Hier finden Sie ältere Nachrichten über Fluglärm, Flughafen-Projekte, Entwicklung der legislativen Aktivitäten, Rechtsprechung und Aktionen unserer Mitglieder

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24. November 2012: Bilder von den bundesweiten Demonstrationen gegen Nachtflug

An vielen deutschen Flughäfen wurden am Samstag, 24. November 2012 zum zweiten Mal zeitgleich Demonstrationen gegen Fluglärm und für Nachtflugverbote durchgeführt. Wie der Präsident der Bundevereinigung gegen Fluglärm, Helmut Breidenbach, in Köln mitteilte, haben die größten Aktionen in Berlin, Frankfurt und München stattgefunden.

Bereits am Samstag zuvor hat es eine Groß-Demo am Köln/Bonner Flughafen für ein erweitertes Nachtflugverbot gegeben. In Berlin startete um 14 Uhr ein Protestzug vom Potsdamer Platz durch die Innenstadt zur SPD-Parteizentrale in der Stresemannstraße, wo die Abschlusskundgebung stattfand. In der Kritik stand hier besonders die Fehlplanung des Flughafens BER, die Bestimmung der Flugrouten und ein unzureichendes Nachflugverbot.

In München versammelte man sich zeitgleich vor der CSU-Zentrale in der Nymphenburger Straße unter dem Motto: „Jetzt is amal a Ruh – CSU!“. Dies beinhaltet die Forderung nach einem Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr und die Respektierung des Bürgerentscheids von München gegen die 3. Startbahn.

In Frankfurt werden in den Städten und Kommunen rund um den Flughafen 30-40 Brücken mit Protest-Bannern behangen. Der Protest richtet sich gegen die neu erbaute vierte Bahn - auch hier wird ein weitergehendes Nachtflugverbot gefordert.

Es sollen nahezu zeitgleich auch Demonstrationen in London, Brüssel und Paris stattgefunden haben.

In Deutschland, hier vor allem in München, stand Verkehrsminister Ramsauer in der Kritik. Dieser hatte erst vor zwei Wochen ein Handbuch zur besseren Bürgerbeteiligung bei großen Verkehrsprojekten vorgestellt, in dem mehr Transparenz und Rücksicht gefordert wird, betreibt aber selbst eher eine Flughafenpolitik nach Gutsherrenart und lässt sich von der Luftverkehrslobby vorführen, so der Präsident der Bundesvereinigung gegen Fluglärm Helmut Breidenbach. Ramsauer versagt vor allem bei der Durchsetzung ausreichender Nachtflugbeschränkungen an hoch belasteten Flughäfen. Einige von ihnen haben bereits ihre Umweltkapazität überschritten. Wer den Unternehmen an den Flughäfen Planungssicherheit geben will, hat auch die verdammte Pflicht in gleicher Weise die Gesundheit für den Lebensraum der dort lebenden Menschen zu schützen. So der Tenor der meisten Sprecher, wie die Landtagsabgeordneten Manfred Pointner und Christian Magerl und die Sprecherin des Aktionsbündnisses AufgeMUCt, Helga Stiegelmeier.

Unter den rund 500 Teilnehmern waren auch mehrere Mitglieder des Vorstandes der Bundesvereinigung gegen den Fluglärm (BVF), angeführt vom Abgeordneten Manfred Pointner (hier mit roter Trillerpfeife), 3. Bürgermeister der Stadt Freising, Benno Zierer, sowie Werner Groth, die sich von Anfang an gegen die 3. Startbahn vehement einsetzten und sich schon immer für ein Nachtflugverbot stark machten.

Berlin Frankfurt/Main Frankfurt/Main Frankfurt/Main München München München München Düsseldorf Düsseldorf Düsseldorf Darmstadt Mörfelden/Walldorf Nackenheim Offenbach London London

17./24. November 2012: Aufruf zu den bundesweiten Demonstrationen

Die nächste bundesweite Demonstration findet im November 2012 in den großen Flughafen-Städten in Berlin, Köln/Bonn, München und in Frankfurt am Main statt.

Berlin-Schönefeld Flughafen Köln/Bonn Flughafen München Flughafen Frankfurt

06. Oktober 2012: Stellungnahme zu dem Entwurf der Fraport-Entgeltordnung 2013

Logo der BVF

Der Fraport hat einen Entwurf zur Entgeltordnung verfasst, zu der die BVF eine öffentliche Stellungnahme verfasste. Diese Stellungnahme wurde an alle Mitglieder der Fluglärmkommission verschickt. Die Stellungnahme der Fluglärmkommission ist leider nicht öffentlich.

Der leicht gekürzte Wortlaut der Stellungnahme der BVF kann - hier - eingesehen werden.

04. Oktober 2012: Jenseits der Stille – Lärmkrieg am Frankfurter Flughafen

SWR Fernsehen

Das SWR Fernsehen strahlte am 4. Oktober 2012 eine Reportage von Ina-Gabriele Barich aus, die ein Jahr nach Eröffnung der neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen eine erste Bilanz zieht. Einen Sommer lang begleitet SWR-Autorin engagierte Kämpfer gegen den Fluglärm aus Mainz und Rheinhessen. Sie ist auch mit denen unterwegs, die den Ausbau befürworten und am liebsten die ganze Nacht fliegen würden. Im Mittelpunkt des Film steht die Frage: „Was hat der Protest der Anwohner bewirkt?“

Die Reportage ist in der SWR Mediathek verfügbar und kann - dort - angesehen werden.

25. August 2012: Stellungnahme zum Dialogpapier der Projektgruppe „Infrastrukturkonsens“ der SPD-Bundestagsfraktion

Logo der BVF

Die SPD-Bundestagsfraktion arbeitet an einem neuen gesellschaftlichen Konsens zur Frage, welche Infrastruktur wir künftig in Deutschland benötigen. Dabei hebt sie hervor, dass die Politik das Heft des Handelns nicht aus der Hand geben darf. Die Frage, die sich hier stellt: Hat sie das nicht schon längst? Das Flughafenkonzept 2009 sowie der Entwurf des Fluglärmgesetzes stammen weitgehend von Interessenvertretern des Luftverkehrs. Häufig werden zudem Maßnahmen zum Schutz der betroffenen Bevölkerung aus Abwägungs- oder Dialogverfahren nach der Erteilung der Genehmigungen für die Flughäfen nicht umgesetzt. Ein Beispiel vom Flughafen Köln/Bonn. Damit wird das Vertrauen zur Politik untergraben. Ein Ausdruck dessen sind die landesweiten andauernden Proteste gegen den Ausbau von Flughäfen.

Das vorliegende Dialogpapier der SPD-Bundestagsfraktion versucht eine neue Balance zwischen einer angemessenen Entwicklungsstrategie für die Flughäfen und einem verbesserten Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm zu finden. Dies ist deutlich besser gelungen als im Flughafenkonzept des Jahres 2009; dennoch hat das Dialogpapier nach unserer Einschätzung noch erhebliche und teilweise grundlegende Mängel. Den konkreten Wortlaut unserer Stellungnahme sowie das Dialogpapier der Projektgruppe „Infrastrukturkonsens“ der SPD-Bundestagsfraktion können Sie unter den folgenden Links herunterladen.

BVF-Stellungnahme zum Dialogpapier der Projektgruppe „Infrastrukturkonsens“ der SPD-Bundestagsfraktion - PDF -
Dialogpapier der Projektgruppe „Infrastrukturkonsens“ der SPD-Bundestagsfraktion - PDF -

23. August 2012: Urteil des BayVGH: Öffnung des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen für Geschäftsflieger ist rechtmäßig

Mit Urteil vom 23. August 2012 hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) die Klagen von zwei Gemeinden sowie von mehreren privaten Anliegern gegen die Änderungsgenehmigung vom 23. Juli 2008 abgewiesen, mit der die Regierung von Oberbayern (Luftamt Süd) die Öffnung des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen für Geschäftsflieger zugelassen hat.

Der BayVGH hat zwar den Berufungen der Flughafenbetreiberin gegen die erstinstanzlichen Urteile des Verwaltungsgerichts München stattgegeben, dabei aber interessante Überlegungen zu einer Verstärkung des Schutzes gegen Fluglärm angekündigt. Die Genehmigungsbehörde kann beim Fluglärmschutz den Gesetzgeber durch

  1. strengere Grenzwerte,
  2. Berücksichtigung des konkreten Schutzbedarfs von Wohngebieten und
  3. Berücksichtigung auch der Vorbelastung

übertreffen und damit die Betroffenen stärker schützen.

Kommentierung des Urteils von Rechtsanwalt Matthias Möller - interner Link -
Pressemitteilung des BayVGH vom 23. August 2012 - PDF -

16. August 2012: Bundesverwaltungsgericht legt schriftliche Urteilsbegründung zum Frankfurter Flughafen vor

Der 4. Senat des Bundesverwaltungsgerichts hat am 16. August 2012 der Frankfurter Rechtsanwaltskanzlei Möller und Collegen die schriftliche Begründung seines Urteils vom 4. April 2012 (Az. 4 C 6.10 u.a.) zur Erweiterung des Frankfurter Flughafens ausliefern lassen. Das Urteil hat einen Umfang von 182 Seiten.

In einer ersten Bewertung von Rechtsanwalt Matthias Möller, der vier Musterkläger vertritt, begrenzt das Bundesverwaltungsgericht die Zahl der Nachtflüge auf ein Maß deutlich unterhalb der technisch möglichen Kapazität des Frankfurter Flughafens und eröffnet den gewerblichen Nutzern von Anliegergrundstücken erstmals einen wirksamen Anspruch auf passiven Schallschutz gegen den Fluglärm. Insoweit wurden die betroffenen Teile des Planfeststellungsbeschlusses vom 18. Dezember 2007 aufgehoben. Das Verkehrsministerium ist zu einer neuen Entscheidung über den Schallschutz für Gewerbegrundstücke verpflichtet worden.

Erste Bewertung von Rechtsanwalt Matthias Möller im Detail - interner Link -
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 4. April 2012 - PDF -

24. Juni 2012: Menschenkette gegen Fluglärm am Frankfurter Mainufer

Zu der „Menschenkette gegen Fluglärm - Hand in Hand für unsere Zukunft“ hatten insgesamt acht Bürgerinitiativen aus Frankfurt und das Bündnis der Bürgerinitiativen (BBI) Kein Flughafenausbau für ein Nachtflugverbot aufgerufen. 8.000 Demonstranten protestierten am südlichen Mainufer von Niederrad bis Oberrad. Aus Berlin war ein Bus mit Fluglärmgegner angereist, um ihre Solidarität zu zeigen. Aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet nahmen zahlreiche Bürger an der Aktion teil. Die Veranstaltung erzielte eine große Öffentlichkeitswirkung und war eine der größten Antifluglärmdemonstrationen in der Stadt Frankfurt.

Menschenkette gegen Fluglärm am 24.06.2012 Menschenkette gegen Fluglärm am 24.06.2012 Aus Berlin war ein Bus mit Fluglärmgegner angereist, um ihre Solidarität zu zeigen Abschlußaktion aller Bürgerinitiativen Fotos von der Demonstration in Frankfurt mit freundlicher Genehmigung von Walter Keber.

19. Juni 2012: Veranstaltung des ALD zum Tag gegen Lärm 2012

Der Arbeitsring Lärm der DEGA (ALD) ist eine Fachgruppe der Deutschen Gesellschaft für Akustik e.V. (DEGA). Die Präsentationen auf der ALD-Veranstaltung "Minderung des Fluglärms" zum Tag gegen Lärm 2012 können Sie unter der angegebenen Linkadresse herunterladen.

Die Präsentationen auf dieser Veranstaltung im Download - externer Link -

16. Juni 2012: Expertenanhörung „Nachtruhe statt Fluglärm“

Unter dem Motto „Nachtruhe statt Fluglärm“ lud die grüne Bundestagsfraktion am 16. Juni 2012 zu einer Anhörung im Bundestag einige Vertreter aus der Politik, Bürgerinitiativen, von Verkehrs- und Umweltverbänden, sowie aus der Luftverkehrsbranche ein, um über Verbesserungsmöglichkeiten zum Schutz vor Fluglärm zu diskutieren. Den Vortrag des Präsidenten der Bundesvereinigung gegen Fluglärm anläßlich dieser Expertenanhörung finden Sie hier im Download.

Titel des Vortrags: Mögliche und wirksame Maßnahmen zum aktiven Schutz vor Fluglärm - PDF -
Weitere Infos und Vorträge von dieser Veranstaltung - externer Link -

21. April 2012: Fortbildungsveranstaltung Fluglärmbekämpfung und
Mitgliederversammlung 2012

Aktuelle Fragen der Fluglärmbekämpfung standen in Mittelpunkt der Treffens der Bundesvereinigung in Frankfurt am Main. Ende April hat sich die Bundesvereinigung auf einer gut besuchten Fortbildungsveranstaltung in Frankfurt mit aktuellen Fragen der Fluglärmbekämpfung beschäftigt.

Die vorgestellten Präsentationen zum Download im passwortgeschützten Bereich - hier -

Einen Tag später, bei der alle zwei Jahre stattfindenden Mitgliederversammlung, wurde ein neuer Vorstand gewählt: Einstimmig in seinem Amt als Präsident wurde Helmut Breidenbach aus Köln bestätigt. Wiedergewählt wurden die beiden Vizepräsidenten Dr. Berthold Fuld aus Bad Homburg und Prof. Dr. Lutz Eiding aus Hanau. Neuer dritter Vizepräsident wurde, für den im vergangenen Jahr verstorbenen Joachim Hans Beckers, Dr. Dr. Rainer Rahn aus Frankfurt am Main.

Vorstand der BVF seit April 2012

Den Tätigkeitsberericht finden Sie im internen Mitgliederbereich - hier -

24. März 2012: Groß-Demonstrationen in Deutschland gegen Fluglärm. Februar und März 2012

Am 4. Februar 2012 haben zum ersten Mal in der Geschichte der Bürgerproteste gegen den Ausbau von Flughäfen und den damit verbundenen Lärm in Frankfurt und Berlin parallel und abgestimmt aufeinander große Demonstrationen stattgefunden. In Frankfurt demonstrierten über 25.000 Menschen im und Terminal 1 und auf dem Flughafengelände. Neben verschiedenen Reden gab es Rockmusik und eine Luftballonaktion für Kinder. Zur gleichen Zeit demonstrierten in Berlin ca. 1.000 Menschen im Terminal des neuen Flughafens BER. Am darauffolgenden Sonntag gab es rund um den Flughafen München Protestaktionen gegen die geplante 3. Startbahn.

Am 24. März 2012 gab es an den sechs größten deutschen Flughafenstandorten Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf, Köln/Bonn und Leipzig/Halle Demonstrationen von über 30.000 Bürgern gegen Fluglärm, Schadstoffbelastungen und Flughafenausbauten. Auch am Flughafen Nantes in Frankreich gab es eine Demonstration von Fluglärmgegnern.

Der Fluglärmprotest ist damit in ganz Deutschland und in Europa angekommen.

Großdemonstration am 24.03.2012 Großdemonstration am 24.03.2012 Fotos von der Demonstration in Frankfurt mit freundlicher Genehmigung von Walter Keber.

25. Januar 2012: Gemeinsame Stellungsnahme der ADF und der BVF zum Entwurf einer geplanten EU-Verordnung über lärmbedingte Betriebsbeschränkungen

Die EU hat als Bestandteil eines sogenannten Flughafenpakets den Entwurf für eine Verordnung über lärmbedingte Betriebsbeschränkungen vorgelegt, der u. a. weitgehende Eingriffsmöglichkeiten in nationale Regelungen vorsieht und auf unsere scharfe Kritik stößt. Diese wird in einer gemeinsamen Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Fluglärmkommissionen (ADF) und der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) zum Ausdruck gebracht und ist breit an viele Gremien und Entscheidungsträger in Brüssel, Berlin und den Bundesländern verteilt worden.

Entwurf einer geplanten EU-Verordnung über lärmbedingte Betriebsbeschränkungen - PDF -
Gemeinsame Stellungnahme der ADF und der BVF zum Entwurf der EU - PDF -

11. Oktober 2011: Hessischer Verwaltungsgerichtshof: Vorläufig keine Nachtflüge in Frankfurt

Überraschende (Zwischen-) Wendung am Flughafen Frankfurt. Die neue Landebahn wird am 21. Oktober in Betrieb genommen. Klagen sind anhängig am BVerwG. Der Winterflugplan wurde – mangels aufschiebender Wirkung der Klagen – so festgesetzt, wie es im Planfeststellungsbeschluss steht, also 17 Flüge zwischen 23:00 und 5:00 Uhr.

Der VGH Kassel hat überraschend heute die aufschiebende Wirkung einiger Klagen für den Zeitraum zw. 23:00 und 5:00 Uhr angeordnet. Damit kann in dieser Zeit doch kein Flugbetrieb stattfinden, vorerst zumindest!

Link zur Pressemitteilung des VGH - externer Link -

04. Oktober 2011: US-Behörden verweigern John Stewart die Einreise

US-Behörden verweigern John Stewart, dem Präsident der europäischen Vereinigung gegen die schädlichen Auswirkungen des Luftverkehrs (UECNA), die Einreise

John Stewart wurde am vergangen Donnerstag (29.9.2011) von den US-Behörden am Flughafen JFK in New York die Einreise verweigert. Auf Einladung von Aviation Justice sollte er unter anderem in Chicago, Seattle und Kalifornien über den Erfolg der britischen Bewegung gegen den Ausbau des Flughafens London-Heathrow berichten. John Stewart ist Vorsitzender der britischen Organisation HACAN Clear Skies und hat vor zwei Jahren in Brüssel die European Campaigners´ Aviation Conference organisiert. Seit April 2011 erscheint unter seiner Verantwortung alle zwei Monate der Newsletter EXCHANGE für die europäischen Umweltaktivisten. Seit 2010 ist er Präsident der UECNA, die 1968 in Genf von dem Ehrenpräsidenten der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) Prof. Dr. Kurt Oeser aus Mörfelden-Walldorf mitbegründet wurde. John Stewart ist Nachfolger von Martin Kessel, der nach seiner UECNA-Präsidentschaft jetzt die Geschäftsführung dieser Organisation übernommen hat.

Download der Pressemitteilung vom 04.10.2011 - PDF -      |       Presseartikel zum Download - PDF -

20. September 2011: Aufruf zur Unterschriftensammlung gegen Nachtflug und für Begrenzung und gerechte Belastung des Luftverkehrs

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Lärm bedroht die Gesundheit vieler Menschen und gefährdet die Entwicklung unserer Kinder. Ungeachtet dieser Tatsache ist die Luftverkehrslobby derzeit bestrebt, bei der jetzigen Bundesregierung eine weitgehende Freizügigkeit für den Luftverkehr, gerade auch in der Nacht zu erwirken.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wie auch das Umweltbundesamt erkennen längst die gesundheitlichen Gefahren durch Fluglärm. Diese Erkenntnis muss nun endlich auch Berücksichtigung in der Gesetzgebung finden.

Wir fordern:

  • Ein Nachtflugverbot von 8 Stunden von 22-06 Uhr und Schutz der Tagesrandstunden zur Gewährleistung gesunden Nachtschlafs.
  • Keine Aufweichung der Nachtflugbeschränkungen im Luftverkehrsgesetz. Erläuterung zum § 29b des Luftverkehrsgesetz - hier -
  • Begrenzung des Flugverkehrs und des Fluglärms über Wohngebieten.
  • Belastung des Luftverkehrs mit allen Steuern und Gebühren, wie andere Verkehrsträger auch.

Die Unterzeichner bitten die Bevölkerung, die Sicherung der Lebens-, Wohn- und Arbeitsqualität in den vom Luftverkehr betroffenen Gebieten jetzt und für künftige Generationen durch ihre Unterschrift gegenüber dem Gesetzgeber und Verantwortlichen einzufordern.

Die Sammlung der Unterschriften soll so lange laufen, bis die geplante Verschlechterung des § 29b im Luftverkehrsgesetz von der Regierung at acta gelegt ist. Der Stand der Unterschriftenaktion liegt derzeit bei 72.832 Unterschriften, wovon 45.350 Unterschriften am 28. September 2010 bereits dem Bundeskanzleramt von einer Delegation übergeben wurde. Hinzu kommen 55.000 Unterschriften, die in Berlin speziell mit dem Ziel „kein Nachtflug am Berliner Flughafen“ gesammelt worden sind.

Erläuterung zum § 29b des Luftverkehrsgesetz - hier -       |       Unterschriftenliste zum Download - PDF -
Deckblatt (Duplexdruck) zum Download - PDF -       |       Deckblatt zum Download - PDF -
Weitere Informationen im Mitgliederbereich - hier -       |       Film-Clip der BI Lichtenrade/Mahlow-Nord e.V. - externer Link -

20. August 2011: Stellungnahme der BVF zur Festsetzung eines Lärmschutzbereiches am Frankfurter Flughafen

In der zugrunde liegenden Prognose zur Festsetzung ist die Entwicklung des Flugverkehrs nicht zutreffend dargestellt. Vielmehr drängt sich hier der Eindruck auf, dass diese so gestaltet wurde, um die Zahl der Bürger mit Anspruch auf passiven Schallschutz möglichst gering zu halten. In der Stellungnahme der BVF wurden wesentliche Anregungen zur Verbesserung erarbeitet.

Stellungnahme der BVF zur Festsetzung - PDF -       |       Stellungnahme der BVF (Anlagen) - PDF -

10. März 2011: Gesetzesantrag zur Änderung des Luftverkehrsgesetzes

Das Land Rheinland-Pfalz stellt Gesetzesantrag an Bundesrat zur Änderung des Luftverkehrsgesetzes. Zwar verpflichtet das Luftverkehrsgesetz in § 29b Absatz 2 die Luftfahrtbehörde und die Flugsicherung, auf den Schutz der Bevölkerung vor unzumutbarem Fluglärm „hinzuwirken“. In der Praxis der Deutschen Flugsicherung treten Lärmschutzbelange aber in der Regel hinter betriebliche und kapazitative Belange der Flughafenbetreiber und der Fluggesellschaften zurück.

Dieser Entwurf wird in der 881. Bundesratssitzung am 18.03.2011 vorgestellt und danach den Ausschüssen zugewiesen werden.

Gesetzentwurf zur Änderung des Luftverkehrsgesetzes - PDF -

Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm trauert um ihren Vizepräsidenten Joachim Hans Beckers

Joachim Hans Beckers

Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm trauert um ihren Vizepräsidenten Joachim Hans Beckers aus Ratingen, der plötzlich und unerwartet im Alter von 79 Jahren an den Folgen eines Unfalls gestorben ist. Mit Joachim Hans Beckers verlieren wir eine der profiliertesten deutschen Persönlichkeiten im Kampf gegen den Fluglärm.

Joachim Hans Beckers war 1967 Gründungsmitglied des Verbands und hat ihn in den folgen­den Jahrzehnten als Präsident und Vizepräsident geprägt und geführt. Er war maßgeblich beteiligt an der Entstehung des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm 1971 und der erst vor kurzem abgeschlossenen zehn Jahre dauernden Novellierung des Gesetzes.

Bis zuletzt war er Generalsekretär der 1968 in Straßburg gegründeten Union Européenne contre les Nuisances des Avions (UECNA), dem europäischen Dachverband der nationalen Vereinigungen gegen Fluglärm, und fungierte damit als Kontaktstelle zwischen der europäischen und nationalen Gesetzgebung.

Joachim Hans Beckers galt als ausgewiesener Fachmann vor allem für technische Fragen und war Mitglied in verschiedenen nationalen Gremien wie beim Deutschen Institut für Normung (DIN) in Berlin. Er vertrat die Bundesvereinigung gegen Fluglärm in mehreren an das Verkehrs- oder Umweltministerium des Bundes oder der Länder angegliederten Ausschüssen. Geschätzt wurde sein Rat auch als Mitglied in Fluglärmkommissionen an vielen deutschen Flughäfen wie in Düsseldorf, Dortmund, Essen/Mülheim, Leipzig oder Dresden.

Joachim Hans Beckers verfasste über 50 Fachartikel zu Fluglärmthemen und war Mit­herausgeber eines Kompendiums und eines weiteren Fachbuchs über 40 Jahre Fluglärmbekämpfung in Deutschland. Er war für uns selbst wie ein Kompendium und immer ein Vorbild an Einsatz.

Er war nahezu „full time“ im Ehrenamt aktiv und erhielt dafür als hohe Anerkennung das Bundesverdienstkreuz. Er war für uns Mentor und Antreiber - gleichzeitig ein hoch geschätzter Ratgeber und für viele auch ein nahezu väterlicher Freund. Wir sind unendlich traurig, dass er ohne jeden Abschied von uns gehen musste und trösten uns mit dem Gedanken, dass wir lange Jahre mit ihm zusammen arbeiten durften.

Wir alle verneigen uns in hohem Respekt vor seiner Lebensleistung.

Helmut Breidenbach

Zum Kondolenzbuch

31. Dezember 2010: Ergänzende Stellungnahme zum Antrag der Flughafen München GmbH auf Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens für eine 3. Start- und Landebahn

Die BVF hat eine ergänzende Stellungsnahme zum Antrag der Flughafen München GmbH auf Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens für eine 3. Start- und Landebahn abgegeben. Darin wird darauf hingewiesen, dass bei unabhängig voneinander betriebenen parallelen Landebahnen einen Unterschied von 1000 Fuß bei der Zwischenanflughöhe gefordert ist. Daraus ergibt sich, dass der Anteil der Flugzeuge, für die eine Zwischenanflughöhe von 4000 Fuß über NN (ca. 770 m) über Flughafen angenommen wurde, zu gering sein dürfte, welches wiederum Konsequenz auf die durchgeführte Lärmberechnung hat.

Ergänzende Stellungnahme zum Antrag der Flughafen München GmbH - PDF -

22. Juli 2010: Stellungnahme zum Gesetzentwurf für eine Luftverkehrssteuer

Die BVF hat im Rahmen einer Verbände-Anhörung eine Stellungnahme zum Gesetzentwurf für die Einführung einer Luftverkehrssteuer an das Bundesministerium für Finanzen in Bonn abgegeben. Der bisherige Regierungsentwurf sieht eine Steuer in Höhe von 13 Euro für Inlandsflüge und 26 Euro für Auslandsflüge vor. Die BVF macht weitergehende Vorschläge für eine stärker auf Umweltaspekte bezogene Abgabe.

Stellungnahme zum Gesetzentwurf für eine Luftverkehrssteuer - PDF -

30. April 2010: Aufruf zur Unterschriftensammlung gegen Nachtflug und für Begrenzung und gerechte Belastung des Luftverkehrs

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Lärm bedroht die Gesundheit vieler Menschen und gefährdet die Entwicklung unserer Kinder. Ungeachtet dieser Tatsache ist die Luftverkehrslobby derzeit bestrebt, bei der neuen Bundesregierung eine weitgehende Freizügigkeit für den Luftverkehr, gerade auch in der Nacht zu erwirken.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wie auch das Umweltbundesamt erkennen längst die gesundheitlichen Gefahren durch Fluglärm. Diese Erkenntnis muss nun endlich auch Berücksichtigung in der Gesetzgebung finden.

Wir fordern:

  • Ein Nachtflugverbot von 8 Stunden von 22-06 Uhr und Schutz der Tagesrandstunden zur Gewährleistung gesunden Nachtschlafs.
  • Keine Aufweichung der Nachtflugbeschränkungen im Luftverkehrsgesetz. Erläuterung zum § 29b des Luftverkehrsgesetz - hier -
  • Begrenzung des Flugverkehrs und des Fluglärms über Wohngebieten.
  • Belastung des Luftverkehrs mit allen Steuern und Gebühren, wie andere Verkehrsträger auch.

Die Unterzeichner bitten die Bevölkerung, die Sicherung der Lebens-, Wohn- und Arbeitsqualität in den vom Luftverkehr betroffenen Gebieten jetzt und für künftige Generationen durch ihre Unterschrift gegenüber dem Gesetzgeber und Verantwortlichen einzufordern.

Erläuterung zum § 29b des Luftverkehrsgesetz - hier -       |       Unterschriftenliste zum Download - hier -
Deckblatt (Duplexdruck) zum Download - hier -       |       Deckblatt zum Download - hier -
Weitere Informationen im Mitgliederbereich - hier -

16. April 2010: Fortbildungsveranstaltung Fluglärmbekämpfung

Am Freitag, den 16.04.2010, fand in Frankfurt/Main eine Fortbildungsveranstaltung der Bundesvereinigung gegen Fluglärm e.V. in Zusammenarbeit mit der Bürgervereinigung gegen unnötigen Fluglärm e.V. statt.

Mehr Informationen und die vorgestellten Präsentationen zum Download im passwortgeschützten Bereich - hier -

26. Oktober 2009: Fluglärm-Demonstration in Potsdam am Freitag, 6. November 2009 vor dem Landtag

Am Freitag, den 6.11.2009 um 11 Uhr findet vor dem Brandenburger Landtag in Potsdam, Am Havelblick 8, 14473 Potsdam eine Demonstration gegen den Planergänzungsbeschluss „Lärmschutzkonzept BBI“ statt.

Plakat zum Download - hier -       |       Mehr Informationen im Internet - hier -

14. Oktober 2009: CDU / CSU / FDP-Koaltion will Nachtflugverbote abschaffen

Bundeskanzlerin soll die „Verkehrs-Rambos“ stoppen !

Der „Arbeitskreis Wirtschaft“ will im Rahmen der Koalitionsvereinbarungen durch die Aufhebung von Nachtflugbeschränkungen die Flughäfen offenbar weitgehend für den 24-Stundenbetrieb öffnen. Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm e.V. ist über diesen Vorstoß der Regierungskoalition empört. Dies geht einseitig zu Lasten der betroffenen Bürger, deren Gesundheit durch Störung der Nachtruhe zusätzlich gefährdet wird.

Pressemitteilung der BVF vom 14.10.2009 - hier -       |       Entwurf Arbeitskreis Wirtschaft der Koalitionsverhandlungen - hier -

13. Oktober 2009: Plan für den Bau der 3. Startbahn in London Heathrow wird vorerst aufgegeben

Führenden Politikern in England ist klar geworden, dass der Ausbau des Flughafens London-Heathrow weder wirtschaftlich noch aus Gründen des Klimaschutzes verantwortbar ist. Die Conservative Partei beschloss, für den Fall eines Wahlsieges und Übernahme der britschen Regierung, keine zusätzlichen Startbahnen auf den Londoner Flughäfen in Heathrow, Gatwick und Stansted zuzulassen.

Diese Erkenntnis sollte den deutschen Flughafenbetreibern in Frankfurt und München sowie Politikern der Bundesregierung als Vorbild dienen. Auch in Deutschland sind aus den gleichen Gründen Flughafenerweiterungen nicht zu rechtfertigen.

BVF Fluglärm-Info zun Download - hier -       |       Link zum Artikel in der Financial Times vom 11. Oktober 2009 - hier -

5. September 2009: Wege zu mehr Schutz vor Fluglärm – Fortbildungsseminar der BVF

Am 5. September fand in Kassel ein vielbeachtetes Fortbildungsseminar der BVF statt. Von allen deutschen Flughafenstandorten mit Fluglärmkommissionen waren Teilnehmer anwesend. Es wurden die Wege aufgezeigt, wie man gegen den dramatischen Zuwachs des Schutzdefizits vorgehen kann.

Die Vortragsfolien der Beiträge zum Download:

27. August 2009: Minister Tiefensee stellt 2. Nationales Verkehrslärmpaket vor

Die BVF kritisiert den Verkehrsminister Minister Tiefensee anlässlich der Vorstellung des 2. Nationalen Verkehrslärmschutzpakets wegen des unzureichenden Schutzes der Menschen durch das neue Fluglärmgesetz und die im Juli 2009 beschlossene Schallschutzverordnung.

Pressemitteilung der BVF zum Download - hier -       |       Nationales Verkehrslärmschutzpaket II des BMVBS - hier -

19. Juli 2009: Das Fluglärm-Schutzdefizit wird immer größer

Eine Auswertung aller verfügbaren Quellen, insbesondere der Veröffentlichungen der Aero-Wissenschaften und der Luftfahrtindustrie mit Behandlung des Zeitraums von der Gegenwart bis über das Jahr 2050 hinaus hat ergeben, dass das Schutzdefizit deutlich ansteigt und deshalb drastische Schutzmaßnahmen gegen Fluglärm, insbesondere Betriebsbeschränkungen erforderlich sind.

Das neue Fluglärmgesetz ist bezüglich der Belastungssituation fast wirkungslos und nur von der EU-Gesetzgebung und von EU-Kontrollbehörden ist ausreichende Hilfe denkbar. Näheres siehe den Aufsatz von Joachim Hans Beckers: Verbesserungspotential für die Fluglärmbekämpfung in Europa.

Download des Aufsatzes von Joachim Hans Beckers (deutsche Version) - hier -       |       Download der englischen Version - hier -

9. Juli 2009: Regierung verabschiedet sich vom Schutz gegen Fluglärm

Der Bundesrat behandelt in seiner Sitzung am Freitag, 10.7.2009 mit der Schallschutzverordnung, die wichtigste Rechtsverordnung zum bereits im Juni 2007 verabschiedeten Fluglärmgesetz.

Sowohl im Vorfeld der Kabinettsentscheidung, wie auch jetzt vor der Bundesratsbefassung ist die SchallschutzVO mehrfach zum Nachteil der Fluglärmbetroffenen geändert worden. Wir halten den vorgesehenen Schutz jetzt schon für völlig unge­nügend. Die Schallschutz­VO unterläuft in der vorliegenden Fassung das ohnehin unzureichende Flug­lärm­­gesetz und schwächt die dortigen Festlegungen noch weiter ab.

Es ist am 10. Juli 2009 eine Demonstration in Berlin vor der Bundsratssitzung geplant.

Pressemitteilung der BVF zum Download - hier -

1. Juli 2009: Briefaktion der Umweltverbände gegen die Verabschiedung der Schallschutzverordnung

Sechs deutsche Umweltschutz-Verbände, die sich um das Thema „Lärm“ kümmern, fordern die Ablehnung der Schallschutzverordnung in der vorgelegten Form durch den Bundesrat. Die Schallschutzverordnung legt maximale Lärmpegel für Häuser zum Schutz der Nutzer in der Nähe von Flughäfen fest.

Wesentliche Punkt der Schallschutzverordnung ist die Pflicht der Flughäfen zur Übernahme von Kosten für den passiven Schalsschutz in Gebäuden. Durch die nochmalige Erhöhung der zulässigen Lärmpegel in Innenräumen werden noch mehr Häuser und Wohnungen von der Leistungspflicht zur Übernahme der Kosten für den Einbau von Maßnahmen zur Schalldämmung in Häusern ausgeschlossen.

Nach fast 12 Jahren der Reformarbeit des Fluglärmgesetzes und der nachfolgenden Rechtsverordnungen endet das Ergebnis im Nichts.

Musterbrief an die Ministerpräsidenten der Länder vom 15.6.2009 - hier -       |       Musterbrief vom 1.7.2009 - hier -

22. Juni 2009: Neues BVF-Fortbildungsseminar: „Fluglärmbekämpfung aktuell“ - 5.9.2009 in Kassel

Fluglärm-Seminar mit ausgewählten Themen für Vereinsmitglieder und Mitglieder in den Kommissionen nach § 32 b LuftVG

Die BVF lädt zu einem ganztägigen Fortbildungsseminar am 5. September in das Anthroposophische Zentrum in Kassel-Wilhelmshöhe ein. Auf dem Programm stehen Themen zu den neuesten Entwicklungen und Chancen zur Verbesserung der Fluglärmsituation

Mehr Informationen im Flyer zum Download - hier -

7. Mai 2009: Stellungnahme der BVF zum Grünbuch der Europäischen Kommission - TEN-V

Die BVF nimmt Stellung zum Grünbuch der Kommission der Europäischen Gemeinschaft TEN-V: Überprüfung der Politik für ein integriertes transeuropäisches Verkehrsnetz im Dienst der gemeinsamen Verkehrspolitik.

Mehr Informationen - hier -

29. April 2009: Tag gegen den Lärm

Der Arbeitsring Lärm der Deutschen Gesellschaft für Akustik (ALD) veranstaltet anlässlich des Tages gegen Lärm am 29.04.2009 ein Forum zur Öffentlichkeitsmitwirkung in der Aktionsplanung. Auch die BVF wird mit zwei Referenten zum Thema „Fluglärm“ vertreten sein.

Download der Broschüre - hier -

9. April 2009: Memorandum zur Europawahl

Die BVF unterstützt das Wahlmemorandum des Deutschen Naturschutzrings (DNR) zur Europawahl am 7. Juni 2009.

Mehr Informationen - hier -

28. Januar 2009: Verbandsbrief an Sigmar Gabriel zum Entwurf der Schallschutzverordnung

In einen Brandbrief mehrerer Naturschutz- und Fluglärmverbände wird der Herr Sigmar Gabriel, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gebeten, sich für Nachbesserungen am Entwurf zur Schallschutzverordnung einzusetzen. Die Grenzwerte für für Belastungen durch den Fluglärm entsprechen nicht dem anerkannten Stand der Wissenschaft und Technik.

Insgesamt bleibt der Schutz vor Fluglärm hinter der 24. BImSchV für den Straßen- und Schienelärm zurück. Es ist deswegen geboten, die Empfehlungen der UBA-Arbeitsgruppe in der Schallschutzverordnung einzubringen.

Brief an Umweltminister Sigmar Gabriel - hier -

19. November 2008: BVF und ADF fordern Nachbesserungen zur Schallschutzverordnung

Die Schallschutzverordnung, als untergesetzliche Regelung zum Fluglärmgesetz, regelt Übernahme von Kosten für den passiven Schallschutz von Gebäuden, die sich in Fluglärmzonen befinden. Der derzeitige Entwurf bietet nur einen ungenügenden Schutz der Betroffenen. Die Höchstkostenregelung verletzt das Verursacherprinzip.

In einem gemeinsamen Schreiben der BVF und der ADF (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fluglärmkommissionen werden erhebliche Nachbesserungen gefordert

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14. November 2008: 5. Deutscher Luftverkehrskongress fordert: Entlasten anstatt belasten

Am 11. November 2008 fand in Berlin der 5. Deutsche Luftverkehrskongress statt. Im Mittelpunkt standen die zentralen Herausforderungen Wachstum, Umweltschutz und die Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen zur Sicherung einer führenden Positionen der deutschen Luftverkehrsindustrie im internationalen Wettbewerb. Der Fachtag wurde gemeinschaftlich vom Bundesverband der Deutschen Industrie, dem BDLI, dem Flughafenverband ADV und der Lufthansa veranstaltet.

Immerhin wird von der Luftfahrtbranche als Beitrag zum Umweltschutz der „Single European Sky“ gefordert, der direkte Routen zwischen Flughäfen auf kürzestem Weg zulassen. Damit verkürzen sich die Flugzeiten. Außerdem soll der CO2-Ausstoß um bis zu 12% (?) verringert werden.

Weiter Forderungen nach schnelleren Planfeststellungsverfahren und Freistellung vom Emissionshandel gefallen weniger. Wie andere Industrien und Branchen wird die Schaffung eines Luftfahrtfonds zur Unterstützung der Zulieferindustrie gefordert. Damit sind sie nicht allein. Nachdem die Banken ein Unterstützungspaket von der Bundesregierung erhalten, fordern andere Branchen mit Recht auch Unterstützun vom Steuerzahler.

Die deutschen Flughäfen werden in den nächsten 5 Jahren mehr als 20 Milliarden EUR in die Verkehrsstruktur investieren, ohne dass auch nur ein einziger Euro aus dem Bundeshaushalt aufgebracht werden muss. Hier muss man genau lesen: „Aus dem Bundeshaushalt“. Zuschüsse für Flughafenerweiterungen aus den Länderhaushalten und von der EU werden geflissentlich nicht erwähnt. Dafür sei es notwendig, dass das richtungsweisende Flughafenkonzept der Bundesregierung schnellstmöglich ohne die Aufnahme einer zusätzlichen Konkurrenzanalyse verabschiedet wird.

Damit sind wohl auch Umweltverträglichkeitsprüfungen und Rechte der Bürger auf gesundheitliche Unversehrtheit gemeint (Anm. der Redaktion).

14. November 2008: Weniger Passagiere in Frankfurt

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, dass Oktober 2008 am Frankfurter Flughafen (Fraport) 4,9% weniger Passagiere gezählt wurden, als im Vorjahr. Auch das Luftfrachtaufkommen reduzierte sich im gleichen Zeitraum um 4,1%. Auch der Flughafen Hahn im Hunsrück (wird von Fraport betrieben) ist von diesem Rückgang betroffen. Er beläuft sich auf 0.1%.

Der Rückgang der Luftverkehrszahlen, die sich bereits seit Beginn des Jahres 2008 einstellen, zeigt, dass der Luftverkehr in Dutschland an die Sättigungsgrenze gekommen ist. Ein weiterer Ausbau der Luftverkehr-Infrastruktur ist deshalb nicht notwendig. Dies betrifft auch die Ausbauvorhaben der Flughäfen in München und Frankfurt.

Auch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) ist zum Schluss gekommen, dass der Low-Cost-Verkehr die Sättigungsgrenze erreicht hat. Der Low-Cost-Verkehr steht vor der Marktkonsolidierung, prognostiziert die ADV.

14. November 2008: IATA meldet alarmierenden Rückgang im internationalen Luftverkehr

Die Passagierzahlen sanken im internationalen Luftverkehr um 2.9 gegenüber September 2007. Das Frachtaufkommen reduzierte sich sogar um 7,7%. Die Auslastung auf internationalen Strecken ging im September 2008 in allen Regionen gegenüber August 2008 um 4,4% auf 74,8% zurück.

Im Luftfracht-Sektor wurde im September 2008 der stärkste Rückgang seit September 2001 registriert. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es in den meisten Regionen eine negative Bilanz.

Die Rezession hat noch nicht begonnen. Trotzdem nimmt der Luftverkehr, bisher ständig als „Wachstumsmotor“ und „Jobmaschine“ angepriesen, bereits stark zurück. Mit einem weiterem Rückgang in den nächsten Monaten und Jahren muss gerechnet werden. In Anbetracht dieser Entwicklung sind Ausbauvorhaben deutscher Flughäfen auf den Prüfstand zu stellen. Unserer Meinung brauchen wir keine 4. Startbahn in Frankfurt und keine 3. Startbahn in München. Beide Flughäfen haben noch für viele Jahre ausreichend Kapazitäten, um eine angemessene Infrastruktur und Anbindung an den internationalen Luftverkehr zu bieten.

4. November 2008: Studie des Umweltbundesamts - „Umweltschädliche Subventionen“ - auch Luftverkehr

In Deutschland gab es im Jahr 2006 Subventionen von knapp 42 Mrd. Euro mit negativen Wirkungen auf Gesundheit und Umwelt. Dies ist das Ergebnis der Studie des Umweltbundesamts (UBA). Die UBA-Forscher analysierten die wichtigsten Subventionen des Bundes in den Bereichen Energiebereitstellung und -nutzung, Verkehr, Bau- und Wohnungswesen sowie Landwirtschaft. Denn diese Bereiche verursachen die größten Umweltprobleme und profitieren am stärksten von umweltschädlichen Subventionen.

Durch die Steuerbefreiung des Kerosins für Inlandsflüge gehen pro Jahr 396 Millionen EUR verloren. In Anbracht des Gesamtbedarfs von Treibstoff für die Luftfahrt in Deutschland von 8,4 Millionen Tonnen sind es 6,9 Mrd. EUR. Auch bei der Mehrwertsteuerbefreiung für Auslandsflüge entsteht ein Steuerausfall von 1,56 Mrd. EUR pro Jahr, davon allein über 400 Millionen EUR für Flüge innerhalb der EU.

Download der Studie „Umweltschädliche Subventionen“ (die Seiten 20 - 22 betreffen den Luftverkehr) - hier -

4. November 2008: Grüne Liga informiert über „Umgebungslärm-Richtlinie“

GRÜNE LIGA e.V. - Netzwerk ökologischer Bewegungen - hat vier Informationsrundbriefe zum Thema Umgebungslärmrichtlinie erstellt. Der neueste ist soeben erschienen und widmet sich insbesondere der Wirtschaftlichkeit von Lärmminderungsmaßnahmen.

Mehr Informationen:
Rundbrief 1/2007 - hier -       |       Rundbrief 1/2008 - hier -       |       Rundbrief 2/2008 - hier -       |       Rundbrief 3/2008 - hier -

3. November 2008: Deutsche Flugsicherung (dfs) meldet geringes Wachstum der Fugbewegungen

Das Wachstum des Luftverkehrs in Deutschland hat sich im dritten Quartal 2008 nur noch mit einem Plus von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr fortgesetzt. Von Juli bis September 2008 kontrollierte die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH 862.798 Flüge.

Trotz eines Rückgangs von minus zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr, steht der Flughafen Frankfurt mit 126.488 Starts und Landungen im dritten Quartal nach wie vor an der Spitze der internationalen Flughäfen, gefolgt vom Flughafen München mit 112.317 Flügen (- 0,7 Prozent) und den drei Berliner Flughäfen mit 63.376 Flügen (+ 4,5 Prozent).

Der Rückgang der Flugbewegungen an den großen Flughäfen in Deutschland lässt zunehmend die Frage aufkommen, ob die Flughafen-Erweiterungen in Frankfurt (4. Startbahn) und München (3. Startbahn) noch notwendig und zeitgemäß sind. Hierzu auch die Pressemitteilung der Bürgerinitiative WIDEMA (Bürgerinitiative Wicker · Delkenheim · Massenheim · gegen Fluglärm e.V.)

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