Hier finden Sie ältere Nachrichten über Fluglärm, Flughafen-Projekte, Entwicklung der legislativen Aktivitäten, Rechtsprechung und Aktionen unserer Mitglieder

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Aktuelle Nachrichten finden Sie - hier -

11. Oktober 2011: Hessischer Verwaltungsgerichtshof: Vorläufig keine Nachtflüge in Frankfurt

Überraschende (Zwischen-) Wendung am Flughafen Frankfurt. Die neue Landebahn wird am 21. Oktober in Betrieb genommen. Klagen sind anhängig am BVerwG. Der Winterflugplan wurde – mangels aufschiebender Wirkung der Klagen – so festgesetzt, wie es im Planfeststellungsbeschluss steht, also 17 Flüge zwischen 23:00 und 5:00 Uhr.

Der VGH Kassel hat überraschend heute die aufschiebende Wirkung einiger Klagen für den Zeitraum zw. 23:00 und 5:00 Uhr angeordnet. Damit kann in dieser Zeit doch kein Flugbetrieb stattfinden, vorerst zumindest!

Link zur Pressemitteilung des VGH - externer Link -

04. Oktober 2011: US-Behörden verweigern John Stewart die Einreise

US-Behörden verweigern John Stewart, dem Präsident der europäischen Vereinigung gegen die schädlichen Auswirkungen des Luftverkehrs (UECNA), die Einreise

John Stewart wurde am vergangen Donnerstag (29.9.2011) von den US-Behörden am Flughafen JFK in New York die Einreise verweigert. Auf Einladung von Aviation Justice sollte er unter anderem in Chicago, Seattle und Kalifornien über den Erfolg der britischen Bewegung gegen den Ausbau des Flughafens London-Heathrow berichten. John Stewart ist Vorsitzender der britischen Organisation HACAN Clear Skies und hat vor zwei Jahren in Brüssel die European Campaigners´ Aviation Conference organisiert. Seit April 2011 erscheint unter seiner Verantwortung alle zwei Monate der Newsletter EXCHANGE für die europäischen Umweltaktivisten. Seit 2010 ist er Präsident der UECNA, die 1968 in Genf von dem Ehrenpräsidenten der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) Prof. Dr. Kurt Oeser aus Mörfelden-Walldorf mitbegründet wurde. John Stewart ist Nachfolger von Martin Kessel, der nach seiner UECNA-Präsidentschaft jetzt die Geschäftsführung dieser Organisation übernommen hat.

Download der Pressemitteilung vom 04.10.2011 - PDF -      |       Presseartikel zum Download - PDF -

20. September 2011: Aufruf zur Unterschriftensammlung gegen Nachtflug und für Begrenzung und gerechte Belastung des Luftverkehrs

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Lärm bedroht die Gesundheit vieler Menschen und gefährdet die Entwicklung unserer Kinder. Ungeachtet dieser Tatsache ist die Luftverkehrslobby derzeit bestrebt, bei der jetzigen Bundesregierung eine weitgehende Freizügigkeit für den Luftverkehr, gerade auch in der Nacht zu erwirken.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wie auch das Umweltbundesamt erkennen längst die gesundheitlichen Gefahren durch Fluglärm. Diese Erkenntnis muss nun endlich auch Berücksichtigung in der Gesetzgebung finden.

Wir fordern:

  • Ein Nachtflugverbot von 8 Stunden von 22-06 Uhr und Schutz der Tagesrandstunden zur Gewährleistung gesunden Nachtschlafs.
  • Keine Aufweichung der Nachtflugbeschränkungen im Luftverkehrsgesetz. Erläuterung zum § 29b des Luftverkehrsgesetz - hier -
  • Begrenzung des Flugverkehrs und des Fluglärms über Wohngebieten.
  • Belastung des Luftverkehrs mit allen Steuern und Gebühren, wie andere Verkehrsträger auch.

Die Unterzeichner bitten die Bevölkerung, die Sicherung der Lebens-, Wohn- und Arbeitsqualität in den vom Luftverkehr betroffenen Gebieten jetzt und für künftige Generationen durch ihre Unterschrift gegenüber dem Gesetzgeber und Verantwortlichen einzufordern.

Die Sammlung der Unterschriften soll so lange laufen, bis die geplante Verschlechterung des § 29b im Luftverkehrsgesetz von der Regierung at acta gelegt ist. Der Stand der Unterschriftenaktion liegt derzeit bei 72.832 Unterschriften, wovon 45.350 Unterschriften am 28. September 2010 bereits dem Bundeskanzleramt von einer Delegation übergeben wurde. Hinzu kommen 55.000 Unterschriften, die in Berlin speziell mit dem Ziel „kein Nachtflug am Berliner Flughafen“ gesammelt worden sind.

Erläuterung zum § 29b des Luftverkehrsgesetz - hier -       |       Unterschriftenliste zum Download - PDF -
Deckblatt (Duplexdruck) zum Download - PDF -       |       Deckblatt zum Download - PDF -
Weitere Informationen im Mitgliederbereich - hier -       |       Film-Clip der BI Lichtenrade/Mahlow-Nord e.V. - externer Link -

20. August 2011: Stellungnahme der BVF zur Festsetzung eines Lärmschutzbereiches am Frankfurter Flughafen

In der zugrunde liegenden Prognose zur Festsetzung ist die Entwicklung des Flugverkehrs nicht zutreffend dargestellt. Vielmehr drängt sich hier der Eindruck auf, dass diese so gestaltet wurde, um die Zahl der Bürger mit Anspruch auf passiven Schallschutz möglichst gering zu halten. In der Stellungnahme der BVF wurden wesentliche Anregungen zur Verbesserung erarbeitet.

Stellungnahme der BVF zur Festsetzung - PDF -       |       Stellungnahme der BVF (Anlagen) - PDF -

10. März 2011: Gesetzesantrag zur Änderung des Luftverkehrsgesetzes

Das Land Rheinland-Pfalz stellt Gesetzesantrag an Bundesrat zur Änderung des Luftverkehrsgesetzes. Zwar verpflichtet das Luftverkehrsgesetz in § 29b Absatz 2 die Luftfahrtbehörde und die Flugsicherung, auf den Schutz der Bevölkerung vor unzumutbarem Fluglärm „hinzuwirken“. In der Praxis der Deutschen Flugsicherung treten Lärmschutzbelange aber in der Regel hinter betriebliche und kapazitative Belange der Flughafenbetreiber und der Fluggesellschaften zurück.

Dieser Entwurf wird in der 881. Bundesratssitzung am 18.03.2011 vorgestellt und danach den Ausschüssen zugewiesen werden.

Gesetzentwurf zur Änderung des Luftverkehrsgesetzes - PDF -

Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm trauert um ihren Vizepräsidenten Joachim Hans Beckers

Joachim Hans Beckers

Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm trauert um ihren Vizepräsidenten Joachim Hans Beckers aus Ratingen, der plötzlich und unerwartet im Alter von 79 Jahren an den Folgen eines Unfalls gestorben ist. Mit Joachim Hans Beckers verlieren wir eine der profiliertesten deutschen Persönlichkeiten im Kampf gegen den Fluglärm.

Joachim Hans Beckers war 1967 Gründungsmitglied des Verbands und hat ihn in den folgen­den Jahrzehnten als Präsident und Vizepräsident geprägt und geführt. Er war maßgeblich beteiligt an der Entstehung des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm 1971 und der erst vor kurzem abgeschlossenen zehn Jahre dauernden Novellierung des Gesetzes.

Bis zuletzt war er Generalsekretär der 1968 in Straßburg gegründeten Union Européenne contre les Nuisances des Avions (UECNA), dem europäischen Dachverband der nationalen Vereinigungen gegen Fluglärm, und fungierte damit als Kontaktstelle zwischen der europäischen und nationalen Gesetzgebung.

Joachim Hans Beckers galt als ausgewiesener Fachmann vor allem für technische Fragen und war Mitglied in verschiedenen nationalen Gremien wie beim Deutschen Institut für Normung (DIN) in Berlin. Er vertrat die Bundesvereinigung gegen Fluglärm in mehreren an das Verkehrs- oder Umweltministerium des Bundes oder der Länder angegliederten Ausschüssen. Geschätzt wurde sein Rat auch als Mitglied in Fluglärmkommissionen an vielen deutschen Flughäfen wie in Düsseldorf, Dortmund, Essen/Mülheim, Leipzig oder Dresden.

Joachim Hans Beckers verfasste über 50 Fachartikel zu Fluglärmthemen und war Mit­herausgeber eines Kompendiums und eines weiteren Fachbuchs über 40 Jahre Fluglärmbekämpfung in Deutschland. Er war für uns selbst wie ein Kompendium und immer ein Vorbild an Einsatz.

Er war nahezu „full time“ im Ehrenamt aktiv und erhielt dafür als hohe Anerkennung das Bundesverdienstkreuz. Er war für uns Mentor und Antreiber - gleichzeitig ein hoch geschätzter Ratgeber und für viele auch ein nahezu väterlicher Freund. Wir sind unendlich traurig, dass er ohne jeden Abschied von uns gehen musste und trösten uns mit dem Gedanken, dass wir lange Jahre mit ihm zusammen arbeiten durften.

Wir alle verneigen uns in hohem Respekt vor seiner Lebensleistung.

Helmut Breidenbach

Zum Kondolenzbuch

31. Dezember 2010: Ergänzende Stellungnahme zum Antrag der Flughafen München GmbH auf Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens für eine 3. Start- und Landebahn

Die BVF hat eine ergänzende Stellungsnahme zum Antrag der Flughafen München GmbH auf Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens für eine 3. Start- und Landebahn abgegeben. Darin wird darauf hingewiesen, dass bei unabhängig voneinander betriebenen parallelen Landebahnen einen Unterschied von 1000 Fuß bei der Zwischenanflughöhe gefordert ist. Daraus ergibt sich, dass der Anteil der Flugzeuge, für die eine Zwischenanflughöhe von 4000 Fuß über NN (ca. 770 m) über Flughafen angenommen wurde, zu gering sein dürfte, welches wiederum Konsequenz auf die durchgeführte Lärmberechnung hat.

Ergänzende Stellungnahme zum Antrag der Flughafen München GmbH - PDF -

22. Juli 2010: Stellungnahme zum Gesetzentwurf für eine Luftverkehrssteuer

Die BVF hat im Rahmen einer Verbände-Anhörung eine Stellungnahme zum Gesetzentwurf für die Einführung einer Luftverkehrssteuer an das Bundesministerium für Finanzen in Bonn abgegeben. Der bisherige Regierungsentwurf sieht eine Steuer in Höhe von 13 Euro für Inlandsflüge und 26 Euro für Auslandsflüge vor. Die BVF macht weitergehende Vorschläge für eine stärker auf Umweltaspekte bezogene Abgabe.

Stellungnahme zum Gesetzentwurf für eine Luftverkehrssteuer - PDF -

30. April 2010: Aufruf zur Unterschriftensammlung gegen Nachtflug und für Begrenzung und gerechte Belastung des Luftverkehrs

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Lärm bedroht die Gesundheit vieler Menschen und gefährdet die Entwicklung unserer Kinder. Ungeachtet dieser Tatsache ist die Luftverkehrslobby derzeit bestrebt, bei der neuen Bundesregierung eine weitgehende Freizügigkeit für den Luftverkehr, gerade auch in der Nacht zu erwirken.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wie auch das Umweltbundesamt erkennen längst die gesundheitlichen Gefahren durch Fluglärm. Diese Erkenntnis muss nun endlich auch Berücksichtigung in der Gesetzgebung finden.

Wir fordern:

  • Ein Nachtflugverbot von 8 Stunden von 22-06 Uhr und Schutz der Tagesrandstunden zur Gewährleistung gesunden Nachtschlafs.
  • Keine Aufweichung der Nachtflugbeschränkungen im Luftverkehrsgesetz. Erläuterung zum § 29b des Luftverkehrsgesetz - hier -
  • Begrenzung des Flugverkehrs und des Fluglärms über Wohngebieten.
  • Belastung des Luftverkehrs mit allen Steuern und Gebühren, wie andere Verkehrsträger auch.

Die Unterzeichner bitten die Bevölkerung, die Sicherung der Lebens-, Wohn- und Arbeitsqualität in den vom Luftverkehr betroffenen Gebieten jetzt und für künftige Generationen durch ihre Unterschrift gegenüber dem Gesetzgeber und Verantwortlichen einzufordern.

Erläuterung zum § 29b des Luftverkehrsgesetz - hier -       |       Unterschriftenliste zum Download - hier -
Deckblatt (Duplexdruck) zum Download - hier -       |       Deckblatt zum Download - hier -
Weitere Informationen im Mitgliederbereich - hier -

16. April 2010: Fortbildungsveranstaltung Fluglärmbekämpfung

Am Freitag, den 16.04.2010, fand in Frankfurt/Main eine Fortbildungsveranstaltung der Bundesvereinigung gegen Fluglärm e.V. in Zusammenarbeit mit der Bürgervereinigung gegen unnötigen Fluglärm e.V. statt.

Mehr Informationen und die vorgestellten Präsentationen zum Download im passwortgeschützten Bereich - hier -

26. Oktober 2009: Fluglärm-Demonstration in Potsdam am Freitag, 6. November 2009 vor dem Landtag

Am Freitag, den 6.11.2009 um 11 Uhr findet vor dem Brandenburger Landtag in Potsdam, Am Havelblick 8, 14473 Potsdam eine Demonstration gegen den Planergänzungsbeschluss „Lärmschutzkonzept BBI“ statt.

Plakat zum Download - hier -       |       Mehr Informationen im Internet - hier -

14. Oktober 2009: CDU / CSU / FDP-Koaltion will Nachtflugverbote abschaffen

Bundeskanzlerin soll die „Verkehrs-Rambos“ stoppen !

Der „Arbeitskreis Wirtschaft“ will im Rahmen der Koalitionsvereinbarungen durch die Aufhebung von Nachtflugbeschränkungen die Flughäfen offenbar weitgehend für den 24-Stundenbetrieb öffnen. Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm e.V. ist über diesen Vorstoß der Regierungskoalition empört. Dies geht einseitig zu Lasten der betroffenen Bürger, deren Gesundheit durch Störung der Nachtruhe zusätzlich gefährdet wird.

Pressemitteilung der BVF vom 14.10.2009 - hier -       |       Entwurf Arbeitskreis Wirtschaft der Koalitionsverhandlungen - hier -

13. Oktober 2009: Plan für den Bau der 3. Startbahn in London Heathrow wird vorerst aufgegeben

Führenden Politikern in England ist klar geworden, dass der Ausbau des Flughafens London-Heathrow weder wirtschaftlich noch aus Gründen des Klimaschutzes verantwortbar ist. Die Conservative Partei beschloss, für den Fall eines Wahlsieges und Übernahme der britschen Regierung, keine zusätzlichen Startbahnen auf den Londoner Flughäfen in Heathrow, Gatwick und Stansted zuzulassen.

Diese Erkenntnis sollte den deutschen Flughafenbetreibern in Frankfurt und München sowie Politikern der Bundesregierung als Vorbild dienen. Auch in Deutschland sind aus den gleichen Gründen Flughafenerweiterungen nicht zu rechtfertigen.

BVF Fluglärm-Info zun Download - hier -       |       Link zum Artikel in der Financial Times vom 11. Oktober 2009 - hier -

5. September 2009: Wege zu mehr Schutz vor Fluglärm – Fortbildungsseminar der BVF

Am 5. September fand in Kassel ein vielbeachtetes Fortbildungsseminar der BVF statt. Von allen deutschen Flughafenstandorten mit Fluglärmkommissionen waren Teilnehmer anwesend. Es wurden die Wege aufgezeigt, wie man gegen den dramatischen Zuwachs des Schutzdefizits vorgehen kann.

Die Vortragsfolien der Beiträge zum Download:

27. August 2009: Minister Tiefensee stellt 2. Nationales Verkehrslärmpaket vor

Die BVF kritisiert den Verkehrsminister Minister Tiefensee anlässlich der Vorstellung des 2. Nationalen Verkehrslärmschutzpakets wegen des unzureichenden Schutzes der Menschen durch das neue Fluglärmgesetz und die im Juli 2009 beschlossene Schallschutzverordnung.

Pressemitteilung der BVF zum Download - hier -       |       Nationales Verkehrslärmschutzpaket II des BMVBS - hier -

19. Juli 2009: Das Fluglärm-Schutzdefizit wird immer größer

Eine Auswertung aller verfügbaren Quellen, insbesondere der Veröffentlichungen der Aero-Wissenschaften und der Luftfahrtindustrie mit Behandlung des Zeitraums von der Gegenwart bis über das Jahr 2050 hinaus hat ergeben, dass das Schutzdefizit deutlich ansteigt und deshalb drastische Schutzmaßnahmen gegen Fluglärm, insbesondere Betriebsbeschränkungen erforderlich sind.

Das neue Fluglärmgesetz ist bezüglich der Belastungssituation fast wirkungslos und nur von der EU-Gesetzgebung und von EU-Kontrollbehörden ist ausreichende Hilfe denkbar. Näheres siehe den Aufsatz von Joachim Hans Beckers: Verbesserungspotential für die Fluglärmbekämpfung in Europa.

Download des Aufsatzes von Joachim Hans Beckers (deutsche Version) - hier -       |       Download der englischen Version - hier -

9. Juli 2009: Regierung verabschiedet sich vom Schutz gegen Fluglärm

Der Bundesrat behandelt in seiner Sitzung am Freitag, 10.7.2009 mit der Schallschutzverordnung, die wichtigste Rechtsverordnung zum bereits im Juni 2007 verabschiedeten Fluglärmgesetz.

Sowohl im Vorfeld der Kabinettsentscheidung, wie auch jetzt vor der Bundesratsbefassung ist die SchallschutzVO mehrfach zum Nachteil der Fluglärmbetroffenen geändert worden. Wir halten den vorgesehenen Schutz jetzt schon für völlig unge­nügend. Die Schallschutz­VO unterläuft in der vorliegenden Fassung das ohnehin unzureichende Flug­lärm­­gesetz und schwächt die dortigen Festlegungen noch weiter ab.

Es ist am 10. Juli 2009 eine Demonstration in Berlin vor der Bundsratssitzung geplant.

Pressemitteilung der BVF zum Download - hier -

1. Juli 2009: Briefaktion der Umweltverbände gegen die Verabschiedung der Schallschutzverordnung

Sechs deutsche Umweltschutz-Verbände, die sich um das Thema „Lärm“ kümmern, fordern die Ablehnung der Schallschutzverordnung in der vorgelegten Form durch den Bundesrat. Die Schallschutzverordnung legt maximale Lärmpegel für Häuser zum Schutz der Nutzer in der Nähe von Flughäfen fest.

Wesentliche Punkt der Schallschutzverordnung ist die Pflicht der Flughäfen zur Übernahme von Kosten für den passiven Schalsschutz in Gebäuden. Durch die nochmalige Erhöhung der zulässigen Lärmpegel in Innenräumen werden noch mehr Häuser und Wohnungen von der Leistungspflicht zur Übernahme der Kosten für den Einbau von Maßnahmen zur Schalldämmung in Häusern ausgeschlossen.

Nach fast 12 Jahren der Reformarbeit des Fluglärmgesetzes und der nachfolgenden Rechtsverordnungen endet das Ergebnis im Nichts.

Musterbrief an die Ministerpräsidenten der Länder vom 15.6.2009 - hier -       |       Musterbrief vom 1.7.2009 - hier -

22. Juni 2009: Neues BVF-Fortbildungsseminar: „Fluglärmbekämpfung aktuell“ - 5.9.2009 in Kassel

Fluglärm-Seminar mit ausgewählten Themen für Vereinsmitglieder und Mitglieder in den Kommissionen nach § 32 b LuftVG

Die BVF lädt zu einem ganztägigen Fortbildungsseminar am 5. September in das Anthroposophische Zentrum in Kassel-Wilhelmshöhe ein. Auf dem Programm stehen Themen zu den neuesten Entwicklungen und Chancen zur Verbesserung der Fluglärmsituation

Mehr Informationen im Flyer zum Download - hier -

7. Mai 2009: Stellungnahme der BVF zum Grünbuch der Europäischen Kommission - TEN-V

Die BVF nimmt Stellung zum Grünbuch der Kommission der Europäischen Gemeinschaft TEN-V: Überprüfung der Politik für ein integriertes transeuropäisches Verkehrsnetz im Dienst der gemeinsamen Verkehrspolitik.

Mehr Informationen - hier -

29. April 2009: Tag gegen den Lärm

Der Arbeitsring Lärm der Deutschen Gesellschaft für Akustik (ALD) veranstaltet anlässlich des Tages gegen Lärm am 29.04.2009 ein Forum zur Öffentlichkeitsmitwirkung in der Aktionsplanung. Auch die BVF wird mit zwei Referenten zum Thema „Fluglärm“ vertreten sein.

Download der Broschüre - hier -

9. April 2009: Memorandum zur Europawahl

Die BVF unterstützt das Wahlmemorandum des Deutschen Naturschutzrings (DNR) zur Europawahl am 7. Juni 2009.

Mehr Informationen - hier -

28. Januar 2009: Verbandsbrief an Sigmar Gabriel zum Entwurf der Schallschutzverordnung

In einen Brandbrief mehrerer Naturschutz- und Fluglärmverbände wird der Herr Sigmar Gabriel, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gebeten, sich für Nachbesserungen am Entwurf zur Schallschutzverordnung einzusetzen. Die Grenzwerte für für Belastungen durch den Fluglärm entsprechen nicht dem anerkannten Stand der Wissenschaft und Technik.

Insgesamt bleibt der Schutz vor Fluglärm hinter der 24. BImSchV für den Straßen- und Schienelärm zurück. Es ist deswegen geboten, die Empfehlungen der UBA-Arbeitsgruppe in der Schallschutzverordnung einzubringen.

Brief an Umweltminister Sigmar Gabriel - hier -

19. November 2008: BVF und ADF fordern Nachbesserungen zur Schallschutzverordnung

Die Schallschutzverordnung, als untergesetzliche Regelung zum Fluglärmgesetz, regelt Übernahme von Kosten für den passiven Schallschutz von Gebäuden, die sich in Fluglärmzonen befinden. Der derzeitige Entwurf bietet nur einen ungenügenden Schutz der Betroffenen. Die Höchstkostenregelung verletzt das Verursacherprinzip.

In einem gemeinsamen Schreiben der BVF und der ADF (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fluglärmkommissionen werden erhebliche Nachbesserungen gefordert

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14. November 2008: 5. Deutscher Luftverkehrskongress fordert: Entlasten anstatt belasten

Am 11. November 2008 fand in Berlin der 5. Deutsche Luftverkehrskongress statt. Im Mittelpunkt standen die zentralen Herausforderungen Wachstum, Umweltschutz und die Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen zur Sicherung einer führenden Positionen der deutschen Luftverkehrsindustrie im internationalen Wettbewerb. Der Fachtag wurde gemeinschaftlich vom Bundesverband der Deutschen Industrie, dem BDLI, dem Flughafenverband ADV und der Lufthansa veranstaltet.

Immerhin wird von der Luftfahrtbranche als Beitrag zum Umweltschutz der „Single European Sky“ gefordert, der direkte Routen zwischen Flughäfen auf kürzestem Weg zulassen. Damit verkürzen sich die Flugzeiten. Außerdem soll der CO2-Ausstoß um bis zu 12% (?) verringert werden.

Weiter Forderungen nach schnelleren Planfeststellungsverfahren und Freistellung vom Emissionshandel gefallen weniger. Wie andere Industrien und Branchen wird die Schaffung eines Luftfahrtfonds zur Unterstützung der Zulieferindustrie gefordert. Damit sind sie nicht allein. Nachdem die Banken ein Unterstützungspaket von der Bundesregierung erhalten, fordern andere Branchen mit Recht auch Unterstützun vom Steuerzahler.

Die deutschen Flughäfen werden in den nächsten 5 Jahren mehr als 20 Milliarden EUR in die Verkehrsstruktur investieren, ohne dass auch nur ein einziger Euro aus dem Bundeshaushalt aufgebracht werden muss. Hier muss man genau lesen: „Aus dem Bundeshaushalt“. Zuschüsse für Flughafenerweiterungen aus den Länderhaushalten und von der EU werden geflissentlich nicht erwähnt. Dafür sei es notwendig, dass das richtungsweisende Flughafenkonzept der Bundesregierung schnellstmöglich ohne die Aufnahme einer zusätzlichen Konkurrenzanalyse verabschiedet wird.

Damit sind wohl auch Umweltverträglichkeitsprüfungen und Rechte der Bürger auf gesundheitliche Unversehrtheit gemeint (Anm. der Redaktion).

14. November 2008: Weniger Passagiere in Frankfurt

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, dass Oktober 2008 am Frankfurter Flughafen (Fraport) 4,9% weniger Passagiere gezählt wurden, als im Vorjahr. Auch das Luftfrachtaufkommen reduzierte sich im gleichen Zeitraum um 4,1%. Auch der Flughafen Hahn im Hunsrück (wird von Fraport betrieben) ist von diesem Rückgang betroffen. Er beläuft sich auf 0.1%.

Der Rückgang der Luftverkehrszahlen, die sich bereits seit Beginn des Jahres 2008 einstellen, zeigt, dass der Luftverkehr in Dutschland an die Sättigungsgrenze gekommen ist. Ein weiterer Ausbau der Luftverkehr-Infrastruktur ist deshalb nicht notwendig. Dies betrifft auch die Ausbauvorhaben der Flughäfen in München und Frankfurt.

Auch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) ist zum Schluss gekommen, dass der Low-Cost-Verkehr die Sättigungsgrenze erreicht hat. Der Low-Cost-Verkehr steht vor der Marktkonsolidierung, prognostiziert die ADV.

14. November 2008: IATA meldet alarmierenden Rückgang im internationalen Luftverkehr

Die Passagierzahlen sanken im internationalen Luftverkehr um 2.9 gegenüber September 2007. Das Frachtaufkommen reduzierte sich sogar um 7,7%. Die Auslastung auf internationalen Strecken ging im September 2008 in allen Regionen gegenüber August 2008 um 4,4% auf 74,8% zurück.

Im Luftfracht-Sektor wurde im September 2008 der stärkste Rückgang seit September 2001 registriert. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es in den meisten Regionen eine negative Bilanz.

Die Rezession hat noch nicht begonnen. Trotzdem nimmt der Luftverkehr, bisher ständig als „Wachstumsmotor“ und „Jobmaschine“ angepriesen, bereits stark zurück. Mit einem weiterem Rückgang in den nächsten Monaten und Jahren muss gerechnet werden. In Anbetracht dieser Entwicklung sind Ausbauvorhaben deutscher Flughäfen auf den Prüfstand zu stellen. Unserer Meinung brauchen wir keine 4. Startbahn in Frankfurt und keine 3. Startbahn in München. Beide Flughäfen haben noch für viele Jahre ausreichend Kapazitäten, um eine angemessene Infrastruktur und Anbindung an den internationalen Luftverkehr zu bieten.

4. November 2008: Studie des Umweltbundesamts - „Umweltschädliche Subventionen“ - auch Luftverkehr

In Deutschland gab es im Jahr 2006 Subventionen von knapp 42 Mrd. Euro mit negativen Wirkungen auf Gesundheit und Umwelt. Dies ist das Ergebnis der Studie des Umweltbundesamts (UBA). Die UBA-Forscher analysierten die wichtigsten Subventionen des Bundes in den Bereichen Energiebereitstellung und -nutzung, Verkehr, Bau- und Wohnungswesen sowie Landwirtschaft. Denn diese Bereiche verursachen die größten Umweltprobleme und profitieren am stärksten von umweltschädlichen Subventionen.

Durch die Steuerbefreiung des Kerosins für Inlandsflüge gehen pro Jahr 396 Millionen EUR verloren. In Anbracht des Gesamtbedarfs von Treibstoff für die Luftfahrt in Deutschland von 8,4 Millionen Tonnen sind es 6,9 Mrd. EUR. Auch bei der Mehrwertsteuerbefreiung für Auslandsflüge entsteht ein Steuerausfall von 1,56 Mrd. EUR pro Jahr, davon allein über 400 Millionen EUR für Flüge innerhalb der EU.

Download der Studie „Umweltschädliche Subventionen“ (die Seiten 20 - 22 betreffen den Luftverkehr) - hier -

4. November 2008: Grüne Liga informiert über „Umgebungslärm-Richtlinie“

GRÜNE LIGA e.V. - Netzwerk ökologischer Bewegungen - hat vier Informationsrundbriefe zum Thema Umgebungslärmrichtlinie erstellt. Der neueste ist soeben erschienen und widmet sich insbesondere der Wirtschaftlichkeit von Lärmminderungsmaßnahmen.

Mehr Informationen:
Rundbrief 1/2007 - hier -       |       Rundbrief 1/2008 - hier -       |       Rundbrief 2/2008 - hier -       |       Rundbrief 3/2008 - hier -

3. November 2008: Deutsche Flugsicherung (dfs) meldet geringes Wachstum der Fugbewegungen

Das Wachstum des Luftverkehrs in Deutschland hat sich im dritten Quartal 2008 nur noch mit einem Plus von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr fortgesetzt. Von Juli bis September 2008 kontrollierte die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH 862.798 Flüge.

Trotz eines Rückgangs von minus zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr, steht der Flughafen Frankfurt mit 126.488 Starts und Landungen im dritten Quartal nach wie vor an der Spitze der internationalen Flughäfen, gefolgt vom Flughafen München mit 112.317 Flügen (- 0,7 Prozent) und den drei Berliner Flughäfen mit 63.376 Flügen (+ 4,5 Prozent).

Der Rückgang der Flugbewegungen an den großen Flughäfen in Deutschland lässt zunehmend die Frage aufkommen, ob die Flughafen-Erweiterungen in Frankfurt (4. Startbahn) und München (3. Startbahn) noch notwendig und zeitgemäß sind. Hierzu auch die Pressemitteilung der Bürgerinitiative WIDEMA (Bürgerinitiative Wicker · Delkenheim · Massenheim · gegen Fluglärm e.V.)

Mehr Informationen - hier -