Schutzgemeinschaft Fluglärm
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Neue SGF-Website www.sgf-do-un.de
mit Infos seit 2006 online seit dem 07.05.2006.

Diese Website bleibt vorerst als
Archiv für die Infos von 1998 - 2005
bestehen.

Aktuelle Nachrichten und Informationen
- Dezember 2001 -

Die Informationen sind chronologisch geordnet, die aktuellsten finden Sie ganz oben.
 


siehe auch

  • Kreisparteitag der CDU Dortmund am 07.12.01 zur Flughafen-Debatte
    18.000 Menschen, die sich per Unterschrift für die Beibehaltung der Eckdaten des Planfeststellungsbeschlusses zum Flughafen Dortmund aussprechen, können mit dem Beschluss des Kreisparteitages der CDU nicht vollends zufrieden sein
    Presseerklärung vom 08.12.2001
     

Nachtflug,
Mitteilungen

  • Rücksicht auf Menschen nehmen
    Flughafen-Regelung - Stellungnahme deutscher Siedlerbund
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 06.12.2001
     

Nachtflug

  • Späte Flieger: CDU-Parteispitze peilt 23 Uhr an
    Bericht in der Westfälischen Rundschau vom 05.12.2001
     

Nachtflug

  • Verspätung bis 22.30 oder 23 Uhr?
    CDU zu Flughafen: Leitantrag des Kreisvorstands bleibt hinter Fraktionspapier zurück
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 05.12.2001
     

Nachtflug

  • Unsere Unterschriftenaktion gegen Nachtflug und Aufhebung der 75 t-Obergrenze
    Mehr als 17.000 Unterschriften gegen Nachtflug und die Ausweitung der Betriebserlaubnis
    Pressemitteilung vom 04.12.2001 des Aktionsbündnis gegen den weiteren Ausbau des Flughafens Dortmund
     

Nachtflug,
Mitteilungen

  • Man kann nicht mehr mit offenem Fenster schlafen
    Brief einer Schürener Bürgerin, den Sie zusammen mit einer Unterschriftenliste gegen den Nachflug am 02.12.2001 an die SGF schickte

Nachtflug

weiter mit November 2001


Rücksicht auf Menschen nehmen

Flughafen-Regelung - Stellungnahme deutscher Siedlerbund
 

 
Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 06.12.2001

Der Deutsche Siedlerbund Kreisverband Dortmund hat den Partei- und Fraktionsvorsitzenden der CDU und SPD einen Offenen Brief geschickt. Rechtzeitig vor den Parteitagen am Freitag und Montag werden die Politiker aufgefordert, die Menschen zum Mittelpunkt ihrer Entscheidungen zu machen, wenn es um eine Nachtflug-Ausnahmeregelung nach 22 Uhr geht.

Darin werden die politischen Gremien darauf aufmerksam gemacht, dass über 17 000 Bürger den Rat mit ihrer Unterschrift auffordern, an den Eckdaten des Planfeststellungsbeschlusses mit der Betriebszeit von 6 bis 22 Uhr und dem Höchstabfluggewicht von 75 Tonnen festzuhalten.

"Das zeigt deutlich, dass eine Zunahme des Fluglärms in den Nachtstunden gegen die Interessen der betroffenen Bevölkerung massiv verstößt",

betont der Siedlerbund.

Die jüngste Umfrage des Flughafens habe sich mehrheitlich an Befragte gewandt, die wenig oder überhaupt nicht vom Fluglärm betroffen seien. Im Mittelpunkt der SPD- und CDU-Überlegungen stünde die Funktionalität des Flughafens, die Finanzierung und der wirtschaftliche Erfolg.

"Sie übersehen dabei, dass die Menschen, die sie gewählt haben, deren Erwartungen sie ihr Mandat verdanken, den Flugplatz durchaus befürworten aber dennoch Grenzen der eigenen Belastungen sehen",

mahnt der Siedlerbund.

Auch die Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm erinnert die Politiker an ihre Verantwortung. Sie erinnert an die Flughafen-Umfrage, wonach bei 1499 Befragten prozentual vom Gesamtergebnis 52,9 Prozent keine neue Verspätungsregelung/höchstens eine halbe Stunde befürworten. Dieses Ergebnis würde durch die bisher 17 000 Unterschriften eindrucksvoll untermauert.

mup

siehe auch

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Späte Flieger: CDU-Parteispitze peilt 23 Uhr an
 

 
Bericht in Westfälische Rundschau vom 05.12.2001

(beus) Die CDU-Rathausfraktion hat ihre Marschroute bereits festgelegt. Jetzt zieht die Partei nach. Auch der CDU-Kreisvorstand hat nun seine Pflöcke in den Boden gerammt für die Flughafen-Diskussion am kommenden Freitag.

Den etwa 200 Parteitags-Delegierten, die sich am frühen Freitag Abend im Westfälischen Zentrum für Psychiatrie einfinden, liegt ein Leitantrag des Parteivorstandes vor, der im Kern folgenden Inhalt hat:

  • Verspätungsregelung:

    Die Betriebszeiten bleiben bis 22 Uhr. Aber der Flughafen soll eine Verspätungsregelung erhalten, die ihm gestattet, verspätet eintreffende Maschinen bis 22.30 Uhr die Landeerlaubnis zu erteilen. Darüberhinaus sollen Flieger auch bis 23 Uhr landen dürfen - aber nur solche Gesellschaften, die ihre Flieger in Wickede anschließend warten lassen. Die CDU-Rathausfraktion geht da weiter: Sie möchte eine generelle Verspätungsregelung bis 23 Uhr sowie die Landung weiterer 200 Maschinen der leisesten Lärmkategorie zu einem späteren Zeitpunkt, der theoretisch auch nach Mitternacht sein kann.

  • Tonnagebegrenzung:

    Der Dortmunder Parteivorstand schlägt vor, die 75-Tonnen-Beschränkung aus der Planfeststellung zu streichen. Gleichzeitig setzt er aber drei Hürden:

    • Die fraglichen Flieger müssen zu den leisesten gehören (bzw. der Bonusliste des Bundes-Verkehrsministeriums angehören) und
    • die Streichung der 75-Tonnen-Grenze darf nicht zu einem "gesundheitsgefährdenden Anstieg der Einzelschallereignisse" führen.
    • Und: Die Aufhebung soll nur für "Familien" gelten, die ohnehin in der Planfeststellung genannt sind (Airbus 320 und Boeing 737).

Auch in diesem Punkt geht die Fraktion weiter. Auch sie möchte die 75-Tonnen-Grenze aufheben - allerdings auch für solche Flugzeugfamilien, die zwar der leisesten Kategorie angehören, aber eben noch nicht in der Planfeststellung genannt sind. Dahinter steht die Überlegung, dass künftig neue Baureihen oder Typen entwickelt werden, die mindestens genau so "leise" sind wie der Airbus oder die Boeing. Und was schlägt der Parteivorstand noch vor: Die Lärmmessung soll vom Flughafen in die Hände Dritter gelegt und für Anwohner ein freiwilliges Schallschutzprogramm aufgelegt werden, das über das bisherige hinaus geht. siehe auch

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Verspätung bis 22.30 oder 23 Uhr?

CDU zu Flughafen: Leitantrag des Kreisvorstands bleibt hinter Fraktionspapier zurück
 

 
Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 05.12.2001

Mit einem Leitantrag des Kreisvorstands und dem weitergehenden Positionspapier der Ratsfraktion zum Flughafen geht die CDU beim Kreisparteitag am Freitag, (7.12.) drei Tage vor der SPD in die Diskussion um Verspätungsregelung und Gewichtsbegrenzung.

Die Papiere von Partei und Fraktion kommen zwar zu grundsätzlichen Übereinstimmungen, dennoch gibt es Abweichungen in Details.

Der Kreisvorstand schlägt dem Parteitag vor, Ausnahmeregelungen für verspätete Landungen nur bis 22.30 Uhr zu erteilen. Darüber hinaus sollen Flugzeuge bis 23 Uhr landen dürfen, wenn sie auch in Wickede gewartet werden, die Fluggesellschaft also einen Wartungsstand unterhält (home-base-Regelung). Beispiel Eurowings.

Das Fraktionspapier dagegen sieht eine generelle Verspätungsmöglichkeit bis 23 Uhr vor und räumt 200 weitere Landungen im Jahr zu einem noch späteren, nach hinten offenen Zeitpunkt ein.

Die Kosten für die verspätete Landung soll den Verursachern in Rechnung gestellt werden, damit Fluggesellschaften kein wirtschaftliches Interesse an der Ausnutzung der Verspätungsregelung hätten, sind Fraktion und Kreisverband einig. Der Rat soll die Verspätungsregelung kontrollieren, Gründe für die Verspätung sollen ins Internet.

Die Gewichtsbeschränkung will der Leitantrag des Kreisvorstandes nur für lärmarme Flugzeuge aufheben, die in der Bonusliste des Bundesverkehrsministers stehen, den Lärmpegel nicht vereinzelt nach oben schnellen lassen und zu den Flugzeugmustern von Airbus A 320 und Boeing 737 gehören, die als beispielhaft im Planfeststellungsbeschluss genannt sind. Für die Partei hat die Landebahn des Flughafens mit 2000 m den Endausbauzustand erreicht, die Aufhebung der Gewichtsbeschränkung dürfe einem weiteren Ausbau der Landebahn keinen Vorschub leisten, so der Beschlussvorschlag.

Das Fraktionspapier dagegen macht die Aufhebung der Tonnage-Begrenzung allein vom Lärmpegel (Kriterium Bonusliste), aber nicht vom Flugzeugtyp abhängig.

Als weitere Anregungen schlägt der Kreisvorstand ein freiwilliges Schallschutzprogramm, über das gesetzlich hinausgehende vor und die Lärmmessung durch neutrale Dritte (z.B. TÜV) statt bislang durch die Flughafen GmbH.

Rund 200 Delegierte werden die Papiere am Freitag in der Westfälischen Psychiatrie in Aplerbeck diskutieren und der Ratsfraktion einen Beschluss für die Ratssitzung am 20.12. mit auf den Weg geben.

ko

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Man kann nicht mehr mit offenem Fenster schlafen

Brief einer Schürener Bürgerin, den Sie zusammen mit einer Unterschriftenliste gegen den Nachflug an die SGF schickte
 

 
Brief vom 02.12.2001

Ich wurde in Schüren geboten, und bin auch hier zur Schule gegangen. Da war es noch ein leiser Ort. Aber jetzt wird man morgens um 6 Uhr aus dem Schlaf gerissen. Man kann nicht mehr mit offenem Fenster schlafen. Hat man das Fenster offen und hört Radio, muß man es schließen, weil man nicht mehr versteht, und im Radio ist eine Störung solange der Flieger über uns ist. Ich wohne in Schüren Ost, direkt in der Ein- und Abflugschneise.

Ich finde es ungerecht, dass man nicht sofort gesagt hat, was Sie aus dem Flughafen machen wollten. Es sollte nur immer einer für die Geschäftsleute werden, so ging es aus der ersten Benachrichtigung hervor. Und nun wird er immer größer. Es wohnen doch mehr Menschen unten, die sich gestört fühlen als Menschen die fliegen, und dann die Angst die wir alle haben, dass mal eins runter fällt.

Aber daran wird nicht gedacht oder es wird einfach in Kauf genommen. Die Hauptsache es kommt Geld rein und man macht sich beliebt.

Dann noch ein Wort zur Natur. Wie sieht es auf der alten B1 aus, unser schönes Fleckchen grün im Osten. Häuser werden abgerissen, Straßen werden zugemacht, Bäume entlang der Straße werden gerodet, es ist eine Schande.

Die Menschen hier sind mit ihrem neuen OB nicht zufrieden, der nur zu den Mächtigen hält und nicht zu denen, die ihn brauchen.

siehe auch

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Letztes Update: 22.12.2001