamtssprecher weiter. Dabei bleibe es der British-Airways-Tochter Deutsche BA (DBA) selbst vorbehalten, ob sie an Miles & More teilnehmen wolle. Würde das Unternehmen zustimmen, könnten Fluggäste künftig auch bei DBA-Flügen Meilen für Lufthansa-Flüge sammeln - und umgekehrt.

Den Angaben zufolge übertragen Lufthansa und Eurowings zunächst drei Strecken in Deutschland auf European Air Express: Mit dem nächsten Winterflugplan soll EAE die Verbindungen Dortmund-München und Paderborn-München aufnehmen, ab dem Sommerflugplan 2002 kommt dann Nürnberg-Berlin hinzu. EAE will zudem weitere innerdeutsche Strecken bedienen und kauft dazu fünf Flugzeuge von Eurowings. Drei Jahre lang dürfen Lufthansa und Eurowings auf diesen Verbindungen nicht mehr Flüge als bisher anbieten oder größere Flugzeuge einsetzen. Nach Angaben des Kartellamtes hat die Lufthansa auf 67 der beinahe 90 innerdeutschen Flugverbindungen keine Konkurrenz.

Die Lufthansa hält seit Januar 24,9 Prozent an Eurowings und hat die Option, den Anteil binnen drei Jahren auf 49 Prozent aufzustocken. Im März hatte das Kartellamt angekündigt, den Zusammenschluss zu untersagen, wenn es nicht Änderungen beim Flugangebot gebe, weil die Fusion sonst "zu einer erheblichen Schwächung des Wettbewerbs führen würde". Die Dortmunder Eurowings hatte vor dem Einstieg von Lufthansa unter anderem mit Air France zusammengearbeitet.

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Kartellamt lässt die Lufthansa auf Fusionskurs

 
Bericht in der
WAZ vom 25.09.2001

Das Bundeskartellamt hat der Lufthansa Starterlaubnis erteilt: Sie darf ihren Anteil am Grundkapital des Regionalfliegers Eurowings von 24,9 auf bis zu 49 v. H. hochschrauben. Die Genehmigung wurde aber unter Auflagen ausgesprochen: Ziel: mehr statt weniger Wettbewerb.

"Erleichtert, dass das Kartellamt den Weg für die Partnerschaft nicht blockiert hat",

zeigt sich Eurowings-Chef Friedrich-Wilhelm Weitholz. Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Krise in der Luftfahrtindustrie hätte eine Ablehnung

"fatale Folgen für den weiteren Bestand unserer Gesellschaft und die 1700 Arbeitsplätze bei Eurowings gehabt".

Schon seit dem Sommerflugplan kooperierten die Partner auf 39 innerdeutschen und europäischen Strecken.

"Durch die Zusammenarbeit lässt sich auch weiterhin ein großes Angebot an europäischen Direktverbindungen aus der Region sicherstellen",

so Weitholz.

Zu den Auflagen mochten sich die Fusionspartner gestern noch nicht äußern. Diese bedürften noch einer "näheren wirtschaftlichen und juristischen Bewertung".

Einen Teil der innerdeutschen Flüge müssen Lufthansa und Eurowings auf eine neue Gesellschaft, die European Air Express (EAE) in Mönchengladbach, übertragen. Auf jenen Strecken, wo es durch die Kooperationen keinen Wettbewerb mehr gibt, soll EAE künftig für Konkurrenz sorgen. Die Lufthansa muss zudem ihr Kundenbindungsprogramm "Miles & More" auch für die EAE und alle anderen im innerdeutschen Luftverkehr tätigen Wettbewerber öffnen.

"Der Markteintritt von EAE bewirkt im innerdeutschen Luftverkehr eine Marktöffnung",

so Kartellamts-Chef Ulf Böge.

rm

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siehe auch Eurowings

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Letztes Update: 18.11.2001