Schutzgemeinschaft Fluglärm
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Neue SGF-Website www.sgf-do-un.de
mit Infos seit 2006 online seit dem 07.05.2006.

Diese Website bleibt vorerst als
Archiv für die Infos von 1998 - 2005
bestehen.

Aktuelle Nachrichten und Informationen
- September 2001 -

Die Informationen sind chronologisch geordnet, die aktuellsten finden Sie ganz oben.
 

siehe auch

  • Niemand misst exakte Flughöhe
    78 Tonnen-Maschinen landen illegal/
    500 Bürger bei Flughafen-Veranstaltung
    Bericht in der Westfälische Rundschau vom 29.09.2001
     

Betriebsgenehmigung

  • Münster warnt den Rat
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 29.09.2001
     

Betriebsgenehmigung

  • Politiker legen Streit um den Flughafen bei
    Bericht in der WAZ vom 29.09.2001
       

Betriebsgenehmigung

  • Stellungnahme gegen die Ausweitung der Betriebszeit vom 26.09.2001:
    Zum zweiten Mal stellte Nunkesser einen Antrag, ohne vorher die notwendige Zustimmung des Rates einzuholen

    Leserbrief von SGF, Werner Wirtz an die Medien in Dortmund und Unna
     

Betriebsgenehmigung

  • Lufthansa fliegt auf Eurowings
    Unter Auflagen darf die Lufthansa ihren Anteil an Eurowings aufstocken
    Bericht im Kölner Stadt-Anzeiger vom 25.09.2001
     

Fusion Lufthansa/Eurowings

  • Lufthansa/Eurowings: Kartellamt segnet Fusion unter Auflagen ab
    Bericht in der Financial Times vom 25.09.2001
     

Fusion Lufthansa/Eurowings

  • Kartellamt lässt die Lufthansa auf Fusionskurs
    Bericht in der WAZ vom 25.09.2001
     

Fusion Lufthansa/Eurowings

  • Jetzt muss der Dortmunder Rat „Farbe bekennen"
    Presseerklärung zur Pressekonferenz am 25.09.2001 des Aktionsbündnis gegen den weiteren Ausbau des Flughafens Dortmund
     

Betriebsgenehmigung

  • Auch Massener Dächer müssen sicher sein
    Bericht in der Westfälische Rundschau vom 22.09.2001
     

Dachziegel-Air Berlin

  • Flughafen klopft auf Meinungsbarometer
    Umfrage zum Flughafen
    Bericht im Hellweger Anzeiger vom 22.09.2001
     
 
  • OB hält generell an Fliegern mit 75 Tonnen fest
    Bericht in der Westfälische Rundschau vom 22.09.2001
     

Betriebsgenehmigung

  • „Absurde" Gewichtsveränderung
    Bezirksvertretung Brackel kritisiert Vorgehen von Flughafen GmbH und Stadtverwaltung
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 22.09.2001
     

Betriebsgenehmigung,
Dachziegel-Air Berlin

  • Rat will mehr Zeit
    Flughafen
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 20.09.2001
     

Betriebsgenehmigung

  • Flughafen-Entwicklung
    Informationsveranstaltung für Bürger
    Meldung in den Ruhr Nachrichten vom 20.09.2001
     
 
  • Schwere Flieger: Rat hat das Wort
    Wickede: Regierungspräsident schrieb OB
    Bericht in der WAZ vom 19.09.2001
     
  • Zur Fußball-WM muss Infrastruktur stimmen
    IHK-Chef Klaus Günzel zu Flughafen und Metrorapid
    Bericht in der WAZ vom 15.09.2001
     

Betriebsgenehmigung,
Metrorapid

  • Leserbrief in der WAZ vom 15.09.2001 zum Artikel „CDU: Flugzeiten in Wickede neu überdenken, Gewisses Verständnis für Air Berlin" in der WAZ vom 10.09.2001
     

Nachtflug

  • Hovermann: Airport mit zweitem Chef
    Weil Aufgaben und Arbeit zunehmen
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 14.09.2001
     
 
  • Zufall deckte Boeing-Gewichts-Probleme auf
    Fluggesellschaft stellte brav einen Ausnahmeantrag und brachte Behörde auf die Spur
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 11.09.2001
     

Betriebsgenehmigung

  • Der Flughafen bezieht jetzt Horchposten
    Lärm wird automatisch überwacht
    Bericht in der WAZ vom 11.09.2001
     

Lärmmessungen

  • Flughafen will leise Flieger belohnen
    Ergebnis der ersten Lärmmessungen
    Bericht in der Westfälische Rundschau vom 11.09.2001
     

Lärmmessungen

  • Lärm-Bonus für Jets
    Flughafen-Chef Nunkesser hat die ersten Lärmdaten vorgelegt
    Bericht im Hellweger Anzeiger vom 11.09.2001
     

Lärmmessungen

  • Fluglärm niedriger als erwartet
    Mess-Station in Aplerbeck und Wickede
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 11.09.2001
     

Lärmmessungen

  • Brief eines SGF-Mitglieds vom 11.09.2001
    an die Bezirksregierung Münster
    zum Antrag auf Sondergenehmigung für erhöhte Abfluggewichte
    mit kleiner Flughafenchronik über die nicht eingehaltenen Aussagen zum Flughafen in den letzten Jahren
     

Betriebsgenehmigung

  • OB für sinnvolle Verspätungsregelung
    Die Betriebszeiten am Flughafen Dortmund bleiben wie sie sind
    Bericht in der Westfälische Rundschau vom 10.09.2001
     

Nachtflug

  • CDU: Flugzeiten in Wickede neu überdenken
    Gewisses Verständnis für Air Berlin
    Bericht in der WAZ vom 10.09.2001
     

Nachtflug

  • Neue Jets werden zu schwer
    Neue Probleme für den Flughafen?
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 10.09.2001
     

Betriebsgenehmigung

  • Brief: Metrorapid bis nach Holzwickede
    OB an Bodewig und Schwanhold - Gutachter sind keine Freunde der Flughafen-Anbindung
    Bericht in der WAZ vom 07.09.2001
     

Metrorapid

  • Fraktionen einig: Mit uns nicht
    Air-Berlin-Forderung blitzt ab/Keine generelle Dachsicherung
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 07.09.2001
     

Nachtflug,
Dachziegel-Air Berlin

  • Air Berlin-Chef macht Dortmunder Politik Vorwürfe
    Flughafen-Geschäftsführer wurde im Regen stehen gelassen - Neuer Anlauf für Ausnahmeregelung angekündigt
    Bericht in der WAZ vom 07.09.2001
     

Nachtflug

  • Air Berlin macht Druck
    Strenge Flugzeiten-Regelung am Dortmunder Flughafen gefährdet Arbeitsplätze
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 07.09.2001
     

Nachtflug

  • Air-Berlin will bis 23.30 Uhr landen
    Ansonsten drohen Konsequenzen
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 07.09.2001
     

Nachtflug

  • Mallorca-Shuttle fliegt durch
    Winterflugplan: Air Berlin bietet neue Ziele ab Dortmund an
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 07.09.2001
     
 
  • Flughafenchef referierte über Jobs und gute Nachbarschaft
    Politik soll Ausbau fördern: Mit ÖPNV und Gewerbegebieten
    Bericht in der WAZ vom 05.09.2001
     

Dachziegel-Air Berlin

  • Leserbrief in den Ruhr Nachrichten zum Artikel „Flugzeug deckte Dachziegel ab" vom 04.09.2001
     

Dachziegel-Air Berlin

  • Flugzeug deckte Dachziegel ab
    Anwohner in Aplerbeck haben Angst
    Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 04.09.2001
     

Dachziegel-Air Berlin

  • Deutschland und Schweiz einigen sich auf Reduzierung von Fluglärm
    Meldung in den Ruhr Nachrichten vom 04.09.2001
     

 

  • Rot-grüner Eklat um neues Fluglärm-Gesetz
    Bericht im Spiegel vom 03.09.2001
     

Fluglärmgesetz

  • Leserbrief zum Artikel in der Westfälischen Rundschau vom 01.09.2001: "Flieger wirbelte Pfannen von Massener Dach"
     

Dachziegel-Air Berlin

weiter mit August 2001
 


Auch Massener Dächer müssen sicher sein
 

 
Bericht in Westfälische Rundschau vom 22.09.2001

Unna-Massen. (wig) Der Massener Dachpfannen-Fall ist politisch längst nicht abgeschlossen. Jedenfalls will sich der Unnaer Rat offenbar nicht mit den bisherigen Erklärungen des Flughafens abfinden.

Wie berichtet, hatte am 31. August eine "Wirbelschleppe" gut 20 Dachpfannen von einem Haus an der Kleistraße abgehoben. Sehr wahrscheinlich wurde der starke Sog durch eine B 737 der "Air Berlin" ausgelöst, die nach Angabe der Flugaufsicht aber nicht zu tief geflogen war.

Der Massener Ratsherr Rainer Scheuer (SPD) nahm das Unglück jetzt zum Anlass, noch einmal nachzuhaken. Diesmal sei nur Sachschaden entstanden - "was aber, wenn abgehobene Pfannen Menschen treffen?", fragte Scheuer in der Ratssitzung am Donnerstag. Wie könne eine solche Gefährdung in Zukunft ausgeschlossen werden?

Gallierin Gudrun Bürhaus ging noch einen Schritt weiter. Möglicherweise müssten grundsätzlich Sicherungsmaßnahmen für die tief überflogenen Massener Dächer ergriffen werden. Und diese Sicherungsmaßnahmen hätte eindeutig der Flughafen als Verursacher der Gefährdung zu bezahlen.

Flughafenchef Heinz. A. Nunkesser sieht das bisher anders: Das Massener Unglück sei ein Einzelfall gewesen - auch ein starker Sturm hätte die ziemlich alten Pfannen vom Dach fegen können. Grund für Flächen deckende Sicherungen gebe es nicht.

Technischer Beigeordneter Ralf Kampmann nahm den Auftrag des Rates mit, das Problem in der nächsten Sitzung der Schutzkommission anzusprechen, in der auch die vom Flughafen tangierten Nachbarn vertreten sind. An gleicher Stelle soll Kampmann den Standort der Mikrofone zur Sprache bringen, die zur Messung der Lärmbelastung aufgestellt worden sind. Rainer Scheuer äußerte den Verdacht, dass die Messgeräte gar nicht die eigentlichen Lärmspitzen erfassen können.

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Flughafen klopft auf Meinungsbarometer

Umfrage zum Flughafen
 

 
Bericht im Hellweger Anzeiger vom 12.09.2001

Unna. Wie hoch die Akzeptanz des Flughafens ist, das wollen Statistiker in den nächsten zwei Wochen bei einer Umfrage in 1.500 Haushalten herausfinden.

“Wir fragen beispielsweise, ob die Leute schon einmal ab Dortmund geflogen sind und ob sie vom Fluglärm betroffen sind“,

erklärt Andreas Christmann vom Statistischen Beratungs- und Analysezentrum der Universität Dortmund. Auftraggeber der repräsentativen Befragung in Unna, Holzwickede und Dortmund ist die Flughafen GmbH. Auf einer vom Zufall bestimmten Route werden 20 Interviewer ab Montag unterwegs sein. Das “RandomRoute-Verfahren“ soll gewährleisten, dass die befragten Personen einen repräsentativen Ausschnitt der Bevölkerung widerspiegeln. Bis zum 5. Oktober sollen die Befragungen abgeschlossen sein.

“Je mehr Bewohner sich zu einem Interview bereit erklären, desto genauer wird die Umfrage das Meinungsbild in den drei Kommunen wiedergeben“,

so Statistiker Christmann. Jedes etwa 20 Fragen umfassende Interview ist auf vier Minuten Dauer ausgelegt.

“Dabei wird es einerseits um Ansehen und Wichtigkeit des Dortmunder Flughafens gehen, andererseits um die Problematik des Fluglärms.“

Wann das Datenmaterial ausgewertet sein wird, konnte Christmann nicht abschätzen. Im Statistischen Beratungs- und Analysezentrum der Dortmunder Universität arbeiten Fachleute des Hochschulrechenzentrums und des Fachbereichs Statistik zusammen. Für die Umfrage verantwortlich ist der Statistiker Prof. Dr. Weihs (Tel. 0231/755-4363).

Anmerkung der SGF: Das Ergebnis der Umfrage finden Sie als PDF-Datei unter www.hrz.uni-dortmund.de/A1/projekte/Flughafenbericht2001.pdf

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Flughafen-Entwicklung

Informationsveranstaltung für Bürger
 

 
Meldung in den Ruhr Nachrichten vom 20.09.2001

Zu einer Informationsveranstaltung über die Entwicklung des Dortmunder Flughafens auf Beschluss der Bezirksvertretung Aplerbeck sind alle Bürger eingeladen. Am 27. September um 19:30 Uhr im Saal des Westfälischen Zentrums für Psychiatrie, Marsbruchstraße 179 referiert Planungsdezernent Ullrich Sierau.

Themen sind u.a. die Änderung der Betriebsgenehmigung hinsichtlich Flugzeiten und Gewichtsbeschränkungen, Luftraum-Beanspruchung, Instrumentenflugverfahren, Lichstrahlanflug und Lärmmess-Geräte. Diskussionspartner sind Vertreter der Flugsicherung, der Bezirksregierung Münster und der Flughafen Gesellschaft.

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Leserbrief zum Artikel
„CDU: Flugzeiten in Wickede neu überdenken,
Gewisses Verständnis für Air Berlin"

in der Waz vom 10.09.2001
   

 
Leserbrief in der WAZ vom 15.09.2001

Gewisses Verständnis
Betr.: Flughafen.

Herr Hovermann (CDU-Fraktionsvorsitzender) hat Recht: Der Lärm der Flugzeuge muss zeitlich begrenzt werden. Ich danke ihm für seine Unterstützung. Und da es ihm als Ratsvertreter auch um die Begrenzung des Lärms generell geht, soll er den betroffenen Anliegern des Flugplatzes helfen, diesen zu verringern.

Nur, mit größeren Flugzeugen - die vielleicht eine etwas geringere Lärmemission aufweisen - ist uns nicht gedient. Die werden einen geringeren Start- bzw. Landewinkel haben, und somit bleibt die Lärmimmission, also das was wir abkriegen, gleich hoch. Es werden nur noch mehr Menschen betroffen sein, weil die Jumbos eben länger brauchen, um hoch zu kommen.

Oder haben wir Herrn Hovermann von Beginn an nur falsch verstanden? Denn dem Grunde nach will er die Gewichtsbeschränkung total aufheben und die außerplanmäßigen Landungen bis 23.30 Uhr zulassen. Das ist ein klares Wort, auch wenn es sich noch hinter einem gewissen Verständnis für Air Berlin verbirgt, jener Airline, die jüngst einige Quadratmeter Dachpfannen aufgewirbelt hat - im normalen Landeanflug.

Es kann Herrn Hovermann nicht um die Interessen der betroffenen Bevölkerung gehen - er wohnt zu weit weg. Der Deutsche Siedlerbund dagegen wird sich mit seinen betroffenen Stadtbezirken dafür einsetzen, dass das Nachtflugverbot nicht über Ausnahmegenehmigungen außer Kraft gesetzt wird.

Ernst-Otto Sommerer
Sprecher des Flughafenausschusses Siedlerbund Dortmund

siehe auch


Hovermann: Airport mit zweitem Chef

Weil Aufgaben und Arbeit zunehmen
 

 
Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 14.09.2001

Die Aufgaben wachsen und die Probleme auch. Für einen Mann nicht mehr zu schaffen. Flughafen-Chef Heinz August Nunkesser kann Unterstützung gebrauchen, meint CDU-Fraktionschef Hans-Georg Hovermann.

"Der Flughafen wächst und jedes Jahr wird die Arbeit mehr",

sieht Hovermann Bedarf an einem zweiten, gleichberechtigten Geschäftsführer, der noch bis 2004 eingesetzt werden könnte. Der CDU-Chef hat zwar keinen Zweifel an Nunkessers Fähigkeiten und Qualitäten, macht sich aber Sorgen für den Fall seines Ausfalls. Allein schon aus kaufmännischer Sicht.

"Der Geschäftsführer kann ja auch mal krank werden und dann ist der Flughafen gut beraten, wenn der laufende Betrieb lückenlos aufrecht erhalten werden kann."

Schließlich gehe es hier um eine Investition von einer halben Milliarde Mark. Als Vorbild sieht Hovermann die EDG, wo "zwei Leute den Laden beherrschen und zwei Leute dahinter agieren".

Helmut Hanisch (SPD), Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen-Gesellschaft, wundert sich über den Duo-Vorschlag.

"Die SPD Fraktion im Aufsichtsrat sieht dazu keinen Anlass."

Die Stadtwerke, mit 74% Hauptanteilseigner an der Flughafen-Gesellschaft, sagen dazu nichts.

mup

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OB für sinnvolle Verspätungsregelung

Die Betriebszeiten am Flughafen Dortmund bleiben wie sie sind
 

 
Bericht in Westfälische Rundschau vom 10.09.2001

Wickede. (wma) "Die Betriebszeiten am Flughafen Dortmund bleiben wie sie sind." Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer (SPD) fand gestern beim politischen Frühschoppen der SPD Wickede klare Worte.

Bei der Diskussion im Rahmen der Feiern zum 100jährigen Bestehen der SPD Wickede war der Flughafen das zentrale Thema für die anwesenden Politiker und Bürger.

"Die Stadt Dortmund ist Gesellschafter des Flughafens. Ein Gesellschafter will möglichst viel Gewinn erwirtschaften. Aber nicht um jeden Preis."

Landungen nach 22 Uhr - darauf will sich der Oberbürgermeister nicht einlassen.

"Wir müssen aber eine sinnvolle und verbindliche Regelung bei Verspätungen finden. Mit der Flugaufsichtsbehörde in Münster können wir eine neutrale Instanz einschalten, die die Verspätungsregelung ausarbeitet."

Denn Gerhard Langemeyer sieht nicht ein, dass die Anwohner "unter falschen Planungen von Chartergesellschaften leiden müssen."

Die Dimension des Flughafens sei für die Dortmunder Zwecke genau richtig.

"Eine Erweiterung der Start- und Landebahn steht nicht an. Für Flüge innerhalb von Europa ist die vorhandene Bahn ausreichend",

erklärte der Oberbürgermeister.

Viele Anwohner machten auch ihren Sorgen um weitere Industrieansiedlungen Luft. Doch auch hier betonte Gerhard Langemeyer, man müsse auf die Details achten.

"Wir wollen Logistikunternehmen und Firmen der Mikroelektronik und aus dem Bereich E-Commerce ansiedeln. Die brauchen keine großen Hallen wie die traditionellen Industrien, sondern Bürogebäude."

Auch der Technologiepark an der Universität sei sehr ruhig. Dabei betonte Gerhard Langemeyer immer wieder, dass Dortmund schnell sein müsse und keine Unternehmen an Berlin oder München verlieren dürfe.

"Deshalb macht auch das Dortmund Projekt Sinn."

Auch für eine mögliche Trasse des Transrapid hat der Oberbürgermeister klare Vorstellungen.

"Es bringt nichts, immer neue Trassen in die Landschaft zu ziehen. Eine Trasse an vorhandenen Schienenwegen und Straßen entlang macht mehr Sinn."

Bei allen Plänen um den Flughafen und die Ansiedlung neuer Industrien sieht Hans Werner von Oppenkowski aber noch ein anderes Problem. Der Vorsitzende der BV Westfalia will keine neuen Industriegelände auf Kosten der Vereine.

"Wir müssen jetzt schon auf andere Trainingsplätze gegen Bezahlung ausweichen. Wir können nicht mehr Plätze für Firmen abgeben."

Auch diese Sorge ist für den OB berechtigt.

"Das Verhältnis von Industrie, Grün- und Sportflächen und Wohngebieten muss stimmen. Das ist auch im Sinne der Lebensqualität der Anwohner."

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CDU: Flugzeiten in Wickede neu überdenken

Gewisses Verständnis für Air Berlin
 

 
Bericht in der vom 10.09.2001 von Dieter Jaeschke

Die Rahmenbedingungen für den Dortmunder Flughafen sollen komplett neu geregelt werden. Dies forderte CDU-Ratsfraktionschef Hans Georg Hovermann am Samstag auf dem Kreisparteitag der Christdemokraten.

Wenn Flugzeuge unverschuldet zu spät kommen, dann sollten sie auch noch landen dürfen. Denn in Frankfurt oder Kopenhagen fragt doch keiner im Tower, welche Geschäftszeiten in Dortmund gelten, äußerte Hovermann Verständnis für die Forderung von Air Berlin-Chef Joachim Hunold, außerplanmäßige Landungen bis 23.30 Uhr zu genehmigen. In Dortmund sollten dieselben Regeln gelten wie an anderen europäischen Regioflughäfen.

Allerdings: Obwohl Hunold gedroht hatte, keine zweite Maschine in Wickede zu stationieren, falls die Dortmunder Politik ihre harte Linie nicht aufgebe, hält Hovermann nichts von einem Schnellschuss. Erst solle der Flugplan dieses Jahres ausgewertet werden, dann müsse die Politik handeln. Dies ist aber meine Privatmeinung, betonte der Unionspolitiker.

Hunolds Drohung sei aber auch Anlass, über eine komplette Neuregelung der Rahmenbedingungen in Wickede nachzudenken. Die Planungen sind acht Jahre alt. Mittlerweile hat sich vieles geändert - das ist wie beim Hausbau, verglich Hovermann. Auch da ist es normal, gewisse Dinge den Entwicklungen anzupassen.

Er stellte klar, dass Dortmund kein International Airport werden solle. Dennoch müsse man die Gewichtsbeschränkung komplett fallen lassen. Derzeit darf in Wickede keine Maschine landen, die mehr als 75 Tonnen wiegt. Inzwischen gebe es Mittelstreckenflugzeuge, die zwar schwerer seien, aber bedeutend weniger Lärm verursachten. Hovermann: Für die Anwohner sind doch nur Lärm- und Zeitgrenz-werte von Bedeutung.

Der Aufsichtsrat der Flughafen GmbH hat am Wochenende - mit Ausnahme der Grünen - gefordert, dass noch in diesem Jahr eine verbindliche Ausnahmereglung gefunden wird.

siehe auch Leserbrief in der WAZ vom 15.09.2001 zu diesem Artikel

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Brief: Metrorapid bis nach Holzwickede

OB an Bodewig und Schwanhold -
Gutachter sind keine Freunde der Flughafen-Anbindung
 

 
Bericht in der vom 07.09.2001

Falls der Metrorapid tatsächlich von Düsseldorf nach Dortmund schwebt - dann sollte auch eine Anbindung des Flughafens Wickede sichergestellt werden.

Diese Forderung haben Dortmunds Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer und Holzwickedes Bürgermeister Jenz Rother in einem gemeinsamen Brief an die Verkehrsminister Bodewig (Bund) und Schwanhold (Land) erhoben. Hintergrund: die Neigung der im Rahmen der Machbarkeitsstudie beauftragten Gutachter, den Metrorapid im Hauptbahnhof enden zu lassen - aus Umweltüberlegungen und mehr noch aus Kostengründen, wie Planungsdezernent Ullrich Sierau der WAZ erklärte.

Wobei den Stadtoberhäuptern nicht die Direktanbindung vorschwebt - man wünsche eher eine Trassenführung bis zum Holzwickeder Bahnhof. Von dort sollte dann der Flughafen angebunden werden.

Den Gutachtern habe man in mehreren Gesprächen erklärt, so Sierau, wie man sich die Trassenführung denke. Im Dortmunder Hauptbahnhof solle der Metrorapid an der Nordseite einlaufen. Richtung Holzwickeder Bahnhof sollte der Metrorapid der Trasse der künftigen OWIIIa bis zur Dortmunder Straße folgen und dann nach Süden entlang der Stadtgrenze abbiegen.

JAL

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Air Berlin-Chef macht Dortmunder Politik Vorwürfe

Flughafen-Geschäftsführer wurde im Regen stehen gelassen -
Neuer Anlauf für Ausnahmeregelung angekündigt
 

 
Bericht in der vom 07.09.2001

Der Verzicht auf die Stationierung einer zweiten Air Berlin-Maschine in Wickede würde bedeuten, dass 40 bis 50 Arbeitsplätze nicht geschaffen werden.

Joachim Hunold, Chef des expandierenden Ferienfliegers, hielt gestern mit seiner Meinung über die Dortmunder Politiker nicht zurück: Für ihn sei völlig unverständlich, warum Herr Nunkesser von der Politik so im Regen stehen gelassen wurde. Wenn man in Dortmund die harte Linie weiterfahren würde, hat das wirtschaftliche Konsequenzen. Hunold skizzierte auch, wie er sich eine Ausnahmeregelung vorstelle: Mit eineinhalb Stunden können wir leben... Bislang ist um 22 Uhr Schluss.

Zur Erinnerung: Im April hatte Nunkesser eine Ausnahmeregelung beantragt. Bis Mitternacht sollten Flieger in Ausnahmefällen noch landen dürfen. Und das maximal 500 Mal pro Jahr. Nach politischen Turbulenzen zog Nunkesser Anfang Mai den Antrag zurück - wobei die Chefs der Ratsfraktionen von SPD und CDU, Prüsse und Hovermann, in der entscheidenden Ratsdebatte deutlich machten, dass man Handlungsbedarf für eine Sonderregelung sähe - nur später.

Nunkesser - er hatte 1992 im Genehmigungsverfahren für den Ausbau in Wickede keine Verspätungsregelung beantragt - machte gestern nochmals deutlich, dass er überhaupt gar keine verspäteten Flieger will. Für die Entwicklung des Flughafens sei es jedoch unverzichtbar, dass die Fluggesellschaften in Dortmund die selben Bedingungen vorfänden wie an allen anderen Flughäfen. Er werde wieder auf die Politik zugehen, um grünes Licht für einen neuen Antrag zu erhalten.

Hunold: Mit einer stationierten Maschine schaffen wir 200.000 Passagiere im Jahr. Mit zweien wären es 400.000.

JAL

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Fraktionen einig: Mit uns nicht

Air-Berlin-Forderung blitzt ab/Keine generelle Dachsicherung
 

 
Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 07.09.2001

"Wir lassen uns von niemandem unter Druck setzen", nimmt die SPD-Fraktion die Air-Berlin-Ankündigung gelassen.

Auch bei der CDU kommen die Nachtflug-Forderungen der Airline nicht gut an.

"Herr Hunold kann noch so viel drohen und ankündigen. Wir werden und nicht über gültige Beschlüsse hinwegsetzen",

stellt Ratsherr Walter Knieling klar. In diesem Jahr werde garantiert nichts in Sachen Ausnahmegenehmigung passieren. Grünen-Sprecher Jürgen Mohr erinnert an ähnliche Drohungen der Regionalfluggesellschaft Eurowings.

"Jetzt versucht es Air-Berlin. Aber nicht mit uns."

Flughafen-Chef Heinz August Nunkesser kann es Air-Berlin sowieso nicht Recht machen. Erst im nächsten Jahr darf er daran denken, eine erneuten Verspätungsregelungs-Antrag an die Bezirksregierung Münster zu stellen - so die Vorgabe der Parteien. Mit seinem ersten Antrag stürzte Nunkesser bekanntlich politisch ab.

Wieder hergestellt ist das zum Teil abgedeckte Hausdach in Unna-Massen. Air-Berlin übernahm gestern die Verantwortung für den Dachschaden, der durch Luftströme eines Urlauberjets entstanden ist.

"Wenn sich im Umfeld etwas verändert, lässt das die Wellen hoch schlagen",

kommentierte Airline-Chef Joachim Hunold und wertete den Vorfall als Ausnahme.

Die Ziegel wurden - zunächst auf Flughafenkosten - ersetzt und mit Klammern gesichert. Überprüfungen hätten allerdings ergeben, dass die Pfannen des alten Hauses beim nächsten Sturm sowieso runtergekommen wären. An generelle Dachbefestigungsmaßnahmen bei Häusern in der Einflugschneise denkt die Flughafen GmbH auch deshalb nicht. Stattdessen verspricht der Flughafen-Chef:

"Betroffene können sicher sein, dass ich ihnen helfen werde."

mup

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Air Berlin macht Druck

Strenge Flugzeiten-Regelung am Dortmunder Flughafen gefährdet Arbeitsplätze
 

 
Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 07.09.2001

Dortmund/Münster Weil der Regierungspräsident die Flugzeiten am Dortmunder Flughafen besonders penibel überwacht, droht die Fluggesellschaft Air Berlin mit Konsequenzen.

Konkret steht die geplante Stationierung eines zweiten Flugzeuges in Dortmund auf der Kippe.

"An einem Flugzeug hängen 40 bis 50 Arbeitsplätze",

erklärte Joachim Hunold, Geschäftsführender Gesellschafter der Air Berlin. Derzeit hat die Linie in Dortmund einen Flieger stationiert, mit dem 200.000 Passagiere geflogen werden.

"Eigentlich sehen wir uns hier in vier bis fünf Jahren bei 500.00 bis 600.000 Passagieren",

verriet Hunold. Aber er betonte nicht die Wachstumsprognosen, sondern das "eigentlich": Denn wenn für Dortmund nicht binnen der nächsten Wochen eine Verspätungsregelung beantragt wird,

"werden wir hier nicht weiter investieren."

Und:

"Unter solchen Umständen überlegen wir, ob wir überhaupt noch eine eigne Station in Dortmund halten."

Um die Anwohner zu schonen, dürfen Flugzeuge in Dortmund nur zwischen 6 und 22 Uhr starten und landen. Hunold und der Flughafen fordern großzügigere Ausnehmen immer dann, wenn ein Flugzeug sich - etwa wetterbedingt - verspätet und nach 22 Uhr landen muss. Laut Hunold ist das "bei keinem anderen deutschen Flughafen ein Problem". Aber in Dortmund lehne der Regierungspräsident "fast grundsätzlich" ab.

Acht Abendflüge musste Air Berlin deshalb seit Weihnachten zu Konkurrenzflughäfen umleiten, zwei Flüge wurden ganz gestrichen. Was jeweils Mehrkosten zwischen 30.000 und 40.000 DM bedeutet:

"Wir müssen die Passagiere mit Bussen nach Dortmund transportieren, die Crew umdirigieren und am nächsten Tag zusehen, wie wir das Flugzeug pünktlich nach Dortmund bekommen",

schildert Hunold die Konsequenzen.

Ein Standortnachteil für den Dortmunder Flughafen, der es gegen die benachbarte Konkurrenz ohnehin schwer hat: Düsseldorf profitiert von seinem Image als Business-Airport, Münster von seiner Nachtflugerlaubnis. Jetzt soll Flughafenchef Nunkesser bei den politischen Gremien eine Verspätungsregelung beantragen, und zwar schnell. Will er aber nicht, weil er genau das schon im April getan hat - ohne Erfolg.

"Für einen neuen Antrag brauche ich neue Daten, und die habe ich erst zum Jahresende",

rechtfertigt Nunkesser sein Zögern - und hat dabei das Verständnis des Airline-Chefs. Hunold:

"Es ist unglaublich, wie die Politik den Flughafen im regen stehen lässt".

Thomas Reisener

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Air-Berlin will bis 23.30 Uhr landen

Ansonsten drohen Konsequenzen
 

 
Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 07.09.2001

Säbel-Rasseln bei Air-Berlin. Wegen der "ungewöhnlich rigorosen Einhaltung des Nachtflugverbotes" will die Fluggesellschaft in Dortmund keinen zweiten Jet stationieren - es sei denn, die Flughafen GmbH legt erneut einen Ausnahmeantrag auf den Tisch. Binnen fünf Wochen.

"Das gibt es an keinem anderen deutschen Flughafen",

ärgert sich der Air-Berlin-Chef Joachim Hunold über die Öffnungszeiten des Wickeder Airports. Danach ist von 22 bis 6 Uhr kein Flugbetrieb mehr erlaubt. Ausnahmen müssen von der Bezirksregierung Münster im Einzelfall genehmigt werden.

"Das war Air-Berlin bei der Ansiedlung in Wickede bekannt",

betont Hunold. Nur sei man nicht davon ausgegangen, dass die Schlusszeiten so rigoros eingehalten würden.

"Wir sind von den üblichen Gegebenheiten ausgegangen. Schließlich gibt es überall Verspätungsregelungen".

Eineinhalb Stunden länger als bisher, also bis 23.30 Uhr, möchte Air-Berlin in Dortmund künftig verspätet landen dürfen. Alles was darunter liege, brauche man gar nicht erst auf den Weg zu bringen.

mup

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Flughafenchef referierte über Jobs und gute Nachbarschaft

Politik soll Ausbau fördern: Mit ÖPNV und Gewerbegebieten
 

 
Bericht in der vom 05.09.2001

Jedes Ziel in Europa im Non-Stop-Betrieb erreichen: So lautet das erklärte Ziel von Flughafenchef Heinz A. Nunkesser. In seinem Vortrag beim Mittagsgespräch des CDU-Wirtschaftsrates sprach er über Arbeitsplätze, Fortschritt - und nachbarschaftliche Beziehungen.

Mindestens 1000 zusätzliche Jobs prognostizierte der Flughafenchef der Region in den nächsten Jahren. Vorausgesetzt, die Politik spielt mit. Gewerbegebiete müssten ausgewiesen, die Anbindung mit dem ÖPNV - sprich: eine Schienenverbindung mindestens zum Dortmunder Hauptbahnhof - geschaffen werden. Eine Verlängerung der Landebahn wolle er zwar an dieser Stelle nicht ausdrücklich fordern. Wir werden - auch zukünftig - kein Flughafen für Großraumcharter. Aber: Mit einem erstmaligen Zuwachs auf 1,1 Mio Fluggäste ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Zudem reflektierte Nunkesser die Lärmsituation in den an den Flughafen grenzenden Stadtteilen: Besonders in Unna-Massen und in Aplerbeck darf der Lärmpegel nicht steigen. Und: Ich möchte mit den Anwohnern eine gute Nachbarschaft pflegen. Dass kürzlich das Dach eines Hauses in Massen von einem anfliegenden Flugzeug teilweise abgedeckt wurde, hänge nicht mit Sicherheitsmängeln im Flughafenbereich zusammen. Nunkesser: Wir haben unsere Auflagen erfüllt.

buc

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Mallorca-Shuttle fliegt durch

Winterflugplan: Air Berlin bietet neue Ziele ab Dortmund an
 

 
Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 07.09.2001

Dortmund Im Winterhalbjahr 2001/2002 bietet Air Berlin von Dortmund aus drei neue Ziele an: Erstmalig wird mittwochs und freitags Sevilla (Andalusien) angeflogen, montags Malta und Catania. Der Mallorca-Shuttle soll nach Unternehmensangaben auch den Winter über täglich das Ruhrgebiet an die Insel anbinden. Die Frequenzen nach Malaga und Alicante werden im Vergleich zum vergangenen Winter von vier auf sechs pro Woche erhöht, die nach Teneriffa und Luxor von zwei auf drei - womit Luxor für Air Berlin ab Dortmund erstmalig Ganzjahresziel ist. Als erster touristischer Linienflieger ermöglicht Air Berlin ihren Nur-Flug-Gästen ab Oktober ticketloses Fliegen - wenn auch zunächst nur für die Ziele in Spanien und Portugal. De Kundendaten werden bei dem neuen Verfahren elektronisch an den Check-in übermittelt, so dass der Passagier am Flughafen nur noch seinen Personalausweis vorlegen muss.

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Flugzeug deckte Dachziegel ab

Anwohner in Aplerbeck haben Angst
 

 
Bericht in den Ruhr Nachrichten vom 04.09.2001

In Aplerbeck haben Anwohner in der Flughafen-Einflugschneise Angst. Um ihre Dächer und ihre Gesundheit. Denn beim Landeanflug auf Wickede deckte am Freitag ein Flieger Teile eines Daches in Unna-Massen ab. "Das kann bei uns auch passieren und dann vielleicht mit Verletzten", befürchtet Günter Politycki aus der Trapphofstraße - mit einer Überflughöhe von 160 Meter.

abgedeckte Dachziegel
Loch im Dach durch niedrigen Anflug,
September 2001, Foto: Grzelak

Freitag 17.35 Uhr. Die Bewohner des Hauses an der Kleistraße in Unna hören einen Knall. Dann weitere. Im Dach klafft ein fast zwei Quadratmeter großes Loch. 19 Ziegel sind heruntergestürzt, weitere verrutscht. Zum Glück wurde niemand verletzt. Die Flughafen GmbH sucht den Schuldigen: eine Boeing 737 der Air Berlin auf dem Rückflug von Mallorca. Starke Luftströme, die der Flieger bei der Landung erzeugt (Wirbelschleppen), sollen Druckwelle und Schaden verursacht haben.

Doch bei Air-Berlin will man den Schwarzen Peter nicht annehmen.

"Erst muss geklärt werden, ob es überhaupt eine Air-Berlin Maschine war",

hält sich Sprecher Peter Hauptvogel bedeckt. Er will die Auswertung des Flugschreibers und der Radarfilme abwarten. Wie hoch die Boeing 737 flog, konnte die Flugsicherung gestern nicht sagen.

So viel steht für Air-Berlin allerdings fest: Der Pilot hatte einen normalen Anflug - obwohl das Instrumenten-Landesystem am Flughafen außer Betrieb war. Das könne jedoch nicht der Grund für den Dachschaden sein, sind sich Air-Berlin und Flughafengesellschaft diesmal einig. Denn der sogenannte Gleitpfad biete lediglich Anflug-Unterstützung, etwa bei schlechtem Wetter.

Die Betroffenen in Massen und die Menschen in Aplerbeck interessiert vorrangig eines:

"Kann so etwas wieder passieren?"

Dazu der Air-Berlin Sprecher:

"Dass ein paar Dachziegel beim Landeanflug runterkommen, passiert regelmäßig auf der ganzen Welt."

Er empfiehlt Dach-Sicherungsmaßnahmen - finanziert vom Flughafen. Wenn es dann trotzdem zum Ziegelsturz kommt, seien die Airlines ja versichert.

Auch im Massener Fall wurde der Schaden gezahlt. Von der Flughafengesellschaft. Die 3000 Mark will sie sich von Air-Berlin zurückholen.

Annette Multhaup

siehe auch Leserbrief in den Ruhr Nachrichten zu diesem Artikel  

 

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Deutschland und Schweiz einigen sich auf
Reduzierung von Fluglärm

 

 
Meldung in den Ruhr Nachrichten vom 04.09.2001

Bonn (dpa) - Deutschland und die Schweiz haben sich auf eine Reduzierung des Fluglärms durch den Flughafen Zürich-Kloten geeinigt. Die Unterhändler beider Staaten wollen Mitte September die Details eines entsprechenden Staatsvertrags festlegen. Gemeindevertreter in den betroffenen deutschen Gebieten und die schweizer Fluggesellschaft Swissair bewerteten die Einigung kritisch. Dagegen sprach SPD-Landeschefin Ute Vogt von einer «erheblichen Lärmentlastung» der Bevölkerung.

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Rot-grüner Eklat um neues Fluglärm-Gesetz
 

 
Bericht im Spiegel vom 03.09.2001

Im Streit um die Novellierung des 30 Jahre alten Fluglärm-Gesetzes hat Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig einen Eklat ausgelöst. Laut einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL lehnt der SPD-Politiker einen neuen Kompromissvorschlag von Umweltminister Jürgen Trittin ab, obwohl der Grüne teilweise noch hinter Vorstellungen aus der SPD-Bundestagsfraktion zurückgewichen ist.

Mitte August, so das Nachrichtenmagazin, hat Trittin einen neuen Gesetzentwurf vorgelegt, dem zufolge die Grenzwerte für eine Dauerbelastung in ausgewiesenen Fluglärm-Schutzzonen tagsüber auf bis zu 60 Dezibel und nachts auf bis zu 50 Dezibel gesenkt werden sollen. Bei Überschreitung der Werte müssten die Flughäfen den Anwohnern Schallschutzfenster und Entschädigungen für den Krach auf Terrassen und Balkonen zahlen - allerdings nicht sofort, wie ursprünglich gefordert, sondern erst nach drei bis sieben Jahren. Auch verzichtet Trittin nun auf schärfere Grenzwerte für Neu- und Ausbauten sowie das Verbandsklagerecht. Auf Druck des Verteidigungsministeriums hat Trittin Neuregelungen für militärische Flugplätze aus dem Gesetzentwurf gestrichen.

Zuvor hatte sich das Umweltressort an Verhandlungspositionen des Verkehrsministeriums orientiert. Dennoch ist es jetzt zum offenen Konflikt gekommen. Bodewig lies den Umweltminister am 22. August per Brief eines Abteilungsleiters wissen, er lehne den Entwurf ab und weise Trittins "Vorgehensweise entschieden zurück".

Der Streit muss umgehend beigelegt werden, wenn noch in dieser Legislaturperiode ein Gesetz verabschiedet werden soll, wie es SPD und Grüne 1998 in ihrem Koalitionsvertrag verabredet haben.

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weiter mit August 2001

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Letztes Update: 01.12.2001