Schutzgemeinschaft Fluglärm
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Zum zweiten Mal stellte Nunkesser einen Antrag, ohne vorher die notwendige Zustimmung des Rates einzuholen

Leserbrief von Werner Wirtz (Mitglied der SGF, aber nicht im Vorstand) vom 26.09.2001
 

Werner Wirtz
Windflügelweg 44
44319 Dortmund

An die Medien in DO u. UN
per e-mail / Telefax

Berichterstattung der Zeitungen in Dortmund am 26.09.01
Flughafen / Antrag auf Aufhebung der Tonnagebegrenzung 75 t

26.09.2001

Zum zweiten Mal stellte Nunkesser einen Antrag, ohne vorher die notwendige Zustimmung des Rates einzuholen. Dieses Faktum gehörte in die Überschriften.

Wenigstens im Text sollte das klar zum Ausdruck kommen.

In der Beschlussvorlage für Rat, Ausschuss und BVs ist der Antragstext vom 10.09.2001 zwar zitiert, der Antrag selbst aber nicht beigefügt. Folge: Die Bezirksregierung Münster wird als Druckmittel bemüht und verstanden, die Tatsachen vernebelt. Keiner spricht den Kern an bzw. vermeidet es darauf hinzuweisen.

Druck macht allein die FDG, weil sie ihre Verträge mit der Tourismusbranche für die kommende Saison unter Dach und Fach bringen muss. Wenn auch die Bezirksregierung, bedingt durch den von der FDG selbst verursachten Sachzwang, dazu aufforderte, den Antrag zu stellen. Sie setzte selbstverständlich die vorherige Zustimmung des Rates voraus. Nur weil das die FDG wiederum versäumte, schrieb die Bezirksregierung jetzt den OB an und zwingt damit den Rat, Farbe zu bekennen. Der kann sich bei Nunkesser dafür bedanken. Er erhält die Retourkutsche für seine derzeitige Ablehnung des Nachtflugantrages.

Denn jetzt muss er sich zwangsläfig zum uneingeschränkten Tourismus-Ziel bekennen, mit dem eine eklatante Steigerung der Überflüge über dem Stadtgebiet mit gravierenden Mehrbelastungen für einen noch grösseren Kreis betroffener Bürger einhergehen wird.

Selbstverständlich fällt damit auch das Scheinargument Geschäftsreiseverkehr wie ein Kartenhaus zusammen. Die Begründung für den Ausbau, das völlig überzogene Investitionsvolumen und die EU-/Landes-Zuschüsse von 40 Mio. DM sind eben ausschliesslich für das Tourismus-Ziel eingesetzt worden. Für den Strukturwandel / Geschäftsreiseverkehr war der Ausbau nicht nötig. Die betroffenen Bürger werden es den Politikern im Rat hoffentlich „danken"! Glorreiche Idee der Rats-SPD übrigens, an Minister Schwanhold zu appellieren. Der wartet doch nur darauf, solche „Anträge genehmigen zu lassen", wie bereits am 27.06.2001 in Unna (HA/RN 28.06.2001) persönlich kundgetan.

Ich bitte um ungekürzten Abdruck in Ihrer morgigen Ausgabe.

Mit Dank und freundlichen Grüssen
Werner Wirtz

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siehe auch Betriebsgenehmigung

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Letztes Update: 26.09.2001