Schutzgemeinschaft Fluglärm
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Neue SGF-Website www.sgf-do-un.de
mit Infos seit 2006 online seit dem 07.05.2006.

Diese Website bleibt vorerst als
Archiv für die Infos von 1998 - 2005
bestehen.

 

Mitteilung der SGF
- Juli 1999 -

 
Mitgliedsbeitrag geändert ab 2000

Die Mitgliederversammlung hat auf der Jahreshauptversammlung am 18. März 1999 beschlossen, ab dem Jahre 2000 den jährlichen Mitgliedsbeitrag von derzeit 24,00 DM auf 38,00 DM zu erhöhen. Erstmals soll ein Familienbeitrag eingeführt werden, der 60,00 DM pro Familie/Lebensgemeinschaft beträgt.

Wir erhoffen uns durch die Rabattierung von Familien bzw. Lebensgemeinschaften weitere Beitritte der dazugehörigen Partner und Kinder (ab 16 Jahren) und somit eine Stärkung der Gemeinschaft.

Entsprechende Aufnahmeformulare werden wir dem nächsten Rundbrief beifügen.

Sofern bereits mehrere Mitglieder einer Familie eingetragen sind, werden wir bei Abbuchungsverfahren im Jahre 2000 rechtzeitig die Umstellung vornehmen. Alle Einzahler werden ebenfalls im nächsten Rundbrief auf den geänderten Beitragssatz noch einmal hingewiesen.

Die Beitragserhöhung ist notwendig geworden, da hohe Beträge für die gerichtliche Auseinandersetzung auf uns zukommen. Die Kosten der Gerichtsverfahren gegen die 1.050m-Bahn wurden noch größtenteils von Rechtsschutzversicherungen getragen. Die Klageverfahren im Rahmen der 1997 erteilten Plangenehmigung (gegen die 1.450m-Bahn) sowie die notwendigen Klagen im Rahmen der zu erwartenden Genehmigung und Planfeststellung für die 2.000m-Bahn pp. werden von den Rechtsschutzversicherungen gemäß der Allgemeinen Versicherungsbedingungen nicht übernommen. Wie in der Satzung verankert, unterstützt die SGF klagende Mitglieder nach Absprache.

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Stand der Verfahren: 1.050 m-Bahn

Die Verfahren gegen die 1.050 m-Bahn sind bis auf 1 anhängige Klage beim Bundesverwaltungsgericht Berlin gegen die Nichtzulassung der Revion durch das (OVG) Oberverwaltungsgericht Münster abgeschlossen: sie wurden verloren.

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Stand der Verfahren: 1.450 m-Bahn

Anhängig sind nach wie vor 3 Privatklagen gegen die 1.450 m-Bahn. In den Schriftsätzen wurde von uns vor allem darauf abgestellt, daß die Bewertung der Belastung der Anwohner durch Fluglärm nicht mehr nur nach dem (seit 1971 existierenden) Fluglärmgesetz geschieht, sondern daß die Häufigkeit hoher Spitzenpegel ebenso berücksichtigt werden muß. Dieses umso mehr, als die Novellierung des Gesetzes auch in Deutschland seit langem in der Diskussion und dank des unermüdlichen Einsatzes der Bundesvereinigung gegen Fluglärm e.V. mit einer Neufassung durch den Deutschen Bundestag noch in dieser Legislaturperiode zu rechnen ist.

Das für uns zuständige OVG Münster hinkt im Vergleich mit der Rechtsprechung an anderen Flughafenstandorten einer zeitgemäßen Rechtsprechung hoffnungslos hinterher. Kein Wunder, daß sich auch die Bezirksregierung Münster nicht bewegt und generell ihre flughafenfreundliche Haltung nicht aufgibt. Auch hält die Behörde an dem in Fachkreisen seit langem umstrittenen medizinischen Gutachter Prof. Dr. Dr. Jansen fest, der mit seinen veralteten Bewertungskriterien zu den Wirkungen von Fluglärm auf die Bevölkerung lediglich bundesweit nur bei seinen Auftraggebern - Flughafengesellschaften - noch Ansehen genießt. Nachdem das OVG Münster sich vor kurzem in einem Eilverfahren gegen die Auswüchse des Düsseldorfer Flugverkehrs von der anliegerfreundlichen Seite gezeigt und dem ungebremsten Wachstum zunächst den Riegel vorgeschoben hat, bleibt abzuwarten, wie für Dortmund in den nächsten Verfahren entschieden werden wird.

Siehe dazu: Aktuelle Nachrichten und Informationen, Mai 1999 zu Das Düsseldorfer Flughafen-Urteil

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Verlagerung der LTU-Ferienflieger von Düsseldorf nach Dortmund?

Die "Düsseldorfer Entscheidung" (siehe oben) hatte jedoch für uns eine unmittelbare Wirkung: erklärte der Ferienflieger LTU doch spontan, Ferienflüge nach Dortmund zu verlagern, und Verkehrsminister NRW Steinbrück (SPD) forderte fix die weitere Verlängerung der Bahn auf 2.400m! Wie nicht anders zu erwarten, gab man sich in der Dortmunder SPD-Zentrale erstaunt ob des Vorstoßes ihres Ministers, in Unna erklärte man "Wachsamkeit".

Gänzlich "überrascht" war die Zentrale der Flughafen GmbH selbst. "Uns hat niemand daraufhin angesprochen. Unsere Kernzielgruppe ist der Geschäftsreiseverkehr und wird es auch bleiben." (Ruhr-Nachrichten Dortmund, 03.06.1999) Dagegen erklärt sie auf ihrer eigenen Internet-Seite "Ausblick": "Auch der Charterverkehr nimmt, ... aufgrund der überwältigenden Nachfrage, neue Dimensionen an. ... Schon zum jetzigen Zeitpunkt wird deutlich, daß die Buchungszahlen für diese Urlaubsflüge ungebremst in Richtung Vollauslastung gehen. Die Flughafen Dortmund GmbH kann ihrer Zukunft mehr als optimistisch entgegen sehen. Immerhin fliegen erst 15% aller Deutschen. Es bleibt also ein Kundenpotential von 85%, das zu motivieren gilt..." (Anmerkung: zu motivieren!)

Tatsache ist: Längst hat sich die Flughafen GmbH auf den neuen Trend im Touristikgeschäft vorbereitet, der da heißt: Weg von den überlasteten Drehkreuzen, hin zur "Abholung der Passagiere vor der Haustür". So sind unsereres Erachtens die 1992 für den beabsichtigten Ausbau erstellten Passagierprognosen längst überholt und bedürfen im Rahmen der Genehmigungsverfahren einer Generalüberholung - wie von uns im Erörterungstermin im Dezember 1998 gefordert! Dann würde sich zeigen, daß auch der von Nunkesser und seinem Gutachter Prof. Wölk präsentierte Flugzeugmix - nur 8.000 jährliche Flugbewegungen mit Düsenjets - nicht länger haltbar ist.

Folge: die 62 dB(A)-Zone würde sich in Unna-Massen drastisch vergrößern, in Dortmund weit in die Wohngebiete hineinreichen.

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Landeplatz-Direktor Nunkesser kneift weiterhin

Daß Nunkesser Diskussionen mit Vertretern der SGF ausweicht, wissen wir seit Jahren. Da mußten SPD und CDU in Massen und Holzwickede schon vor Jahren zum "Trick der öffentlichen Veranstaltung" greifen, um einen verbalen Schlagabtausch zwischen ihm und uns zu ermöglichen. Den Sitzungen der Lärmschutzkommission bleibt er seit einem Jahr fern. Auch dem Erörterungsstreß im Dezember 1998 in der Westfalenhalle fühlte er sich offenbar nicht gewachsen - er fehlte. Eine Dreherlaubnis mit der SGF-Vertreterin im Flugplatzgebäude verweigerte er dem WDR schon vor Jahren. Nun ließ er Ende Mai die geplante Talkrunde des WDR III - Fernsehens (Lokalzeit Dortmund) kurzerhand platzen, weil er sich weigerte, mit Peter Eichenseher (B 90 / Die Grünen im Landtag) und Ursula Wirtz gemeinsam vor die Kamera zu treten.

Folge: Kein "Schlagabtausch" über Arbeitsplätze, Touristik- und Geschäftsreiseverkehr in einer gemeinsamen Talkrunde, sondern ein unverbindliches Aufreihen von Statements über die positiven Seiten "seines" Flug"hafens".

Für Eichenseher und Wirtz blieben wenige Sendeminuten und keine Möglichkeit der Gegendarstellung. Auch hatte Nunkesser für die Dreharbeiten mit seinen Kritikern Eichenseher und Wirtz das gesamte WDR-Team mit dem riesigen technischen Apparat auf das Vorfeld verbannt. Offenbar fühlt sich Nunkesser unseren stichhaltigen und qualifizierten Argumenten nicht gewachsen, so daß er einer öffentlichen Diskussion ausweicht!

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Bezirksregierung Münster jetzt zuständig für Genehmigung und Planfeststellung

Letzte Meldung: Wie die WAZ/WR in Unna meldete, hat der Landtag NRW ein Gesetz verabschiedet, mit dem Genehmigung und Planfeststellung für Flughafenausbauten nicht mehr vom Verkehrs-Ministerium NRW, sondern von der zuständigen Bezirksregierung erteilt werden sollen. Damit ist der Minister Steinbrück (der bei den Landtagswahlen im Jahre 2000 seinen Wahlkreis in Unna-Königsborn hat) aus der politischen Schußlinie, die Bezirksregierung Münster ist für uns zuständig!

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Flugplatzausbau zerstört weiter Lebensraum

Wie Sie alle wissen, ist mit der geplanten Verlängerung der Start- und Landebahn auf (vorerst) 2.000m auch die Einziehung der Steinbrink- und Zeche-Norm-Straße und der Neubau von Ersatzstraßen verbunden. Diese geplanten Maßnahmen stellen weitere, sozial unverträgliche (weite Umwege für Autofahrer) und ökologisch nicht vertretbare Eingriffe in die Natur dar. Abgesehen davon, beschwören sie in DO-Asseln und DO-Wickede sowie in Unna-Massen verkehrliches Chaos. Längst plant eine Allianz aus den Führungskräften der SPD und Verwaltung aus Dortmund und Unna weitere Straßenbau-Maßnahmen. Die letzten Freiflächen im Dortmunder Osten und zwischen DO-Wickede und Massen sollen dem Straßenbau geopfert und wertvolle Frei- und Erholungsräume zerstört werden. Die bereits vor Jahren gegründeten Bürgerinitiativen im Dortmunder Osten und in Massen haben sich reaktiviert. Gemeinsam mit der SGF gehen sie gegen Flugplatzaus- und Straßenbau vor. Unterstützt von den Naturschützern, den geschlossenen Ratsfraktionen CDU und GAL Unna sowie einigen weitsichtigen SPD-Genossen in Unna als auch den VertreterInnen von B 90 / Die Grünen in Dortmund, wollen wir gemeinsam den Kampf um den Ausverkauf des Freiraums nicht aufgeben!

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02.09.1999 Podiums-Diskussion zu Flughafenausbau und Straßenplanung mit Politikern

Zum Donnerstag, den 02.09.1999, um 19.30 Uhr haben wir zu den Themen Flugplatzausbau und Straßenplanung die Fraktionsvorsitzenden der SPD, CDU und GAL aus Unna im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung zur Podiums-Diskussion ins Bürgerhaus Unna-Massen, Kleistraße (Nähe Freizeitbad) eingeladen!

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Letztes Update:  01.08.1999