Schutzgemeinschaft Fluglärm
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Neue SGF-Website www.sgf-do-un.de
mit Infos seit 2006 online seit dem 07.05.2006.

Diese Website bleibt vorerst als
Archiv für die Infos von 1998 - 2005
bestehen.

Aktuelle Nachrichten und Informationen
- November 2001 -

Die Informationen sind chronologisch geordnet, die aktuellsten finden Sie ganz oben.
 


siehe auch

  • Flughafenkritiker wollen in die Politik
    Zusammenarbeit mit Grünen ist denkbar
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 30.11.2001
     

Nachtflug

  • „Größenwahn treibt weitere Blüten"
    Sachkritik an der Umfrage der Universität Dortmund im Auftrag der Flughafen Dortmund GmbH
    Presseerklärung zur Pressekonferenz am 29.11.2001 des Aktionsbündnis gegen den weiteren Ausbau des Flughafens Dortmund
     

Nachtflug,
Mitteilungen

  • CDU-Papier: Landung nach 23 Uhr
    Diskussion angeregt
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 29.11.2001
     

Nachtflug

  • CDU-Fraktion will Flugzeuge auch noch nach Mitternacht landen lassen
    Bericht in der Westfälischen Rundschau vom 29.11.2001
     

Nachtflug

  • Dickes Minus bei Linienflügen
    Bericht in der Westfälischen Rundschau vom 28.11.2001
     

Zahlen

  • Flughafen GmbH zieht Reißleine
    Einstellungsstopp, Vorsicht bei Aufträgen
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 28.11.2001
     

Zahlen

  • Flughafen: Vorstand der SPD wartet ab
    Bericht in der Westfälischen Rundschau vom 28.11.2001
     

Nachtflug

  • Flughafen: Wir halten die Zeiten strikt ein
    Bericht in der WAZ vom 14.11.2001
     

Nachtflug

  • Sorgen am Flughafen: Erstmals Einstellungsstopp verhängt
    Zuwachs bei den Passagierzahlen - aber Linien geraten ins Trudeln - Touristikgeschäft überdeckt die negative Situation
    Bericht in der WAZ vom 08.11.2001
     

Zahlen

  • Flughafen im Vortrag
    Bei Stiepelmann
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 06.11.2001
     

Nachtflug

  • Flughafen: Kein freies Parken mehr
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 06.11.2001
     

 
  • Auch in der Krise bleibt Eurowings auf Erfolgskurs
    Regionalflieger profitiert von Fusion mit der Lufthansa und vom Aufschwung des ausgebauten Flughafens in Wickede
    Bericht in der WAZ vom 01.11.2001
     

Eurowings

weiter mit Oktober 2001


Flughafenkritiker wollen in die Politik

Zusammenarbeit mit Grünen ist denkbar
 

 
Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 30.11.2001

Von den Bürgern fühlen sie sich verstanden, von der lokalen Politik jedoch verschaukelt: Die Flughafenkritiker planen den Schritt in die Stadtpolitik.

"Wir sehen die zwingende Notwendigkeit, bei der nächsten Wahl in den Wahlkampf einzugreifen",

so Ursula Wirtz, Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Fluglärm.

"Das Flughafenproblem wird in den nächsten Jahren noch für eine breitere Masse interessant. Da muss man den großen politischen Parteien Paroli bieten".

Das jetzt von der CDU vorgelegte Diskussionspapier zum Flughafen, das Spätlandungen sogar nach 23 Uhr vorsieht, sehen die Flughafenkritiker als gezielt Provokation.

"Das stammt von einem kleinem Teil der CDU. Wir werden sehen, wie die ganze Partei bei der Abstimmung im Dezember darüber denkt",

so Ursula Wirtz.

Christoph Diestelhorst, Wickeder Pfarrer und führender Kopf beim Aktionsbündnis gegen Flughafen-Ausbau, blickt schon auf die Ratssitzung am 20. Dezember:

"Soweit ich gehört habe, wird dann in geheimer Abstimmung entschieden. Bei uns im kirchlichen Bereich ist das üblich, wenn man die Möglichkeit geben will, ganz frei zu entscheiden."

Was das für diese Abstimmung zu sagen habe, darüber könne man in alle Richtungen spekulieren.

Fest steht allerdings auch für Diestelhorst, dass die Entwicklung um die Spätlandungen eine neue Qualität bekommt:

"Nach den Gesprächen, die man von politischer Seite mit uns geführt hat, sehe ich für die Initiativen auch nur noch die Alternative, selbst politisch aktiv zu werden. Das ist wahrscheinlich die einzige Sprache, die die Politiker verstehen."

Noch seien keine endgültigen Entscheidungen gefallen, vorstellbar sei einen Zusammenarbeit mit den Grünen.

"Man macht nicht einfach mal eben eine Bürgerliste auf",

so Diestelhorst.

bus

siehe auch

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CDU-Papier: Landung nach 23 Uhr

Diskussion angeregt
 

 
Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 29.11.2001

Geht es nach einem Diskussionpapier der Dortmunder CDU, kann der Flughafen in Zukunft wesentlich flexibler über Spätlandungen nach 22 Uhr entscheiden.

Das Papier "Dortmund 2010" regt an, dass die Flughafenleitung künftig grundsätzlich ermächtigt ist, Sondergenehmigungen für Spätlandungen bis 23 Uhr zu erteilen. Darüber hinaus sollen bis zu 200 Landungen nach 23 Uhr möglich sein - wenn die Verspätung begründet ist und die Flugzeuge zu denen mit besonders niedrigem Lärmwert zählen. Dies sei, so das Papier, eine im Vergleich zu anderen Flughäfen strenge Regelung. Zusätzlich soll für besonders leise Flugzeuge die Gewichtsbeschränkung am Flughafen aufgehoben werden.

Das Diskussionspapier stellt diese Maßnahmen als probates Mittel zur Zukunftssicherung dar:

"Wie in früheren Blütezeiten als freie Reichs- und Hansestadt will Dortmund auch heute die Chancen für Bürger und Wirtschaft durch die gezielte Poitionierung im vereinten Europa verbessern."

Am 7. Dezember wird die CDU auf einem Parteitag über ihre grundsätzliche Richtung zum Thema Flughafen entscheiden. Anregungen sind willkommen. Der komplette Text im Internet: cdu-dortmund.de

siehe auch Nachtflug

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CDU-Fraktion will Flugzeuge auch noch nach Mitternacht landen lassen
 

 
Bericht in Westfälische Rundschau vom 29.11.2001

(har-/beus) Nach der rigorosen Absage an den Flughafen im Frühjahr vollzog die CDU-Fraktion gestern mit einem Positionspapier eine Drehung um 180 Grad: Sie stimmt einer Verspätungsregelung zu, die Raum gibt für Landungen nach Betriebsschluss um 22 Uhr. Auch noch nach 24 Uhr.

Weniger hatte Flughafenchef Heinz A. Nunkesser gewollt, war aber schon im ersten Anlauf auf Grund gelaufen. Was die CDU gestern an die Öffentlichkeit brachte, dürfte Wirbel verursachen:

Die Flughafen GmbH soll außerplanmäßig begründete Verspätungen bis 23 Uhr unbegrenzt selbst genehmigen können.

In maximal 200 Fällen pro Jahr sind auch über 23 Uhr hinaus Verspätungen möglich. Nunkesser hatte maximal 500 Spätlandungen zwischen 22 und 24 Uhr gefordert. Die CDU gibt zwischen 22 und 23 Uhr keine Mengenbegrenzung vor und danach auch keine zeitliche: Spätlandungen auch noch nach 24 Uhr? "Kein Limit", so CDU-Geschäftsführer Focke.

Einzige Einschränkung in dem Fraktions-Papier, das im Internet zur Verfügung steht (www.cdu-dortmund.de) und am 7. Dezember dem Parteitag vorgelegt wird: Nur Flugzeuge mit niedrigem Lärmwert sollen nach 22 Uhr landen dürfen. Für sie soll auch die Gewichtsbeschränkung von 75 Tonnen aufgehoben werden - ein weiterer Streitpunkt.

Die SPD zieht mit zwei Denkrichtungen in ihren Beirat am 10. Dezember: Eine Gruppe möchte Spätlandungen bis 23 Uhr. Die 75 Tonnen sollen bleiben, aber leise Flieger eben doch landen dürfen. Die zweite Strömung aus der SPD-Arbeitsgruppe möchte eine Verspätungsregelung bis 22.30 Uhr und an den 75 Tonnen festhalten.

Am 17. Dezember (Montag) ist der Flughafen Thema einer neuen Runde von "Tacheles" - den Dortmunder Streitgesprächen. Politiker, Flughafen- und RP-Vertreter sowie Ursula Wirtz von der Schutzgemeinschaft Fluglärm sind eingeladen. Ort und Zeit: das Holiday-Inn, An der Buschmühle 1, 18 Uhr. Eintritt frei.

siehe auch Nachtflug

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Dickes Minus bei Linienflügen
 

 
Bericht in Westfälische Rundschau vom 28.11.2001 von Frank Fligge

Die Krise im Luftverkehr setzt nicht allein den Fluggesellschaften zu, sondern auch den Airports. Die Fluggastzahlen im Oktober:

  • Berlin - 15,5 %,
  • Düsseldorf - 6,4 %,
  • Frankfurt - 13,9 %,
  • Hannover - 19,3 %,
  • München - 8,0 %.
  • Und Dortmund: + 60 %.

"Doch die Zahl täuscht", sagt Flughafen-Geschäftsführer Heinz A. Nunkesser.

"Hinter ihr verbirgt sich Bedrohliches."

Denn: Bei den Linienflügen erlebt auch der Wickeder Airport einen Einbruch der Fluggastzahlen. Schon seit Anfang des Jahres schlage die konjunkturelle Delle durch. Die Unternehmen müssten sparen.

"Und wo setzen sie als erstes den Rotstift an: bei den Reisekosten",

so Nunkesser.

Verzeichnete der Flughafen Dortmund in den ersten Monaten 2001 bei den Geschäftsreisenden noch einen leichten, aber bereits enttäuschenden Zuwachs von 3 - 4 %, so registriert Nunkesser seit dem 11. September einen "dramatischen Rückgang": 11 - 12 % minus im September/Oktober, und der November verheißt keine Besserung.

Dass der Airport gegenüber 2000 dennoch Zuwächse von 60 % und mehr vermelden kann, liegt allein am Boom im Tourismusbereich seit Inbetriebnahme der verlängerten Start-/Landebahn. Insgesamt werde man die kalkulierten 700 000 Fluggäste im Linienverkehr (59 % des Gesamtaufkommens) "gerade eben erreichen" und dank der 400 000 Touristen auch die Vorgabe von 1,1 Mio. Fluggästen insgesamt "zumindest schrammen".

Perspektivisch, so Nunkesser, müsse man sich aber mit der Frage beschäftigen: Was wird 2002? - Und die möglichen Szenarien durchspielen. Zwar wisse er, dass die Urlaubsbuchungen ab Dortmund gut angelaufen seien. Hoffnung auf ein kurzfristiges und spürbares Anziehen der Konjunktur hegt er indes nicht. Wenn die Auslastung der Linienflüge weiter sinkt, drohe die Streichung ganzer Verbindungen - wie mit Mailand und Kopenhagen bereits geschehen. Fatal für den Flughafen.

Nunkesser muss angesichts des hohen Kostendrucks nach der 350 Mio. DM-Investition sparen. Unterhaltungs- und kleinere Reperaturarbeitensollen künftig verstärkt in Eigenregie durchgeführt statt fremd vergeben werden. Mit dem Betriebsrat laufen Gespräche, Arbeitszeitkonten anzulegen, damit die Mitarbeiter in der flaueren Herbst-/Winterzeit Überstunden abfeiern können.

Nunkesser:

"In diesem Jahr kommen wir mit einem blauen Rand unterm Auge davon. Ich möchte nicht, dass ein Veilchen daraus wird."

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Flughafen GmbH zieht Reißleine

Einstellungsstopp, Vorsicht bei Aufträgen
 

 
Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 28.11.2001

Die Landung für die Flughafen Dortmund GmbH ist holprig, aber doch (hoffentlich) ohne bleibende Schäden. Andere Flughäfen sind nach Ansicht von Flughafenchef Heinz A. Nunkesser von den Anschlägen in New York und der insgesamt angespannten wirtschaftlichen Lage stärker betroffen. Die avisierten Passagierzahlen für 2001 von 1,1 Mio. werden knapp erreicht. Insgeheim hatte Nunkesser darauf gehofft, dass die Vorgaben übertroffen würden.

Starke Rückgänge

Dass die 1,1 Mio. Passagiere überhaupt erreicht werden, ist den Touristikflügen zu verdanken. Beim Linienflugverkehr war bereits seit März kein Zuwachs mehr zu verzeichnen, im Oktober gab es sogar einen Rückgang zwischen 11 und 12 %, im November rechnet Nunkesser sogar mit 14 % Minus. Ganz anders die Zahlen im Touristikverkehr. Im Oktober gingen 106 000 Reisende ab Dortmund in die Luft, im Vorjahr waren es nur 65 000.

"Dabei ist zu berücksichtigen, dass die längere Startbahn erst seit Ende Oktober 2000 in Betrieb ist",

so Nunkesser. Insgesamt schaut die Verteilung von Flugbewegungen und Passagieren wie folgt aus: Bei den Starts und Landungen entfallen 88 Prozent auf Linie, 12 Prozent auf Charter, bei den Passagieren 59 Prozent auf Linie, 41 Prozent auf Charter.

"Das liegt daran, dass im Touristikbereich größere Flugzeuge eingesetzt werden",

erläutert Nunkesser.

Die Einbrüche bei den Linienflügen machen Nunkesser Sorgen.

"Dadurch kommen schlecht frequentierte Strecken in Gefahr, eingestellt zu werden",

meint er. Die Strecken nach Mailand und Kopenhagen sind bereits gestrichen worden.

Diese Entwicklungen weisen für die Flughafengesellschaft in eine Richtung: bei den Kosten muss die Reißleine gezogen werden.

"Wir werden erst einmal keine Leute mehr einstellen",

kündigt Nunkesser an. Bei 260 Mitarbeitern sei jetzt Schluss. Auch die Auftragsvergabe gehe man zurückhaltender an.

"Manches, was wir früher an private Unternehmen vergeben haben, machen wir jetzt selbst".

Arbeitszeitkonto

Mit dem Betriebsrat verhandelt die Geschäftsführung zurzeit über flexiblere Arbeitszeiten. Ein Jahresarbeitszeitkonto ist im Gespräch. Denn das Arbeitsaufkommen schwankt im Laufe des Jahres beträchtlich. Aufgrund der Touristikflüge ist es in der Ferienzeit am größten. Nunkesser:

"Möglich wäre es zum Beispiel, dass die Mitarbeiter im Winter vier Tage, im Sommer sechs Tage arbeiten."

kiwi

siehe auch Zahlen

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Flughafen: Vorstand der SPD wartet ab
 

 
Bericht in Westfälische Rundschau vom 28.11.2001

(beus) Am 10. Dezember wird der SPD-Beirat über die Spätlandungen und die 75-Tonnen-Grenze am Flughafen streiten. Der Parteivorstand will erst einmal abwarten.

Einen eigenen Beschlussvorschlag - das wurde am Montag im Unterbezirk deutlich - will der Parteivorstand offenbar nicht vorlegen. Und weil sich auch die SPD-interne Arbeitsgruppe nicht auf ein Kompromisspapier geeinigt hat, gehen die Genossen mit zwei Strömungen am 10. Dezember in den Beirat.

Die erste Gruppe möchte nun auch dem Wickeder Flughafen eine Verspätungsregelung an die Hand geben. Ihr Vorschlag: Die Betriebszeiten sollen nicht angetastet werden und weiter bis 22 Uhr gelten. Sollten Flieger ohne eigenes Verschulden zu spät kommen, sollen sie die Möglichkeit haben, ausnahmsweise bis 23 Uhr landen zu dürfen. Aber nur solche Maschinen, die der leisesten Kategorie angehören und in einer entsprechenden Bonusliste auftauchen. Über diese Ausnahmen soll die Flughafen GmbH selbst entscheiden dürfen. Die 75-Tonnen-Grenze soll zwar in der Planfeststellung bleiben, doch auch da solle es Ausnahmen geben für Flieger der leiseren Lärmkategorie. Damit könnten in Wickede auch größere Flieger landen, jedoch keine Großraumflugzeuge.

Die zweite Strömung, vertreten durch Aplerbeck und Brackel, möchte an der 75-Tonnen-Grenze nicht rütteln und dem Flughafen eine Verspätungsregelung bis 22.30 Uhr einräumen.

Die CDU hat für den 7. Dezember einen Sonderparteitag terminiert, bei dem sie zu einer Meinung finden möchte. Das letzte Wort hat der Rat am 20. Dezember - die SPD kündigte an, geheime Abstimmung zu beantragen. Sauer zeigte sich Fraktionschef Prüsse über die Genossen aus der Stadt Unna. Sie waren zwar eingeladen, sind der Arbeitsgruppe im Gegensatz zu Genossen aus Holzwickede und dem Kreis Unna aber "ohne Entschuldigung fern geblieben."

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Flughafen: Wir halten die Zeiten strikt ein
 

 
Bericht in der vom 14.11.2001

Irritationen in der Öffentlichkeit über Start und Landezeiten hat die Flughafen Dortmund GmbH geortet. Flughafen-Sprecherin Judith Urbansky erklärt: Wir halten die Betriebszeiten von 6 bis 22 Uhr strikt ein.

Durch einen Übermittlungsfehler hätten sich in den Anschluss-Flugplan des Flughafens Dortmund Landezeiten eingeschlichen, die nach 22 Uhr liegen.

Dagegen betont die Flughafen-Sprecherin: Sämtliche Linienmaschinen treffen flugplanmäßig vor 22 Uhr in Dortmund ein. Hieran werde die Flughafen GmbH auch nichts ändern, wenn es zu einer Verspätungsregelung komme.

Start- und Landezeiten unterlägen einer strengen Kontrolle. Die Tower-Besatzungen registrierten dies, die Flughafen-Verkehrszentrale dokumentiere die Zeiten zudem überprüfbar.

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Sorgen am Flughafen: Erstmals Einstellungsstopp verhängt

Zuwachs bei den Passagierzahlen - aber Linien geraten ins Trudeln - Touristikgeschäft überdeckt die negative Situation
 

 
Bericht in der vom 08.11.2001

Das gab es in Deutschland nirgendwo sonst - einzig am Dortmunder Flughafen wurden im Oktober noch Zuwachsraten registriert: 104 576 Passagiere, 64,3 vH. mehr als im Vergleichsmonat 2000.

Aber die Freude über das Plus bei den Passagieren bleibt gedämpft, die guten Zahlen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch in Wickede die Linienflüge empfindlich ins Trudeln geraten.

Wie Flughafenchef Heinz A. Nunkesser auf Anfrage der WAZ erklärt, überdeckt die Entwicklung im Touristikgeschäft bisher noch den negativen Trend. Im Moment sei aber nicht absehbar, wie sich die Ferienflüge im nächsten Jahr entwickelten. Vielmehr rechne die Branche auch hier mit Einbrüchen als Folge der Terroranschläge in den USA, aber auch nachlassender Konjunktur.

Die Flughäfen, die jahrelang auf Wachstum gesetzt hätten, ständen seit dem 11. September vor einer völlig neuen Situation, sagt Nunkesser. Sie werde durch steigenden Kostendruck, der nicht den Fluggesellschaften aufgebürdet werden könne, weiter verschärft. So schlügen allein die Mehrkosten für Versicherungen bei der Flughafen-Gesellschaft mit 300 000 Mark zu Buche. Auch die verschärften Kontrollen hätten ihren Preis.

Als Folge gibt es in der „Jobmaschine Flughafen" erstmals Einstellungsstopp - nachdem die Gesellschaft in der Vergangenheit den Personalbestand regelmäßig Jahr um Jahr aufgestockt hatte - auf derzeit 260 Mitarbeiter. Auch bei jeder frei werdenden Stelle überlange man lange, ob sie wieder besetzt werden müsse.

Nunkesser äußert dazu die Sorge, Fluglinien könnten wegbrechen, weil sie für die Gesellschaften nicht mehr rentabel seien. Ohne die Touristik-Zahlen sei das Aufkommen auch in Dortmund rückläufig. Immerhin wird noch im November ein Rekord erwartet - bei den Passagierzahlen wird die Million überschritten.

JO

siehe auch Zahlen

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Flughafen im Vortrag

Bei Stiepelmann
   

 
Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 06.11.2001

Wickede. Das Thema Fluhafen sorgt weiter für Gesprächsstoff. Die CDU Ortsunion Wickede lädt am Mittwoch (07.11.2001) um 20 Uhr zu einem Diskussions- und Informationsabend ein in die Gaststätte Haus Stiepelmann, Wickeder Hellweg 43. Dabei sollen Fragen zu Nachtlandungen und immer größer werdenden Flugzeugen beantwortet werden. Breiten Raum wird wohl auch die Frage einnehmen, wie es mit dem Airport in Wickede weiter geht.

„Setzt man die Salami-Taktik fort oder leitet man die notwendigen rechtlichen Korrekturen ein?"

heißt es in der CDU-Einladung. Als Referenten konnte die Ortsunion Walter Knieling gewinnen, der Mitglied des Rates ist und zudem als stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat der Flughafen Dortmund GmbH fungiert. Bürger sind willkommen.

siehe auch Nachtflug

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Flughafen: Kein freies Parken mehr

Dafür neue Buslinie
   

 
Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 06.11.2001

Seit Jahren wirbt der Flughafen in Wickede mit kostenlosen Parkmöglichkeiten - das aber dürfte nach einem Vorschlag von Flughafen-Chef Heinz August Nunkesser bald vorbei sein.

Nunkesser will für die 1300 bisher freien Parkplätze westlich des alten Terminals 5 Mark pro Tag bzw. 25 Mark Gebühren in der Woche erheben. Mit dem Geld soll dann u.a. vier Mal stündlich ein Shuttle-Bus vom Bahnhof Holzwickede zum Flughafen finanziert werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 650 000 Mark pro Jahr. Der Shuttle-Bus würde, so Nunkesser, das ÖPNV-Angebot deutlich verbessern, da über Holzwickede Züge aus Soest, Unna, Hamm, Hagen, Wuppertal und Schwerte angebunden würden.

Die Verbesserung der Nahverkehrsanbindung sei ein vielfach geäußerter Wunsch von Kunden. Dazu belaufe sich der Unterhalt der ein Kilometer vom neuen Terminal entfernten 1300 Parkplätze samt Entwässerung, Beleuchtung und Instandhaltung auf rund eine halbe Million Mark im Jahr. Nunkesser:

"Kostenloses Parken ist einfach nicht mehr zeitgemäß."

Das gebe es sonst nur noch am Flughafen Paderborn und dort sei Fläche billig.

"Doch die Platzverhältnisse in Wickede sind alles andere als günstig."

Die von ihm vorgeschlagene Gebühr sei durchaus moderat und könne zudem den Shuttle-Bus finanzieren.

Der Aufsichtsrat der Flughafen GmbH wird voraussichtlich Mitte Dezember über den Vorschlag entscheiden. Nach Einschätzung von Aufsichtsratschef und SPD-Ratsherr Helmut Harnisch ist dabei ein positives Votum zu erwarten. 5 Mark Parkgebühren pro Tag, so Harnisch, seien durchaus zumutbar.

kar/oli

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Auch in der Krise bleibt Eurowings auf Erfolgskurs

Regionalflieger profitiert von Fusion mit der Lufthansa und vom Aufschwung des ausgebauten Flughafens in Wickede
 

 
Bericht in der vom 01.11.2001 von Rolf Maug

Von dem Aufschwung, den der Flughafen in Wickede durch die Verlängerung der Bahn auf 2000 Meter und den Bau eines neuen Terminals nahm, profitiert auch die Dortmunder Regionalfluggesellschaft Eurowings.

Die allgemeine Konjunkturflaute und das Ausbleiben von Fluggästen nach den Terroranschlägen am 11. September in den Vereinigten Staaten machen selbst großen Airlines schwer zu schaffen. Die Swissair tauchte bereits ab, der Lufthansa fehlen etwa 30 000 Buchungen die Woche.

Karl-Friedrich Müller, Leiter Netzmanagement, Marketing und Vertrieb bei Eurowings, sprach gestern von der größten Krise in der Geschichte des internationalen Luftverkehrs. An Dortmund und an Eurowings geht sie - bis jetzt jedenfalls - nahezu spurlos vorbei.

Zwar beklagt auch Eurowings Buchungsrückgänge (zehn bis 15 Prozent). Doch bei den Passagieren rechnet man mit einem Plus von zehn Prozent (auf 3,5 Mio), und das Jahresergebnis werde nicht allzu weit hinter den Erwartungen (eine Milliarde Mark Umsatz) zurückbleiben. Zumal man sich von der Destination Mailand, die noch in Anlaufschwierigkeiten steckte, vorerst wieder trennte. Zudem schlagen Synergien aus der Fusion mit der Lufthansa kostendämpfend zu Buche. Daher sind - für die erstmals über 1700 Beschäftigten - auch Kurzarbeit und Vier-Tage-Woche kein Thema.

Ansonsten aber zeigt sich der Regionalflieger im neuen Winterflugplan durchaus ambitioniert. Da sind zunächst einmal die ersten beiden noch nagelneuen Maschinen vom Typ Bombardier CRJ 200, die nach dem Ausbau der Bahn jetzt auch in Dortmund eingesetzt werden - und zwar auf den Verbindungen nach Zürich und Paris (je dreimal täglich). Die 50-sitzigen Düsenflieger böten nicht nur sechs Sitze mehr als die bisher eingesetzte (und im Winterflugplan fälschlicherweise noch verzeichnete) ATR 42-500, so Müller. Sie produzierten auch weniger Lärm, weil sie schon nach 450 Metern abheben und die Wohngebiete im Osten mit Abstand höher überfliegen.

In London wird nicht länger der weit vor den Stadttoren gelegene Airport Stansted angeflogen sondern London City - ein Flughafen, der - was die Höhe der Landegebühren anbelangt - mit an der Spitze in Europa rangiert, aber eben auch sehr zentral gelegen ist. Den steileren Anflug, sechs statt drei Prozent, mussten die Piloten im Simulator erst einüben.

siehe auch Eurowings

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Letztes Update: 01.12.2001