Schutzgemeinschaft Fluglärm
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Dachziegel und Wirbelschleppen:
Gefährdung in der Einflugschneise

abgedeckte Dachziegel
Loch im Dach durch niedrigen Anflug,
September 2001, Foto: Grzelak

Am Freitag, den 31. August 2001 flog eine Boeing 737 der Air Berlin so niedrig über Unna-Massen im Landeanflug auf den Flughafen Dortmund-Wickede, dass Teile eines Daches abgedeckt wurde. Es folgte ein Hickhack um die Klärung der Ursache, die Zuständigkeit und die Behebung des Schadens.

Seither ist das Thema Wirbelschleppen speziell in Unna-Massen ein akutes Problem.

Die Informationen sind chronologisch geordnet, die aktuellsten finden Sie ganz oben.
 

siehe auch

  • Luftaufsicht übernimmt Ermittlungen
    Bericht im Hellweger Anzeiger vom 21.06.2003
     

Aktuelles Juni 2003

  • Dach-Schaden durch Wirbelschleppe
    Bericht in der Westfälischen Rundschau vom 21.06.2003
     

Aktuelles Juni 2003

  • Reifen platzte bei Landung
    Wirbelschleppen haben Dach beschädigt
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 21.06.2003
     

Aktuelles Juni 2003

  • Auch Massener Dächer müssen sicher sein
    Bericht in der Westfälische Rundschau vom 22.09.2001
     

Aktuelles September 2001

  • Flughafenchef referierte über Jobs und gute Nachbarschaft
    Politik soll Ausbau fördern: Mit ÖPNV und Gewerbegebieten
    Bericht in der WAZ vom 05.09.2001
     

Aktuelles September 2001

  • Fraktionen einig: Mit uns nicht
    Air-Berlin-Forderung blitzt ab/Keine generelle Dachsicherung
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 07.09.2001
     

Aktuelles September 2001

  • Leserbrief in den Ruhr Nachrichten zum Artikel „Flugzeug deckte Dachziegel ab" vom 04.09.2001
     

 
  • Flugzeug deckte Dachziegel ab
    Anwohner in Aplerbeck haben Angst
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 04.09.2001
     

  • Leserbrief zum Artikel in der Westfälischen Rundschau vom 01.09.2001: "Flieger wirbelte Pfannen von Massener Dach"
     

 


Leserbrief zum Artikel „Flugzeug deckte Dachziegel ab"
in den Ruhr Nachrichten vom 04.09.2001

 
Die Tatsache, dass die Fluglinien versichert sind (wie der Air-Berlin Sprecher unterstreicht), verringert nicht die Gefahr, dass es eines Tages beim Start oder im Landeanflug zu einem Absturz und zu Opfern in der Wohnbevölkerung kommt und reduziert auch nicht die massive Fluglärmbelästigung, unter der bereits heute schon viel zu viele Menschen leiden müssen.

Der Flugplatz führt für immer mehr Menschen in immer mehr Stadtbezirken zu einem erheblichen Verlust an Lebensqualität; Gesundheitsschäden drohen und der Naturverlust ist unwiederbringlich.

Was muss passieren, damit die Verantwortlichen der Flugplatzpolitik die Bedürfnisse und Sorgen der Bevölkerung ernsthaft berücksichtigen?

Beate Vogel

siehe auch ArtikelFlugzeug deckte Dachziegel ab"

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Leserbrief an die Westfälische Rundschau

 
01.09.2001

Westfälische Rundschau
Geschäftsstelle
Wasserstraße 11
59411 Unna

Betriff : Leserbrief zum Artikel in der Westfälischen Rundschau vom 01.09.2001: "Flieger wirbelte Pfannen von Massener Dach"

Sehr geehrte Damen und Herren,

Es war also doch nicht die rote Farbe der Air-Berlin-Maschinen, die den Bürgern in Massen eine zu niedrige Überflughöhe suggerierte. So wollte es uns vor einiger Zeit noch die Flughafen-Betreibergesellschaft weismachen. Bezeichnend ist auch, wie schnell Flughafenchef Nunkesser jegliche Verantwortung der Betreibergesellschaft abweist.

Sollte, wir wollen hoffen, daß dies niemals der Fall sein wird, eines Tages ein Flugzeug beim Start oder im Landeanflug über Massen abstürzen und Opfer in der Wohnbevölkerung fordern, wird sich die Betreibergesellschaft wohl ähnlich verhalten: Betroffenheit - ja, Verantwortung - nein.

Die Betreibergesellschaft des Flughafens Dortmund und damit auch die Stadt Dortmund, gestützt von unserer Landesregierung hat in unverantwortlicher Art und Weise, die Interessen ihrer Nachbargemeinden ignorierend, den Ausbau des Flughafens bis an die Stadtgrenze zu Unna vorangetrieben und dabei bewußt akzeptiert, daß in direktem Überfluggebiet die nächste Wohnbebauung einschließlich Schulen und Kindergärten nicht mehr als ca. 1,2 Kilometer vom Aufsetzpunkt der Start-und Landbahn entfernt ist.

Somit tragen die Betreibergesellschaft und ihre politischen Förderer die volle moralische Verantwortung für alle Schäden, die durch an- oder abfliegende Flugzeuge verursacht werden.

Unsere Nachbarn in den, auf westlicher Seite an den Flughafen angrenzenden Dortmunder Ortsteilen sollten auf der Hut sein, daß Ihnen in nächster Zeit nicht ähnliches Ungemach droht.

Wenn man in Betracht zieht, daß die Betreibergesellschaft schon 1 Jahr nach der Ausbaugenehmigung das Nachtflugverbot aushebeln wollte und der Flughafen noch erhebliche Ausbaureserven in westlicher Richtung vorweisen kann, ist abzusehen, daß in einiger Zeit eine Verlängerung auf 3.000 Meter angestrebt wird.

Jeder Betroffene, dem seine Lebensqualität etwas bedeutet, sollte sich massiv gegen jegliche weiteren Änderungspläne der Flughafen-Betreibergesellschaft zum derzeitigen Status zur Wehr setzen.

Zuletzt noch zwei offene Fragen an die politische Führung der Stadt Unna:

Was unternehmen die verantwortlichen Bürgervertreter für den Schutz und Erhalt der Lebensqualität unserer Stadt, die durch den benachbarten Flughafen massiv beeinträchtigt wird?

Wird die Klage der Stadt Unna gegen die Genehmigung der 2.000 Meterbahn in aller Konsequenz und im Interesse ihrer Bürger zu Ende geführt, oder wird ein abgekürztes Verfahren angestrebt um das kommunalpolitische Gesicht zu wahren und die Interessen der Ausbaubefürworter in der Landespolitik zu stützen?

Mit freundlichen Grüßen
Volker Kirschberger

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Letztes Update: 22.06.2003